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Archive for November 2011

Montags-Mutmacher

Wie ihr euch sicher denken könnt, bin ich in den letzten Wochen leider sehr schlecht darin, anderen – und mir selbst – Mut zu machen… deswegen diese vielen Pausen!

Heute möchte ich aber dennoch einen hier lassen. Und es soll ein Rat an mich selbst sein, und an alle draußen, die ihn brauchen können und die ihn vielleicht noch nicht beherzigt haben.

Wenn man irgendwie keinen Ausweg mehr sieht, und sich dann immer mehr und mehr verkrümelt, einkapselt, zurückzieht, so wie ich in den letzten Wochen… dann ist allerhöchste Eisenbahn. Haltet Euch einen Zettel vor Augen: schreibt auf diesen Zettel, welche Menschen euch wichtig sind. Wirklich wichtig. Und dann ergreift die Initiative. Hört auf rumzuüberlegen, die Zeit mit sinnlosen Trauergedanken zu vergeuden. Und greift zum Telefon, oder Handy, oder Facebook… ruft an, mailt sie an, smst sie an… und VERBAREDET EUCH! Hört mit dem Gefühl auf, zu glauben, einsam zu sein. Es gibt Menschen da draußen, in der realen Welt, oft keine 3 Straßen von euch entfernt, die DA sind. Die euch mögen und für euch da sein werden.

Ich habe dieses Wochenende diese Initiative ergriffen und meine englischsprachigen Freundinnen samt Männer zum Adventsbrunch eingeladen. Nur einer (ein Ehemann) konnte nicht kommen, wir waren dann zu acht und ein Baby (und Timmy), und es war sooooo toll! Die Manchasterin hat dann gegen Ende sogar ihre gesamten Pläne über einen Haufen geworfen und das Mittagessen bei Schwiegermutter abgesagt (zu dem dann ihr Mann alleine hin ist) und ist bei 17 Uhr bei uns geblieben… und was soll ich euch sagen. Was, wie und wie viel wir geredet haben, hat mir mehr geholfen als die letzten 5 Sitzungen bei meiner Psychologin 😮 So unverhofft und plötzlich kann es gehen. Man muss nur EINEN Schritt machen, EINMAL über den eigenen Schatten springen. Sie und ich, wir haben viel gemeinsam. Sie ist ungewollt kinderlos und war 1 Jahr in Kinderwunschbehandlung (in dieser Zeit hat sie ähnliche Medikamente bekommen wie ich während meiner AHT); sie hat den gleichen Beruf wie ich und ist ebenfalls mit einem Spanier verheiratet, der – (fast! 😛 ) so wie JR – ein wahrer Engel sein muss; sie singt unglaublich viel und hat mir gestern den Kopf zurecht gerückt, von wegen ich „hätte in den 5 Jahren AHT aufgrund übertrockener Stimmbänder meine Stimme verloren“ (sie hat mich fast gezwungen mit ihr zu singen, sie ist Sopran, ich bin Alt, und meinte: Quatsch! Blödsinn! Du hast eine tolle Stimme, und du hast Technik verloren, weil du soooo viele Jahre nicht gesungen hast! Aber das ist auch alles! 😮 An-den-kopf-klatsch – aber gleichzeitig „kopf zurecht rücken“, das hab ich gebraucht!); ihre Mutter hat Eierstockkrebs und macht gerade eine Chemo durch (die Mutter lebt in Frankreich, sie fährt alle paar Wochen zu ihr um dabei zu sein). usw.

Warum hab ich sie nur nicht früher schon mal angerufen?

Habt Mut. Springt über euren Schatten und habt keine Angst, eure Schwächen denen zu zeigen, die euch mögen, euch unterstützen können, und die euch gut tun!

Eine schöne Woche wünscht Euch

Masca

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Am 21. November erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Rockville – Nach längerer Bedenkzeit hat die US-Arzneibehörde FDA die Zulassung des Krebsmedikaments Avastin (Wirkstoff: Bevacizumab) zur Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms zurückgezogen. Die staatliche Altersversicherung Medicare will die Kosten des Medikaments vorerst weiter übernehmen. Der Hersteller kündigte eine weitere Studie an, die die Vorteile beim Mammakarzinom belegen soll.

Auf 69 Seiten erläutert die FDA ihren Standpunkt, dem zufolge Avastin Frauen mit metastasiertem Mammakarzinom lebensbedrohlichen Nebenwirkung (schwere Hypertonie, Blutungen, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz) aussetzt, ohne dass es einen Beleg dafür gibt, dass der Angiogenesehemmer ihr Leben verlängert oder ihre Lebensqualität verbessert. Die FDA schließt nicht aus, dass Medikament einzelnen Patientinnen hilft, es gebe aber derzeit keine Möglichkeit diese Patientinnen vor Therapiebeginn zu identifizieren.

Die FDA folgt mit ihrer Entscheidung dem negativen Votum einer Gutachtertagung. Die externen Berater der FDA waren mit 6 gegen 0 Stimmen der Ansicht, dass die beiden vom Hersteller durchgeführten Studien die Wirksamkeit von Avastin beim metastasierten Mammakarzinom nicht belegen. Die Experten zogen auch die Sicherheit von Avastin beim Mammakarzinom infrage.

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Am 31. Oktober erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Toronto – Bereits drei Wochen nach einer Rekonstruktion der weiblichen Brust nach einer Tumortherapie steigt das sexuelle und psychosoziale Wohlbefinden der betroffenen Patientin.

Das haben Forscher der University of Toronto herausgefunden und in einer Studie im Fachjournal Cancer (doi: 10.1002/cncr.26417) veröffentlicht. Dieses Ergebnis könnte in Zukunft sowohl der Patientin als auch dem behandelnden Arzt die Entscheidung zu dieser Therapiemaßnahme erleichtern, so die Wissenschaftler.

Brustkrebs ist die die häufigste maligne Tumorerkrankung der Frau. Um der psychologischen Gesundheit der Patientin nach einer Brust-OP gerecht zu werden, bieten zertifizierte Brustkrebszentren Rekonstruktionen der Brust an, bei denen die Chirurgen körpereigenes Material aus dem Abdomenbereich der Patientin verwenden können.

(…)

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Am 27. Oktober erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Bonn – Eine neue Information für Patientinnen mit Brustkrebs und ihre Angehörigen hat die Deutsche Krebshilfe herausgegeben. Die Betroffenen hätten viele Fragen, etwa über die Heilungschancen und Therapien, über Nebenwirkungen, Nachsorgemaßnahmen und über die Möglichkeiten eines Brust-Wiederaufbaus.

Der neue Patienten-Informationsfilm „Brustkrebs“ beantworte diese Fragen. „Dieser Film soll Betroffenen und ihren Angehörigen zeigen, wie sie ihren eigenen Weg im Umgang mit der Krank­heit finden“, sagte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe. Die offenen und sehr persönlichen Schilderungen der betroffenen Frauen und Männer seien dabei eine große Hilfe.

Ergänzend zum Hauptfilm enthält die neue DVD kurze Bonusfilme unter anderem zu den Themen „Chemotherapie“, „Zusätzliche Heilmethoden“, „Patienten und Ärzte als Partner“ sowie einen Film der Krebs-Selbst­hilfe­organisation Frauenselbsthilfe nach Krebs zum Thema „Krebs­kranke Frauen und ihre Kinder“. Interessierte können die DVD kostenfrei anfordern. © hil/aerzteblatt.de

Quelle

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Am 11. November erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Stanford – Bislang katego­risierten und bewerteten Patho­logen die Eigenschaften von Brustkrebs und die Prognose der betroffenen Personen.

Nun entwickelten Wissen­schaft­ler um Andrew Beck von der Stanford School of Medicine einen Computer, der zumindest im Studiendesign signifikant bessere Ergebnisse zeigte als die menschliche Analyse der Brustkrebsgewebeproben.

Die Ergebnisse der Studie erschienen in der Zeitschrift Science Translational Medicine (DOI: 10.1126/­scitranslmed.­3002564).

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Am 22. November erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Quebec – Ein Antikörper gegen ein mit dem Parathormon verwandtes Protein („PTHrP“) kann möglicherweise das Brustkrebswachstum und die Metastasierung des Karzinoms verlangsamen. Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Richard Kremer von dem Research Institute of the McGill University Health Centre. Sie publizierten ihre Ergebnisse im Journal of Clinical Investigation (doi:10.1172/JCI46134).

Komplikationen beziehungsweise schlechte Prognosen bei Personen mit Brustkrebs hängen oft mit Metastasen in Lunge, Knochen und der Leber zusammen.

Die Forscher konnten nun zeigen, dass eine hohe PTHrP-Konzentration an Schlüsselschritten der Brustkrebsinitiation, Progression und dem Metastasenwachstum beteiligt ist. Sie vermuten, dass eine Konzentrationsreduktion dieses Hormons Brustkrebsrezidiven und einer Metastasierung vorbeugen könnte.

(…)

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Freitags-Füller #138

Hallo Ihr Lieben, momentan komme ich leider zu nichts, damit aber wenigstens irgendwas hier steht, mal wieder ein Freitags-Füller…

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Die Idee stammt von Barbara und in ihrem Blog Scrap Impulse könnt ihr sehen, wer noch alles mitmacht.

1. Nächste Woche und übernächste Woche wird noch gearbeitet, danach habe ich eine Woche URLAUB!

2.  Meine depressive Stimmung hält nun mit gelegentlichen Aufs zwischendrin immer noch an, und das ist ärgerlich, es gäbe so viele Dinge, die ich gern tun würde, wenn ich könnte wie ich wollte.

3. Es riecht nach Weihnachten wenn  ich Orangen um mich habe und Zimtkerzen brennen.

4.  2014 oder 2015 haben wir dann endlich auch in unserer Stadt ein IKEA.

5.  Es läuft  derzeit irgendwie. Nicht optimal, aber es läuft.

6. Man muss daran festhalten und daran glauben, dass es weitergeht, und dass man wieder aufstehen wird, immer und immer wieder.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ausruhen, ich war diese Woche etwas krank, morgen habe ich unsere erste Stunde beim Hundetrainer und danach Besuch bei Schwägerin geplant und Sonntag möchte ich mit Freundinnen auf einen englischen Weihnachtsmarkt gehen, während mein Mann wählen geht, und dann bei Mama zu Mittag essen!

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