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Archive for the ‘Kinkerlitzchen’ Category

Hallo liebe Leserinnen,

ich schulde euch noch einen Nachtrag und Bericht dazu.

Also, nachdem ich ja vor 3 Wochen schon ohne Termin bei meiner gynäkologischen Sprechstunde war, aber leider nicht meine eigentliche Gyn. antreffen konnte (siehe Kommentare unter dem Artikel), hatte ich letzte Woche den Unterleibs-Ultraschall. Obwohl der Zeitpunkt sehr ungünstig war (Zyklustag 3 und dadurch mitten in der P*e*riode), war die Atmosphäre bei der Untersuchung (nette Ärztin, sehr nette Arzthelferin) gut und die Untersuchung selbst nicht so unangenehm. Schon letzte Woche hat mir die Ärztin direkt gesagt, dass sie nichts findet: keine Zysten, keine Polypen, keine Ungereimtheiten… Was mich dann schon sehr! beruhigt hat. Woher meine Schmerzen – die ich übrigens letzte Woche erstmals seit Monaten nicht hatte! – kämen, könne sie nicht erklären, jedenfalls gebe es gynäkologisch gar keine Anhaltspunkte dafür, und vermutlich seien das eher Verdauungsprobleme. Diese Erklärung überzeugte mich allerdings nicht. Die Blutungen hielt sie für ein hormonelles Durcheinander in meinem Körper. Auch diese Erklärung überzeugt mich nicht 100%, aber möglich wäre das natürlich schon.

Deswegen war ich gespannt auf meinen heutigen Termin bei meiner Gyn, endlich! Also sie nahm sich, wie immer, sehr viel Zeit und hörte mir genau zu. Ich deutete auch an, dass ich mit dem Gespräch mit ihren „Kolleginnen“ vor 3 Wochen nicht zufrieden war. Meine Gyn bestätigte mir erst mal die sehr guten Ergebnisse des Ultraschalls. Bezüglich Endometriose sagte sie, dass es überhaupt keine Anzeichen dafür bei mir gebe. Wegen der Schmerzen, dass es keinerlei gynäkologische Anhaltspunkte dafür gebe, dass man wenn dann momentan nur symptomatisch gegen die Schmerzen mit Ibuprofen oder Paracetamol vorgehen könnte. ABER sie meinte dann, damit es mich beruhigt, werde in 3 Monaten noch mal ein Kontroll-Ultraschall gemacht. Das finde ich gut! Dann hat sie noch eine Zytologie gemacht und sowohl Brust als auch Bauch getastet (ohne Unauffälligkeiten). Wegen der Blutungen zwischen den Tagen konnte sie auch keinen Grund finden. Meine Sorge, Langzeitnebenwirkungen von Tamoxifen zu erleiden, zerstreute sie sofort. Langzeitnebenwirkungen gebe es überhaupt nicht von Tamoxifen. Txf wirke zeitlich punktuell, genauso wie die Pille, und nicht akkumulativ. Und überhaupt, seien auch keine (häufigen) NW auf die Eierstöcke bekannt. Die häufigste schwere NW von Txf (also wie gesagt, während der Therapie, nach der Therapie habe man kein höheres Risiko als jeder andere Mensch auch) seien Thrombosen, und im Unterleib im Endometrium. Aber meines sei vollkommen ok. NW auf die Eierstöcke kenne man so gut wie gar nicht. Uff!!!

Ich bin jetzt natürlich total beruhigt, denn wenn ich etwas haben sollte (wofür es ja momentan gar keine Anhaltspunkte gibt), dann kommt es auf keinen Fall vom Txf.

Der nächste Kontrollbesuch steht dann im Juli an, nach der nächsten U-Schall-Untersuchung. Vorausgesetzt, die Ergebnisse der Zytologie sind natürlich ok, und davon gehe ich jetzt mal aus 😉

Eine schöne Woche euch allen –

Masca

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ich muss nach langer Zeit mal wieder meckern, und ich finde, heute darf ich das… So! 😛
😆

Seit Dezember 2010, etwas mehr als ein halbes Jahr nach Absetzen der Zoladex und 1 Jahr vor Absetzen von Tamoxifen und Ende der AHT, hab ich ja wieder meine monatlichen Besuche von „Tante Rosa“. Es hat natürlich längere Zeit gedauert, bis sich alles eingependelt hat, das Absetzen von Tamox. und somit Ende der AHT hatte dann noch mal alles ein bisschen durcheinander gebracht. Seit gut einem halben Jahr aber sind die Zyklen entzückenderweise sehr regelmäßig, fast so wie zu Pillenzeiten, immer zwischen 28 und 30 Tagen, selten etwas mehr. Diese Pünktlichkeit ist äußerst erfreulich, weil ich dadurch relativ gut planen kann. Soweit das Positive.

Jetzt aber das Negative. Die ersten Tage Tante Rosa sind jetzt immer furchtbar! Ich muss jetzt leider sehr konkret werden, weil ich einfach wissen muss, ob es anderen (ehemaligen) Brustkrebs-Patientinnen nach der AHT auch so ging, bzw. ob es Frauen ohne Brustkrebs auch so geht, oder ob ich es bin, oder was. Wem es zu unangenehm wird, bitte jetzt nicht weiterlesen.

Seit gestern ist Tante Rosa wieder da, somit ist heute Tag 2 im neuen Zyklus. Gestern war, wie üblich, der Tag der Kopfschmerzen und Schwindelanfälle. Zum Glück war Freitag, ich bin ja selbstständig, also hab ich um 11 Uhr aufgehört zu arbeiten und mich zu Hause verkrümelt. Erste Unterleibsschmerzen waren auch da.

Was jetzt aber schlimm und „neu“ ist, also neu und anders im Vergleich zu den Zeiten VOR der Brustkrebsdiagnose und vor dem Aussetzen der Pe*riode mit Beginn der AHT (Versetzung in die künstlichen Wechseljahre), ist die Art der Schmerzen und die damit verbundenen unangenehmen Situationen im Alltag. Früher hatte ich Unterleibskrämpfe. Wie alle anderen, denke ich. Schlimm, aber mit Ibuprofen auszuhalten, manchmal mit etwas Nierenschmerzen verbunden, aber nicht immer, und oft auch nur mit einer Wärmeflasche und ohne Tabletten zu handeln.

Jetzt ist es so, dass allerspätestens ab Tag 2 (wie heute), meist aber schon ab Tag 1, die Nierenschmerzen richtig losgehen, dazu kommen ganz neue, schwer definierbare Schmerzen. So Unterleibsschmerzen oder -krämpfe wie früher sind nicht dabei, bzw. sind sie anders. Früher waren sie „konstant“, heute kommen sie stichartig – und zwar immer dann, wenn sich im Bauchraum was tut: Verdauung, Bildung von Blähungen, Positionswechsel (Hinsetzen, Aufstehen…). Was darauf folgt, sind stichige, riesige Krämpfe, die mal nach 5 Sekunden wieder weg sind, mal 10-15 Minuten andauern, dann wieder weg sind, bis sich die nächste Bewegung im Bauchraum tut und wieder auf die Eierstöcke drückt. Aufgrund dieser Krämpfe lerne ich sogar meinen Körper neu kennen, ich weiß dann ganz genau, wo was gerade geschieht.

Das allerschlimmste an der ganzen Sache sind aber die Toilettengänge. Das kleine Geschäft lässt sich mit „Zusammenreißen“ und Zähne zusammen beißen erledigen. Wie gesagt, jede kleinste Bewegung, jede Veränderung, jeder Druck löst in den Eierstöcken einen höllischen Schmerz aus. Muss ich aber wegen des großen Geschäfts zur Toilette, denke ich, ich stürze wegen meiner Verkrampfung kopfüber auf den Fußboden. Ich habe tierische Angst vor den Toilettengängen und wünschte mir, ich „müsste“ nicht. Aber das geht ja nun nicht, denn Zurückhaltung ist genauso schlimm und mit starken Schmerzen verbunden. Also, wie gesagt, die Toilettengänge sind die Hölle, ich habe alles versucht, mich zu Entkrampfen, mich von den Schmerzen ablenken zu lassen, oder mir bewusst ganz viel Zeit zu geben; oder umgekehrt, die Zähne zusammenzubeißen und mir zu denken, jetzt ganz schnell schnell, Augen zu und durch! nichts hilft! ibuprofen nehme ich dann auch nicht, denn das schlägt bei mir ja auch auf den Magen und bringt nur zusätzliche Probleme. Außerdem mag ich nicht so viele Medis nehmen.

An diesen Tagen, meistens ist alles zwischen Tag 1 und Tag 3, ab Tag 4 lässt es langsam nach, und ab Tag 6 ist es meistens vorbei, bin ich zu nichts zu gebrauchen. Zwischendrin habe ich, zwischen Krampf und Krampf, oft mal ne Stunde oder zwei, wo gar nichts ist, ich zu Hause rumlaufen und rumwerkeln kann, wie wenn nichts wäre, bis sich urplötzlich der nächste ankündigt und ich nicht mehr gerade stehen kann und nur noch rumstöhne. 😦

Das alles beeinflusst meine Lebensqualität in diesen Tagen ungemein, und es stört mich total! Ach ja, mein St*uhlgang ist normal, daran liegt es nicht. Die Bl*utung ist auch nicht (immer) außerordentlich groß (manchmal schon), allerdings sehe ich mich außerstande OB zu benutzen, und ich hasse (!) B*inden eigentlich 👿 . Aber OB geht, seit der Rückkehr von Tante Rose, gar nicht mehr zwischen Tag 1 und 3, und ab Tag 4 ist die Regel so schwach, dass es sich nicht lohnt. Nur im Sommer, wenn ich an den Strand will, benutze ich so noch (an den Tagen, an denen ich keine Schmerzen mehr habe).  Was an der Bl*utung allerdings jetzt anders ist als früher, vor meinem Brustkrebs, ist die Tatsache, dass ich eigentlich jeden Monat auch Gewebe aussch*eide 😕  Nicht viel, aber es ist immer etwas dabei. Und was auch neu ist, dass ich manchmal (nicht in jedem Zyklus), während des gesamten Zeitraums, also die 29-30 Tage lang, immer wieder kleine, helle Bl*uttröpfchen auf dem Klopapier habe oder gar verliere (nicht nur um den ungefähren Eisprung herum, sondern tagelang darüber hinaus, bis zum Besuchstag von Tante Rosa).

Mein nächster Gyn-Termin ist im März. Muss ich mir Sorgen machen? Oder ist das alles „normal“ und ich bin zu zimperlich?

Scheiße, es nervt, ich kann an 2-3 Tagen pro Monat NICHTS machen außer zu Hause zwischen Sofa, Bett, Klo rumgurken bzw. in den Monaten, wo ich rumlaufen kann, Stühle und Sofas vermeiden, weil das Sitzen Schmerzen hervorruft…

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Im Süddeutsche Zeitung Magazin erschien in der Reihe „Gewissensfrage“ folgende Frage: Muss eine Frau in der Sauna die Narbe ihrer Brustamputation bedecken, um andere Frauen nicht mit dem Thema Brustkrebs zu belasten?

Der dazu gehörige Meinungsartikel ist einfach nur fantastisch, ich applaudiere!

»Ich hatte Brustkrebs, darum wurde mir eine Brust amputiert; wo die Brust war, ist die Körperseite jetzt flach und mit einer zehn Zentimeter langen Narbe versehen. Wenn ich in die Sauna gehe, habe ich bisher meine Narbe und das Fehlen der Brust mit einem Handtuch einigermaßen verdeckt – weil ich andere Menschen, besonders andere Frauen, beim Saunabesuch nicht dazu bringen will, über Brustkrebs nachzudenken. Für mich wäre es einfacher, das zu lassen, andererseits ist der Aufwand überschaubar. Soll ich die Stelle weiterhin bedecken?« Ann-Katrin D., Hamburg

Zu den Grundsätzen der Moral rechne ich die Rücksicht, und dazu gehört, immer dann, wenn ein Verhalten nur eine geringe Einschränkung bedeutet, für andere aber einen Gewinn darstellt, diese Einschränkung zugunsten der anderen hinzunehmen. Tatsächlich ist es für die meisten Menschen sehr belastend, sich mit einer potenziell tödlichen Krankheit auseinanderzusetzen, noch dazu bei einem Saunabesuch, der ja gerade der Entspannung dienen soll. Insofern könnte man dafür plädieren, dass Sie sich ein Handtuch über die Schulter hängen.

Doch halte ich das hier nicht für richtig. Unser Leben wird mehr und mehr bestimmt von der Illusion des perfekten Menschen – gefördert auch durch Werbung und Medien. Das mag auf den ersten Blick angenehm wirken, jedoch diskriminiert diese Illusion alle, die diesem Ideal nicht entsprechen, und setzt sie einem Leidensdruck aus. Die Frage des Menschseins hängt nicht an der Perfektion, und es ist falsch, sich dieser Diskriminierung anzuschließen oder auch nur zu beugen. In diesem Sinne kann es jedem Saunabesucher zugemutet werden, sich der kleinen Einschränkung seiner Illusion der Perfektion oder Unverletzlichkeit des Menschen auszusetzen. Und doppelt falsch ist es, eine Krankheit als Makel zu empfinden. Unter einer Krankheit zu leiden oder sie mit sichtbaren Spuren überwunden zu haben ist nichts, dessen man sich schämen oder das man verbergen müsste.

Etwas anderes gilt, wenn Sie sich mit Handtuch wohler fühlen. Krebs ist leider nach wie vor eine stigmatisierende Erkrankung. Weil seine Entstehung und Ursachen nicht geklärt sind, wird er, wie Susan Sontag schreibt, »als im moralischen, wenn nicht wörtlichen Sinne ansteckend empfunden«, der Kontakt mit einem Erkrankten gelte »unvermeidlich als Vergehen oder Tabuverletzung«. Ich hielte es zwar für klüger, wenn Sie sich dem stellen, für Ihr eigenes langfristiges Wohlbefinden, aber auch um die allgemeine Akzeptanz zu fördern. Wenn Sie sich diesem Umstand jedoch nicht aussetzen wollen, haben Sie jedes Recht, es nicht zu tun. Aber aus Rücksicht auf Sie selbst und nicht aus Rücksicht auf die anderen.

 

Quelle

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Liebe LeserInnen,
I'm Sorryes wird Zeit, dass ich mich mal wieder bei Euch melde. Ich hab schon so ein schlechtes Gewissen…

Dieses Wochenende ist mir wieder so bewusst geworden, wie sich mein Leben seit dem Ende der AHT verbessert hat. Wenn ich in den Blogs anderer Brustkrebs-Betroffenen von ihren Problemen und Nebenwirkungen lese, erinnere ich mich auch an meine Zeit zurück (man vergisst plötzlich so schnell, wenn es einer wieder gut geht… was wiederum auch gut ist… 😉 ), und es wird einem recht wehmütig. Weil man weiß, wie schlimm es gewesen war, und weil es mir für die anderen Betroffenen ehrlich Leid tut. Niemandem, wirklich niemandem wünscht man das, was wir durchmachen/durchgemacht haben. Deswegen möchte ich einen kleinen Artikel zum Mutmachen und zum Durchhalten veröffentlichen.

Wie geht es mir jetzt?

Gliederschmerzen:
die wurden schon eine Weile nach Absetzen der Zoladex (Frühling 2009) viel besser. Mittlerweile sind sie so gut wie ganz weg.

Hitzewallungen und Schweißausbrüche:
Die lagen bei mir 100% an der Zoladex. 3 Jahre lang habe ich Zoladex bekommen. Nie hatte sich diese NW eingependelt. Ich hatte 3 Jahre lang durchgehend und konsequent Hitzewallungen. Kaum hatte ich die Z. abgesetzt, im Frühjahr 2009, erlebte ich den ersten Sommer OHNE Hitzewallungen. Ich glaube, die Übergangsphase dauerte wirklich nur so 2 Monate. Dann war alles weg. Ein herrlicher Sommer, in dem ich wusste, dass alle Hitze und aller Schweiß von den spanischen Temperaturen herrührten, und nicht vom Feuer, der in deinem Körper brodelte
Evil Smile

Schlaflosigkeit:
Auch das wurde mit Absetzen der Zoladex enorm besser. Unter alleiniger Einnahme von Tamoxifen konnte ich wieder viel, viel besser einschlafen und auch durchschlafen. Natürlich hing damit auch  zusammen, dass ich nachts keine Schweißausbrüche mehr bekam, denn die waren zum größten Teil Schuld an der Problematik nicht durchschlafen zu können (wenn man denn endlich mal hatte einschlafen können). Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt so dermaßen große Probleme gehabt habe. Ich glaube, es wurde schon sehr gut, als ich noch Tamoxifen nahm.

Gewicht:
Die AHT hatte mir ja 10 zusätzliche kg beschert, mein Gewicht vor Beginn war etwa 67kg. Heute habe ich fast alles wieder abgenommen, ich bin seit wenigen Monaten +/- 70kg stabil, es war zwischendrin sogar auch etwas weniger. Zur Feier, zu der ich neulich nach Deutschland gefahren bin, hätte ich fast einen Zweiteiler angezogen, den ich mir 2006 für den „Day-after-Wedding“ gekauft hatte und danach nie wieder anziehen konnte. Getan hab ich es dennoch nicht, weil die Hose aus weißem, leichten Leinen bodenlang ist und die Wettervorhersage für Deutschland so mies war
Weather Man

Periode:

Sie setzte ja unmittelbar mit Beginn der AHT aus. Also Beginn der Zoladex-Spritzen war ja zeitgleich mit dem 1. Tag eines neuen Zyklus. Danach kam nichts mehr. Dann setzte ich im Frühling 2009 die Zoladex nach etwas mehr als 3 Jahren ab. Die Periode kam dann ca. 6 Monate später, im Dezember 2009, wieder. Zunächst in sehr unregelmäßigen Zyklen (abwechselnd sehr kurz und dann wieder sehr lang), mit unglaublichen Blutungen und großen Kreislaufproblemen. Nach ca. 6 Monaten „stabilisierte“ sich der Zyklus-Rhythmus und wurde ziemlich regelmäßig (29 Tage +/- 1 Tag), die Kreislaufprobleme nahmen ein bisschen ab, blieben aber im Großen und Ganzen. Ende Dezember 2010 nahm ich dann meine letzten Tamoxifen-Tabletten. Das Absetzen bewirkte wieder eine kurzweilige Unregelmäßigkeit und Zwischenblutungen. Jetzt, nach 5 Monaten, scheint es aber wieder regelmäßig zu werden. Die Blutungen sind auch nicht mehr soooo stark und das mit dem Kreislauf lässt sich einigermaßen in den Griff kriegen, ich bin aber guter Hoffnung, dass das Monat zu Monat noch besser wird. 🙂

Knochenbrüche usw.:
*klopf *klopf* auf Holz. Seit 2010 war nichts und ich hoffe, dass es dabei bleibt. Ich schaue aber auch, dass ich kaum oder wenig Absätze trage, um meine Füße/Knöchel so wenig wie möglich zu belasten und um mir Stabilität zu geben. Natürlich wiege ich auch weniger, meine Füße müssen weniger kg „tragen“ 😉

Depressive Verstimmungen, „Down“-Tage:
Werden immer weniger. Und sind bei weitem nicht mehr so intensiv. Momentan erlebe ich wieder eine Hoch-Phase, und ehrlich, mir fällt gerade nicht ein, wann ich meine letzte Down-Phase hatte? Nach Absetzen der Zoladex wurde es relativ schnell sowieso extrem besser. Das hat man ganz enorm gemerkt. Schlechte Phasen hatte ich dann v. a. noch vor und während anstehender Arzttermine, bzw. wenn die Ergebnisse der Untersuchungen unklar waren und sich hinzogen (ihr erinnert Euch sicher noch an letzten Dezember mit der Mammographie). Aber das waren alles eher schlechte Zeiten, die nicht von den NW der AHT ausgelöst wurden, sondern einen konkreten Anlass hatten (schlechte Nachrichten, Ärger mit der Arbeit, Ärger mit Freunden…), der Sorgen bereitete.

S*e*xualität.
Was soll ich Euch sagen?  Es hört sich vielleicht bescheuert an. Vielleicht auch, weil man am wenigsten über diese Nebenwirkung der AHT berichten mag, da sie einfach zu intim ist. Aber die fehlende L*i*bido, extreme S*c*h*eidentrockenheit und die Schmerzen zählten für mich zu den allerschlimmsten NW, weil sie a) eine körperliche Dimension einnahmen, b) psychisch enorm belasteten und c) eine extreme Bewährungsprobe für unsere Liebe und Ehe waren. Nicht zu vergessen, dass der Beginn der AHT fast zeitgleich mit unserer Hochzeit und den Flitterwochen zusammenfiel, und dass wir eigentlich einen großen Kinderwunsch hatten, weswegen ich wenige Monate vor der Brustkrebs-Diagnose, im Herbst 2005, schon die Pille abgesetzt hatte und mir eine Röteln-Impfung verpassen ließ (ich hatte keinen Röteln-Schutz). Und dann kam eben die Nachricht der Brustkrebs-Erkrankung…

Das hieß:
– keine Kinderplanung mehr
– unbedingt geschützten S*e*x, da eine Schwangerschaft zwar unwahrscheinlich, aber eben doch nicht unmöglich war (es gibt sehr seltene Einzelfälle und meine Hormonwerte waren unter der AHT trotz Menstruations-Ausfalls nie postmenopausal)
– Verhütung aber NUR „mechanisch“, so dass bei uns nur noch K*o*ndome zur Auswahl standen (meine Ärztin riet mir von der Spirale ab)
– DAS dann zusätzlich zum veränderten, sehr negativen Körpergefühl (man fühlt sich nicht mehr „schön“, ich hatte ein sehr gespaltenes, negatives Verhältnis zu meiner Brust)
– die fehlende, absolut nicht mehr existierende Lust (über Jahre!)
– die Schmerzen…
…was alles dazu führte, dass man die Häufigkeit der Zweisamkeit innerhalb eines Jahres an vermutlich nur einer Hand abzählen konnte… 😳  Begging

Mit Absetzen der Zoladex im Frühjahr 2009 dauerte es einige Monate, bis plötzlich wieder so etwas wie „Lust“ aufkam. Aber immerhin! Im letzten Jahr der AHT konnte man die Häufigkeit der Zweisamkeit vielleicht schon an zwei Händen abzählen…  Mit Absetzen des Tamoxifen kam dann der ganze Wandel. Oh mein Gott, ich wusste schon gar nicht mehr… 😀 Gemerkt hatte ich es schon recht schnell, „schön“ wurde es dann richtig ab unserem Frankreich-Urlaub an Ostern. Und jetzt, tja, hm… man könnte fast sagen, dass wir unsere „verlorenen“ Flitterwochen nachholen. 😉

——–

Was will ich mit all dem sagen: Es war schlimm. Sehr schlimm. Es waren furchtbare Jahre. Aber wir haben sie durchgestanden. Wir haben es geschafft. Wir haben sie hinter uns. Und langsam aber sicher merken wir, dass es wieder so werden kann wie früher. Obwohl man sicher nie wieder ganz so wird wie früher. Nicht 100%. Was wir durchgemacht haben, das geht nicht spurlos an einem vorbei. Auch wenn es einem plötzlich wieder gut geht. Aber man lebt wieder „richtig“. Man blickt uneingeschränkt in die Zukunft. Man denkt nicht mehr jeden Tag, auch nicht mehr jede Woche an diese bescheuerte Krankheit. Sie ist irgendwo noch da, aber sie ist Nebensache. Sie interessiert noch, aber sie dominiert nicht mehr. Zum Glück!

Mädels, man schafft es. Man erreicht es. Es ist sauschwer, aber habt Geduld. Gebt Euch Zeit. Nehmt Euch alle Freiheiten, die ihr braucht. Erlaubt Euch alles. Und Ihr dürft von Eurer Umwelt verlangen, Rücksicht zu nehmen. Ihr dürft das! Und wer Euch liebt, wird diese Rücksicht sowieso zeigen, ohne dass Ihr sie erst einfordern müsst. Allen, die gerade diesen schweren Weg gehen, den ich nur zu gut kenne, wünsche ich enorm viel Kraft. Seid zuversichtlich. Wie gesagt: man kann es schaffen. Und das Leben ist wunderschön!

Eure

Masca

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Ich habe mich rar gemacht, ich weiß… sowohl hier, als auch in meinem anderen Blog, als auch in den Blogs, in denen ich mitlese. Das tut mir sehr, sehr Leid. Momentan habe ich einen enormen beruflichen Aufschwung. Ich habe mich ja im September selbstständig gemacht und es scheint, dass ich in den vergangenen 1,5 Monaten richtig durchgestartet bin. Diese Woche habe ich erstmals sogar einen Auftrag abgelehnt… aber das ist alles ein anderes Thema, über das ich hier momentan noch nicht schreiben wollte. Das nur zur Erklärung, warum es so still geworden ist um mich. Dennoch: ich lese – manchmal mit mehreren Tagen Verzögerung – überall noch mit, und versuche, so gut es geht, immer am Ball zu bleiben, wie es Euch allen da draußen in der Bloggerwelt so geht…

Heute komme ich zwangsläufig wieder dazu, etwas zu schreiben, denn ich liege – wieder mal – mit einem Aua im Bett und habe demnach Zeit.

Neuere Leser meines Blogs wissen es vielleicht nicht, aber ich habe während meiner 5jährigen AHT, die ja seit Januar beendet ist, mehrfach Probleme mit Knochen usw. gehabt. So hatte ich einen ziemlich besch* Hexenschuss im Dezember 2006, eine nicht ganz so lang andauernde, aber dennoch schmerzhafte Rippenzerrung im Januar 2007, einen komlizierten Fußbruch mit mehrmonatiger Krankschreibung im März 2008, eine weitere Verstauchung des (anderen) Fußes 2010… Die Häufung dieser ganzen Wehwehchen machte natürlich hellhörig und es wurde nicht selten der Verdacht geäußert, dass die ganzen Brüche, Zerrungen und Stauchungen mit der AHT direkt oder indirekt zusammenhängen könnten. Eine Knochendichtemessung und ein Zyntigramm blieben aber zum Glück immer ohne Befund. Nun ja, so muss ich also mit meiner Anfälligkeit, vor allem die meiner Fuß-Sprunggelenke (mit denen hatte ich schon mehrfach, auch Jahre vor der Brustkrebsdiagnose, Probleme) leben.

Was mich nun aber tierisch ärgert ist, dass ich nicht „nur“ mehr auf meine Füße achten muss – sondern auch auf meinen Rücken. Heute hat sich nämlich der Hexenschuss zurück gemeldet, und das nicht leise 👿 Was passiert ist?

Ich hatte heute Vormittag nach mehreren Down-Tagen (*wink* zu Hustelinchen, mir ging’s ähnlich wie Dir…) eine ganz fantastische Zeit, denn ich war mit meinem Timmy auf der Haustiermesse. Heute durften die Gäste der Messe in das Agility-Training eines der besten Vereine Spaniens reinschnuppern und mitmachen. So stellten wir (Timmy und ich) uns in die Warteschlange, denn seit Langem hege ich schon den Verdacht, dass Timmy das Zeug zu Agility hat. Nicht, dass ich Ambitionen hätte, an Turnieren teilzunehmen – es geht mir darum, dass ich merke, dass sich timmy mehr und mehr langweilt und einfach nicht ausgelastet ist. Er zieht sich dann immer mehr zurück, wird lustlos und so… und das tut mir im Herzen weh. Also dachte ich heute: Los! Mal ausprobieren! Wäre ja auch ein tolles Hobby für JR und mich :mrgreen:

Tja, die Hündchen und Hondchen vor Timmy waren alle etwas… äh…. lahmarschig 😉 Im schlimmsten Fall ließen sie sich nicht von Ort und Stelle bewegen, auch nicht mit Leckerli. Im besten Fall tappsten sie vorsichtig auf die Brücke und schnüffelten an den Hürden.

Und dann kam Timmy. ♥

Der stand schon lange wild mit dem Schwänzchen wedelnd in den Startlöchern. Als es dann losging – ich bekam zu jeder Hürde einen neuen Trainer zur Hand – war kein Halten mehr. Timmy rennt (!) auf die 1,50 m hohe Brücke rauf, die Schiene entlang, und dann wieder runter. Ich muss richtig mitrennen (er ist ja noch angeleint). Angekommen, pflanzt er sich – brav wie er ist – mit erwartungsvollen, großen Augen vor den Trainer hin, denn er weiß: der hat ja Leckerli in der Hand 😉 Bekommt seine Belohnung, lässt sich umdrehen und rast die gleiche Strecke wieder zurück. Gleiches Spiel. Und ein drittes Mal. Die Leute in der Warteschlange und im Zuschauerbereich staunen ♥ *stolzbin* Der Trainer strahlt. „So ein toller Hund! So ein braver Hund!“ „Wow“ „Wahnsinn!“ ich platze vor Stolz… ♥♥♥

Dann das Slalom. Mit Hilfe eines Tennisballs. 1a geklappt, und das in einem Tempo!

Dann die kurze Röhre. Die flößte ihm Respekt ein, mit Überredungskünsten lief er aber 3x durch. Dann die lange Röhre. DAS war die einzige Übung, die er nicht machen wollte. Der kleine Schisser…. 😉

Dann Hürdenspringen. Kein Problem. Kein unten durch kriechen. Kein außenherumlaufen. Und das Anfangstempo wieder zurück.

Dann eine riesige Pyramide. Die war steil und mind. 2m hoch. Springt der Knilch doch über eine Hürde, rast auf die Pyramide zu, rauf, direkt auf der anderen Seite wieder runter und springt über die nächste Hürde! 😮 Und dann alles wieder zurück. Und ein drittes Mal.

Dann weitere Hürdenspiele. Springen, im Parcours springen, springen und auf einem Tisch kurz innehalten, Sitz, 4 Sekunden warten, wieder runter und über die letzten Hürde springen.

Wow wow wow wow sage ich nur. ALLE Trainer waren begeistert. ICH aus dem Häuschen. Und TIMMY strahlte, wie ein Hund nur strahlen konnte. WOW! DAS ist es. DAS will ich machen.

Tja. ICH will. Aber mein Rücken nicht! 😥 Ich muss irgendeine ganz ganz doofe Bewegung gemacht haben. Timmy legte ja ein tolles Tempo vor, ich musste sogar mehrfach die Leine loslassen, so flitzte er, und mit ihm mithalten, hinterher rennen…

Ich konnte gerade mal so wieder mit dem Auto nach Hause fahren, und Timmy gerade mal so in und später wieder aus seinem Kennel im Kofferraum befördern. 😦

Nach dem Mittagessen ging gar nichts mehr. Ich bin direkt ins Bett, hab ne Paracetamol genommen (Ibuprufen gab’s nicht mehr im Haus, hat mein lieber JR später aber von der Apotheke mitgebracht), 2 Stunden geschlafen. Ich kann jetzt im Bett sitzen und seitlich liegen, gelegentlich auch auf dem Rücken. Aber jede kleinste Veränderung, jede Bewegung überlege ich mir vorher 3x gut. Es tut sauweh und wenn das jetzt mehrere Tage anhält, dann gute Nacht!

Und was wird jetzt mit dem Agility? Der Club, der es veranstaltet hat, ist nur 10 Autominuten von uns entfernt. Clubgebühr ist 35,00 € im Monat. Ist das viel? Für uns ist das eigentlich schon viel Geld. Aber… wenn man in ein Fitness-Studio geht (was wir noch nie gemacht haben) oder sich sonst für irgendeinen Sport irgendwo anmeldet, zahlt man doch auch drauf… Das Agility-Zentrum wäre zur Nutzung dienstags und donnerstags abends (da können wir bis mind. Juni nie!) und samstags vormittags (der einzige Termin, den wir wahrnehmen können). Und dann mein Rücken: wenn ich mit Timmy nicht mitlaufen kann, bringt’s das doch auch nichts? JR findet Agility toll, aber ist nicht so Feuer und Flamme dabei wie ich. Und Timmy hört mehr auf mich als auf JR. Ach Sch* 😦 Ich weiß, dass ich jetzt und heute nix entscheiden muss. Aber ich würde es gerne…

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Die nächste Mühle

Kaum hab ich die 5 Jahre AHT endlich hinter mir, beginnt schon, sich das nächste Mühlenrad zu drehen.

Bei meinem letzten Kontrollbesuch bei meiner Gyn im November erzählte ich ihr von den sehr quälenden Krämpfen in Füßen, Waden und Schienbein-Bereich, die mich nicht häufig, dafür aber heftig gelegentlich heimsuchen. Dr. FlowerPower überwies mich deswegen zu einer Internistin und erwähnte etwas von „vielleicht ist das dieses Restless Legs Syndrom.“ Einen Zusammenhang mit Tamoxifen oder allgemein mit der AHT sah sie nicht.

Den Termin bei der Internistin hatte ich heute Vormittag. Es ist eine sehr nette Ärztin, die sich sehr viel Zeit genommen hat – ich war immerhin 30 Minuten in ihrem Sprechzimmer im Krankenhaus. Eine lange, ausführliche Anamnese, bei der alles mögliche gefragt wurde und nicht nur das übliche „Rauchen Sie?“ und danach eine eingehende Ganzkörper-Untersuchung mit Abhorchen an Brust und Rücken, Betasten von Bauch und Unterleib und Betasten der Beine. Als sie meine riesigen Hämatome an den Füßen sah, die ich seit dem Bänderriss am Sprunggelenk links, der Bänderzerrung am Sprunggelenk rechts (beides vor 10-12 Jahren) und den beiden Knochenbrüchen im Fuß links (2008) nicht mehr los geworden bin, erschrak sie wirklich und meinte, dass das – zusammen mit allen anderen Dingen, die ich ihr erzählt hatte (z. B. meine Gewichtszunahme und danach wieder -abnahme), und zusammen mit ihrem Eindruck beim Ertasten meiner Beine – ganz klare Zeichen für Probleme mit der Zirkulation des Blutes zu tun haben. Einen Zusammenhang mit Tamoxifen schließt sie nicht aus, denn diese Probleme tauchen wohl auch bei starken hormonellen Schwankungen auf, sie kann diesen aber auch nicht bestätigen. Deswegen werde ich jetzt eingehender untersucht. Und das meinte ich mit dem neuen Mühlrad. Jetzt geht es von Neuem los mit Untersuchungen etc. p. p. Als nächstes werden gemacht:

– ein erneutes, ziemlich großes Blutbild, in dem auch wieder die Hormone und anderes untersucht werden sollen

– ein Lungen-Röntgen

– ein „Ecodopler“ der Beine, irgendein Spezial-Ultraschall der Beine, bei dem die Blutgefäße und Nervenbahnen (glaub ich?) genauer untersucht werden können

– ein „EMG“ der Beine – ich hab den Namen vergessen, fragt mich nicht… da werden wohl Nadeln in die Beine gepiekst

– Anfang März dann wieder Sprechstunde bei der Internistin.

Das kommt jetzt noch dazu zu dem, was eh noch offen war, nämlich der jährliche vaginale Ultraschall nächste Woche (und der erste seit Absetzen von Tamoxifen), Kontrollbesuch bei der Gyn Dr. FlowerPower Anfang Februar, Brustultraschall zur Abklärung der Geschichte in der linken Brust irgendwann im Mai oder Juni und Kontrollbesuch beim Onkologen Dr. Fernsehkoch.

Ach ja, und nicht zu vergessen die monatlichen Sitzungen bei der Psychologin Dr. Pannenhilfe. (…aber die möchte ich nicht missen 😉 ).

Ich möchte, dass das endlich mal aufhört. Bitte. Danke.

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Mehr als zwei Wochen sind vergangen, seit ich meine letzte Tamoxifen-Tablette genommen habe. Symbolisch sollte der 31. Dezember „der letzte Tag“ sein und Silvester sollte eine supergeile Feier werden. Leider aber wurde ich schon am 29. krank – am Nachmittag ging es mit äußerst saurem Aufstoßen los, am Abend dann tierische Magenschmerzen und in der Nacht dann die ganze Kübelei, in der ich möglicherweise sogar die Tablette vom 29.12. noch losgeworden bin. Deswegen könnte man auch den 28.12. als „letzten Tag“ ansehen, denn nachdem es mir so schlecht ging  (die Magenschmerzen und das kontinuierliche saure Aufstoßen mit brennender Speiseröhre hielten noch ne ganze Woche an) hab ich dann gar keine Tamoxifen mehr genommen.

Was soll ich sagen – nicht ganz fünf Jahre ist die tägliche Einnahme von Tamoxifen immer zur gleichen Uhrzeit dennoch nicht zu einer „Routine“ geworden. Denn wäre sie es, würde ich seit dem 30. Dezember noch täglich gegen 15 Uhr ständig an diese Tablette denken: „ach, ich muss sie jetzt dann nehmen… ach, nein, muss ich ja gar nicht mehr…“ Nö, nix dergleichen, keine solchen Gedankenverirrungen. Niente 😀 Und das zum Glück! 😉

Stattdessen: Die von mir selbst diagnostizierte Magenschleimhautentzündung hat geschafft, mich um 3 kg zu erleichtern – ich wiege jetzt wieder 67kg, genauso viel wie vor 5 Jahren zu unserer Hochzeit! (…sollte ich mal in mein Brautkleid schlüpfen und gucken, ob es passt? 😉 ). Während der AHT hatte ich ca. 10kg zugenommen und war auf einem Spitzenwert von 77 Komma irgendwas kg gekommen. Nach Absetzen der Zoladex-Spritze brauchte mein Körper 9-12 Monate, um sich neu zu regulieren. Dazu gehörte, dass ab Dezember 2009 meine Regel nach fast 4 Jahren Auszeit wieder einsetzte, aber auch, dass ich wieder abnahm. Insgesamt hatte ich bis Herbst/Winter 2010 geschafft, wieder 7 kg abzunehmen. Kurz vor Weihnachten wog ich so 70 Komma irgendwas. Für mich mein Idealgewicht, da ich sehr groß bin und ich mich damit nicht zu dürr sehe 😉 Tja, und dann kam eben doch noch diese Gastritis. Als ich Anfang Januar auf die Waage stieg (ich steige nicht täglich, auch nicht wöchentlich auf die Waage…)  verschlug es mich die Sprache, denn da waren auch noch die übrigen 3 kg weg… Nun ja, dann sind es halt momentan 67kg. Meinetwegen hätte es bei 70 stoppen dürfen, jetzt geht also der Kampf gegen das Abnehmen, welchen ich seit meiner Kindheit kämpfe, wieder los. Ich kann nichts dafür. Ich gehöre zu dieser seltenen Spezies, die gegen das Abnehmen kämpft, und versucht, zuzunehmen bzw. wenigstens das Gewicht zu halten. Und ich bin jemand, der alles isst und der gerne und viel isst…

Was gibt’s noch Neues? Tante Rosa. Tja, Tante Rosa hatte mich in den ersten 6-8 Monaten von 2010 ziemlich verunsichert, weil sie so unregelmäßig kam. Dann, plötzlich, und zu meiner allergrößten Freude, kam sie gleich vier (oder 5?) Mal super pünktlich alle 30 Tage. Ich habe mich schon ziemlich gefreut, denn nichts ist besser, als auf ihren Besuch vorbereitet zu sein 😉 Bis eben Januar 2011. Da erhielt ich einen verfrühten Überraschungsbesuch: nur 20 Tage hatte der letzte Zyklus gedauert. Mist… Aber… wenn man es genau bedenkt: Tamoxifen hat ja auch einen ziemlichen Einfluss auf den Zyklus. Also verbuche ich diese Unregelmäßigkeit jetzt darauf, dass Tamoxifen weggefallen ist und der Körper sich noch einmal neu einstellen muss. Ok. Akzeptiere ich. Aber bitte, lass die Umstellung nicht wieder 6 Monate dauern 😉 Oki? Danke!

Ansonsten: Es geht mir gut!!!!!!

Viele liebe Grüße an alle treuen LeserInnen:

Masca

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