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Archive for März 2011

Letzte Woche flatterte die neue Mamma Mia ins Haus und sofort sprang mir der Titel eines Artikels ins Auge: „Muzinöse, papilläre und medulläre Karzinome. Seltene Brustkrebsarten und ihre Merkmale“

Endlich! Endlich wird in dieser (guten!) Brustkrebszeitschrift auch über meine Krebsart berichtet. Und was soll ich sagen, sogar nach über 5 Jahren seit meiner Diagnose und 3 Monaten nach Ende meiner AHT erfahre ich Sachen, die ich gar nicht gewusst habe. Ich will nur stichpunktartig daraus zitieren und kurz mit meinem Fall vergleichen.

Zu Beginn des Artikels wird detailliert erklärt, wie Mammakarzinome entstehen, das kopiere ich jetzt nicht hierher, auch wenn es sehr interessant ist (Betroffene: ich rate Euch sowieso, diese Zeitschrift zu kaufen/abonnieren).

(…) Tumoren, die aus dem Epithelgewebe entstehen, nennt man Karzinome – beim Ursprung in der Brust – Brustkrebs oder Mammakarzinom. Entstehen die Tumoren in den Drüsenläppchen (= Lobuli), werden sie als lobuläre Karzinome klassifiziert. Ensteht der Brustkrebs in den Gängen (= Ductuli), die das Secret der Läppchen zur Brustwarze führen, nennt man sie ductale Karzinome. Dies sind die beiden häufigsten Karzinomtypen der Brustdrüse.“

Ich dachte immer, ich war gut informiert. Dennoch war mir nie richtig klar, was denn nun der Unterschied zwischen einem ductalen Karzinom und einem anderen, z. B. meinem ist. Dank der detaillierten Erklärung, wie überhaupt Brustkrebs entsteht, und der Gegenüberstellung „häufige“ Karzinome und „seltene“ Karzinome (kommt gleich), ist mir jetzt das meiste klar!

Kann man den Ursprung nicht mehr exakt bestimmen oder hat der Tumor die charakteristischen  Eigenschaften des Ursprungsgewebes verloren, benennt man ihn nach seinem Wachstumsmuster. Mit dieser Systematik werden zwar viele verschiedene, aber selten vorkommende Tumoren erfasst. Wichtig sind insbesondere die muzinösen, papillären und medullären Karzinome, da es deutliche Unterschiede in der Klinik, Bildgebung der Therapie und der Prognose gibt. Den drei Tumortypen gemein ist ein seltenes Auftreten. Sie machen zwischen ein und zwei Prozent aller Mammakarzinome aus.“

So, da haben wir also meinen muzinösen Karzinom – als er damals „entdeckt“ wurde, wurde mir gesagt, „seien Sie unbesorgt, das ist mit Sicherheit, also zu 99% ein Fibroadenom! Sie sind ja noch jung, das ist bestimmt alles in Ordnung.“ Tja, und so lebte ich über ein Jahr mit einem angeblichen Fibroadenom, da dieser 1% nicht ernst genommen worden war.

HISTOLOGIE. (…) Die muzinösen Karzinome bestehen aus Zellen, die einen zähen Schleim produzieren und dann wie kleine Inseln in großen Schleimseen schwimmen. Aufgrund der Schleimbildung fühlt sich der Tumor weich an und wird deshalb häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt. (…)“

Als mein Knoten erstmals im Dezember 2004 ertastet wurde – er befand sich außerdem in einer äußerst unzugänglichen, schwierig ertastbaren Region, direkt im „Knick“ der Brustfalte, und konnte dadurch nicht immer ertastet werden – war er ca. 1 cm groß, also noch sehr klein. Hätte man damals schon dieses 1% Restrisiko doch ernst genommen, wäre vieles vermutlich noch anders/besser gelaufen!

KLINIK. Während das mittlere Erkrankungsalter der Frauen bei papillären und muzinösen Karzinomen bei über 60 Jahre liegt, erkranken überwiegend jüngere Frauen an medullären Karzinomen (45 bis 52 Jahre). Medulläre und papilläre Karzinome werden meist entdeckt, wenn sie einen Durchmesser von 2cm aufweisen, muzinöse Karzinome sind bei Erstdiagnose häufig größer.“

Als im Januar 2006 endlich mal ein Arzt darauf bestanden hatte, es war ein Radiologe, das scheinbare Fibroadenom per Stanze zu analysieren, um das 1% Restrisiko auszuschließen, war ich 33 Jahre alt (!) und der Karzinom war auf 2,1cm gewachsen. Ich hatte dank dieses Radiologen – ich werde ihm das nie vergessen – ein riesen, riesen Glück! Zu dieser o. g. 1-2% Rarität von muzinösen Karzinomen kam also zusätzlich dazu, dass ich eine doppelte Rarität hatte, denn ich war absolut zu jung für so einen Karzinom.

BILDGEBUNG UND DIAGNOSTIK. In der Mammographie weisen sowohl die medullären als auch die muzinösen Karzinome eine mehrknotige Konfiguration auf und sind in der Peripherie scharf begrenzt – dies führt nicht selten zu der Missinterpretation einer gutartigen Läsion. Sie können also aussehen wie Fibroadenome, die absolut gutartig sind. (…) Die therapieentscheidende Abklärung kann nur durch eine feingewebliche Untersuchung unter dem Mikroskop erfolgen. Dazu ist eine minimal invasive Entnahme eines Gewebezylinders (…) unter lokaler Betäubung erforderlich.“

Wie oben geschrieben, wurde „mein“ Knoten über 1 Jahr für ein gutartiges Fibroadenom gehalten. Mein jahrelanger Gyn des Vertrauens meinte das, eine Radiologin in Deutschland, zu der er mich geschickt hatte und die eine Mammo und eine Sonographie vorgenommen hatte, meinte das, und 3 Monate später einer Radiologin in Spanien, zu der ich aus Eigeninitiative gegangen bin, und die ebenfalls eine Mammo und eine Sono gemacht hatte, meinte das. Im November 2005 ertastete ich plötzlich ohne Schwierigkeiten den Knoten und interpretierte dadurch, dass er gewachsen sein musste. Im Dezember 2005 war ich wieder in Deutschland und mein Gyn bestätigte das Wachstum, schickte mich wieder zur Radiologin. Das gleiche Spiel: ja, gewachsen, ist aber doch „nur“ ein Fibroadenom. Ich erwähnte (!) unseren Kinderwunsch, aufgrund dessen der Knoten „vorsorglich“ trotzdem rausgenommen werden sollte, und kam kurzfristig in einer speziellen Frauenklinik unter. Der dortige Radiologe bestand dann auf die Stanze, um noch vor der OP das 1% Restrisiko auszuräumen. Dadurch und dank der rasend schnell vorgenommenen Histologie innerhalb von 2 Tagen, erfuhr ich die wahre Diagnose im Januar 2006.

THERAPIE. (…) Während medulläre Karzinome in der Regel nicht hormonabhängig sind, zeichnen sich papilläre und muzinöse Karzinome durch eine hohe Rezeptorexpression aus, das heißt, sie sind stark hormonabhängig. Daher kommt für beide Karzinome eine AHT (Tamoxifen für die jüngere Patientin, Tamoxifen und Aromatasehemmer eher für die ältere Patientin) in Frage. (…)

Ich erhielt 5 Jahre Tamoxifen und gleichzeitig 3 Jahre Zoladex. Das Zoladex wurde wegen meines jungen Alters – 33 Jahre, und nicht über 45 Jahre und somit klar prämenopausal – mit verabreicht, um die künstlichen Wechseljahre herbeizuführen. Aufgrund der extrem guten und hohen Wirksamkeit einer AHT und der im Vergleich nur minimal besseren Wirksamkeit einer Chemotherapie, und aufgrund der besseren Lebensqualität und geringeren Nebenwirkungen unter nur einer AHT, lehnte ich die Alternative einer doppelten Therapie Chemo+AHT, die mir vorgeschlagen (und nur wegen meines jungen Alters nahe gelegt) wurde, ab.

PROGNOSE. (…) Die Zehn-Jahres-Überlebensrate für Frauen mit einem muzinösen Karzinom liegt bei 80 bis 90 %, beim medullären Karzinom etwa bei 50 bis 70 %. Verlässliche Zahlen für das papilläre Karzinom liegen derzeit nicht vor.

Diese Zahlen kannte ich. Die 5-Jahres-Überlebensrate ist sogar noch höher. Uff. Ich hatte echt Glück!

GENETIK. Eine genetische Veranlagung ist bisher nur für das medulläre Karzinom bekannt, bei dem eine Assoziation mit dem Brustkrebsgen BRCA1 nachgewiesen werden konnte.

Das wusste ich nicht, und da fühle ich mich jetzt bestätigt. Ich habe für mich persönlich (!!!) immer eine Analyse der genetischen Veranlagung abgelehnt – nun weiß ich, dass das bei einem muzinösen Karzinom vermutlich eh nix bringt 🙂

DANKE den Autoren Dr. Susanne Braun und Prof. Dr. Christian Jackisch für diesen für mich persönlich so wichtigen und informativen Artikel!

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Am 4. März erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Leeds – Eribulin, ein neuartiges und mit vielen Vorschusslorbeeren bedachtes Zytostatikum, hat in einer Phase-III-Studie die Überlebenszeit von mehrfach vorbehandelten Patientinnen mit fortgeschrittenem Mammakarzinom nur marginal verlängert. Die jetzt im Lancet (2011; doi: 10.1016/S0140- 6736(11)60070-6) publizierten Ergebnisse einer Phase III Studie haben in den USA zur Zulassung geführt, die für Europa bevorsteht.

(…)

Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.

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Am 2. März erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Minneapolis – Eine prospektive Kohortenstudie zeigt, dass Tabakrauchen die Entwicklung des postmenopausalen Mammakarzinoms fördert. Nach der Publikation im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2011; 342: d1016) sind nicht nur aktive und ehemalige Raucherinnen gefährdet. Auch bei einer langjährigen passiven Exposition war das Risiko erhöht.

Es ist bekannt, dass die Karzinogene des Tabakrauchs in die Blutbahn gelangen und damit auch fern der Lunge das Krebswachstum stimulieren können. Die Brustdrüse gehörte bisher nicht zu den betroffenen Organen, obwohl tierexperimentelle Studien zeigen, dass das Gewebe anfällig für ein Krebswachstum ist.

Vor allem die Zeit zwischen der Pubertät und der ersten Schwangerschaft gelten als eine vulnerable Phase. Dies zeigt sich auch in der Auswertung der Beobachtungsstudie, die im Rahmen der Women’s Health Initiative durchgeführt wurde.

(…)

Den kompletten Artikel kann man hier lesen.

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Am 7. März erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Bonn –Defizite bei der Betreuung von Patientinnen mit Brustkrebs haben dieDeutsche Krebshilfe, die Deutsche Gesellschaft für Senologie (DGS) und dieFrauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) anlässlich des Welt-Frauentages am 8. März kritisiert.

„Ökonomische Zwänge und immer kürzere stationäre Liegezeiten dürfen die Situation brustkrebskranker Frauen nicht verschlechtern“, forderte Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

„Frauen berichten uns immer wieder, dass sie sich kurz nach der Operation mit ihren Sorgen und Fragen zur Therapie allein gelassen fühlen“, ergänzt Karin Meißler, stellvertretende Bundesvorsitzende der FSH. Kürzer werdende Liegezeiten in Krankenhäusern, im Extremfall nur noch 24 Stunden nach der Operation, seien auch nach Expertenmeinung nicht vertretbar, da der Eingriff mit erheblichen Risiken und Belastungen behaftet sei.

In dieser kurzen Zeit sei keine psychoonkologische Betreuung möglich. Gleiches gelte für die Einbindung von Selbsthilfegruppen in die Versorgungsprozesse. Unzulänglich ist laut Meißler vielfach auch die Aufklärung der Frauen, etwa über Möglichkeiten des Wiederaufbaus der Brust, über Nebenwirkungen der Therapie oder über Art, Umfang und Zeitpunkt der Nachsorgemaßnahmen. Diese mangelnde Patientenorientierung und -beteiligung sei ein großes Problem.

Andererseits sei die medizinische Versorgung durchweg sehr gut. „90 Prozent der Betroffenen werden in qualifizierten Brustzentren behandelt“, sagte Diethelm Wallwiener, Präsident der DGS. © hil/aerzteblatt.de

Quelle

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Im Deutschen Ärzteblatt erschien am 23. März folgender Artikel:

London – Patientinnen mit einem postmenopausalen Mammakarzinom sollten die Hormontherapie mit Tamoxifen unbedingt über die gesamten 5 Jahre durchführen. Eine Beendigung nach 2 Jahren führte in einer randomisierten klinischen Studie im Journal of Clinical Oncology (2011; doi: 10.1200/JCO.2010.32.2933) nicht nur zu einer erhöhten Rate von Brustkrebsrezidiven. Tamoxifen schützte jüngere Patientinnen auch vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Wegen der klimakterischen Beschwerden, die Tamoxifen aufgrund seiner antiöstrogenen Wirkung auslöst, ist die Hormonbehandlung bei den Patientinnen unbeliebt. Die britische Stiftung Cancer Research UK geht davon aus, dass etwa die Hälfte aller Patientinnen die Therapie frühzeitig abbricht. Im der “Over 50s”-Studie wurde untersucht, ob ein Absetzen des Medikaments nach 2 Jahren sicher ist.

(…)

Die jetzt vorgestellten Ergebnisse zeigen: Der frühzeitige Abbruch war mit einem Anstieg der Rezidivrate von 40 auf 46 Prozent verbunden. Auf 100 Frauen, die Tamoxifen über 5 statt 2 Jahre einnehmen, kommen 5,8 Frauen weniger mit einem Tumorrezidiv. Das Risiko eines kontralateralen Mammakarzinoms sank relativ um 30 Prozent.

Die Studie dokumentiert einen Zusatznutzen des Medikaments: Frauen, die die Therapie über 5 Jahre einnehmen, dürfen danach auf eine Minderung ihres kardiovaskulären Risikos hoffen. Diese protektive Wirkung war allerdings nur in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen signifikant.

Hier kam es allerdings um eine Reduktion der kardiovaskulären Ereignisse um relativ 35 Prozent und der kardiovaskulären Todesfälle um relativ 59 Prozent. Es könnte sich für Frauen mit Frühkarzinom demnach ohnen, die klimakterischen Nebenwirkung der Therapie zu ertragen. © rme/aerzteblatt.de

Quelle

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Ich habe mich rar gemacht, ich weiß… sowohl hier, als auch in meinem anderen Blog, als auch in den Blogs, in denen ich mitlese. Das tut mir sehr, sehr Leid. Momentan habe ich einen enormen beruflichen Aufschwung. Ich habe mich ja im September selbstständig gemacht und es scheint, dass ich in den vergangenen 1,5 Monaten richtig durchgestartet bin. Diese Woche habe ich erstmals sogar einen Auftrag abgelehnt… aber das ist alles ein anderes Thema, über das ich hier momentan noch nicht schreiben wollte. Das nur zur Erklärung, warum es so still geworden ist um mich. Dennoch: ich lese – manchmal mit mehreren Tagen Verzögerung – überall noch mit, und versuche, so gut es geht, immer am Ball zu bleiben, wie es Euch allen da draußen in der Bloggerwelt so geht…

Heute komme ich zwangsläufig wieder dazu, etwas zu schreiben, denn ich liege – wieder mal – mit einem Aua im Bett und habe demnach Zeit.

Neuere Leser meines Blogs wissen es vielleicht nicht, aber ich habe während meiner 5jährigen AHT, die ja seit Januar beendet ist, mehrfach Probleme mit Knochen usw. gehabt. So hatte ich einen ziemlich besch* Hexenschuss im Dezember 2006, eine nicht ganz so lang andauernde, aber dennoch schmerzhafte Rippenzerrung im Januar 2007, einen komlizierten Fußbruch mit mehrmonatiger Krankschreibung im März 2008, eine weitere Verstauchung des (anderen) Fußes 2010… Die Häufung dieser ganzen Wehwehchen machte natürlich hellhörig und es wurde nicht selten der Verdacht geäußert, dass die ganzen Brüche, Zerrungen und Stauchungen mit der AHT direkt oder indirekt zusammenhängen könnten. Eine Knochendichtemessung und ein Zyntigramm blieben aber zum Glück immer ohne Befund. Nun ja, so muss ich also mit meiner Anfälligkeit, vor allem die meiner Fuß-Sprunggelenke (mit denen hatte ich schon mehrfach, auch Jahre vor der Brustkrebsdiagnose, Probleme) leben.

Was mich nun aber tierisch ärgert ist, dass ich nicht „nur“ mehr auf meine Füße achten muss – sondern auch auf meinen Rücken. Heute hat sich nämlich der Hexenschuss zurück gemeldet, und das nicht leise 👿 Was passiert ist?

Ich hatte heute Vormittag nach mehreren Down-Tagen (*wink* zu Hustelinchen, mir ging’s ähnlich wie Dir…) eine ganz fantastische Zeit, denn ich war mit meinem Timmy auf der Haustiermesse. Heute durften die Gäste der Messe in das Agility-Training eines der besten Vereine Spaniens reinschnuppern und mitmachen. So stellten wir (Timmy und ich) uns in die Warteschlange, denn seit Langem hege ich schon den Verdacht, dass Timmy das Zeug zu Agility hat. Nicht, dass ich Ambitionen hätte, an Turnieren teilzunehmen – es geht mir darum, dass ich merke, dass sich timmy mehr und mehr langweilt und einfach nicht ausgelastet ist. Er zieht sich dann immer mehr zurück, wird lustlos und so… und das tut mir im Herzen weh. Also dachte ich heute: Los! Mal ausprobieren! Wäre ja auch ein tolles Hobby für JR und mich :mrgreen:

Tja, die Hündchen und Hondchen vor Timmy waren alle etwas… äh…. lahmarschig 😉 Im schlimmsten Fall ließen sie sich nicht von Ort und Stelle bewegen, auch nicht mit Leckerli. Im besten Fall tappsten sie vorsichtig auf die Brücke und schnüffelten an den Hürden.

Und dann kam Timmy. ♥

Der stand schon lange wild mit dem Schwänzchen wedelnd in den Startlöchern. Als es dann losging – ich bekam zu jeder Hürde einen neuen Trainer zur Hand – war kein Halten mehr. Timmy rennt (!) auf die 1,50 m hohe Brücke rauf, die Schiene entlang, und dann wieder runter. Ich muss richtig mitrennen (er ist ja noch angeleint). Angekommen, pflanzt er sich – brav wie er ist – mit erwartungsvollen, großen Augen vor den Trainer hin, denn er weiß: der hat ja Leckerli in der Hand 😉 Bekommt seine Belohnung, lässt sich umdrehen und rast die gleiche Strecke wieder zurück. Gleiches Spiel. Und ein drittes Mal. Die Leute in der Warteschlange und im Zuschauerbereich staunen ♥ *stolzbin* Der Trainer strahlt. „So ein toller Hund! So ein braver Hund!“ „Wow“ „Wahnsinn!“ ich platze vor Stolz… ♥♥♥

Dann das Slalom. Mit Hilfe eines Tennisballs. 1a geklappt, und das in einem Tempo!

Dann die kurze Röhre. Die flößte ihm Respekt ein, mit Überredungskünsten lief er aber 3x durch. Dann die lange Röhre. DAS war die einzige Übung, die er nicht machen wollte. Der kleine Schisser…. 😉

Dann Hürdenspringen. Kein Problem. Kein unten durch kriechen. Kein außenherumlaufen. Und das Anfangstempo wieder zurück.

Dann eine riesige Pyramide. Die war steil und mind. 2m hoch. Springt der Knilch doch über eine Hürde, rast auf die Pyramide zu, rauf, direkt auf der anderen Seite wieder runter und springt über die nächste Hürde! 😮 Und dann alles wieder zurück. Und ein drittes Mal.

Dann weitere Hürdenspiele. Springen, im Parcours springen, springen und auf einem Tisch kurz innehalten, Sitz, 4 Sekunden warten, wieder runter und über die letzten Hürde springen.

Wow wow wow wow sage ich nur. ALLE Trainer waren begeistert. ICH aus dem Häuschen. Und TIMMY strahlte, wie ein Hund nur strahlen konnte. WOW! DAS ist es. DAS will ich machen.

Tja. ICH will. Aber mein Rücken nicht! 😥 Ich muss irgendeine ganz ganz doofe Bewegung gemacht haben. Timmy legte ja ein tolles Tempo vor, ich musste sogar mehrfach die Leine loslassen, so flitzte er, und mit ihm mithalten, hinterher rennen…

Ich konnte gerade mal so wieder mit dem Auto nach Hause fahren, und Timmy gerade mal so in und später wieder aus seinem Kennel im Kofferraum befördern. 😦

Nach dem Mittagessen ging gar nichts mehr. Ich bin direkt ins Bett, hab ne Paracetamol genommen (Ibuprufen gab’s nicht mehr im Haus, hat mein lieber JR später aber von der Apotheke mitgebracht), 2 Stunden geschlafen. Ich kann jetzt im Bett sitzen und seitlich liegen, gelegentlich auch auf dem Rücken. Aber jede kleinste Veränderung, jede Bewegung überlege ich mir vorher 3x gut. Es tut sauweh und wenn das jetzt mehrere Tage anhält, dann gute Nacht!

Und was wird jetzt mit dem Agility? Der Club, der es veranstaltet hat, ist nur 10 Autominuten von uns entfernt. Clubgebühr ist 35,00 € im Monat. Ist das viel? Für uns ist das eigentlich schon viel Geld. Aber… wenn man in ein Fitness-Studio geht (was wir noch nie gemacht haben) oder sich sonst für irgendeinen Sport irgendwo anmeldet, zahlt man doch auch drauf… Das Agility-Zentrum wäre zur Nutzung dienstags und donnerstags abends (da können wir bis mind. Juni nie!) und samstags vormittags (der einzige Termin, den wir wahrnehmen können). Und dann mein Rücken: wenn ich mit Timmy nicht mitlaufen kann, bringt’s das doch auch nichts? JR findet Agility toll, aber ist nicht so Feuer und Flamme dabei wie ich. Und Timmy hört mehr auf mich als auf JR. Ach Sch* 😦 Ich weiß, dass ich jetzt und heute nix entscheiden muss. Aber ich würde es gerne…

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