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Archive for Januar 2011

Schon mal überlegt, sich die Brust vergrößern zu lassen? 🙄 Dann sollte man sich vorher lieber mal das hier durchlesen. Erschienen am Donnerstag, 27. Januar im Deutschen Ärzteblatt:

Rockville – Die US-amerikanische Arzneibehörde FDA prüft derzeit, ob Brustimplantate ein anaplastisches großzelliges Non-Hodgkin-Lymphom (ALCL) auslösen können. Weltweit sollen 60 Fälle dieses sehr seltenen Tumors im Bereich eines Implantates aufgetreten sein. Die American Society of Plastic Surgeons richtet ein Patientenregister ein, um weitere Fälle zu erfassen.

Das ALCL ist ein seltenes Malignom. Das US-National Cancer Institute schätzt, dass auf 500.000 Frauen jährlich eine Erkrankung kommt. Noch sehr viel seltener, nämlich in 3 von 100 Millionen Frauenjahren, ist das ALCL in der Brustdrüse lokalisiert.

(…)

Der FDA sind durch Literaturrecherchen und Meldungen der Ärzte 60 Fälle bekannt geworden. Sie betreffen sowohl mit Kochsalzlösung als auch mit Silikongel gefüllte Implantate. (…)

Die meisten Tumoren wurden entdeckt, weil die Frauen wegen Schmerzen, Schwellungen oder einer Asymmetrie der Brüste einen Arzt aufgesucht hatten. Infolge des Tumors war es zu einem Serom in der Umgebung des Implantats oder zu einer Kontraktur des Brustgewebes in der Umgebung der Kapsel gekommen.

Die FDA rät deshalb den Frauen auf derartige Symptome zu achten. Die Ärzte sollen die Patienten im Fall eines ALCL an ein Patientenregister melden, das die American Society of Plastic Surgeons einrichten will.

Angesichts einer Gesamtzahl von weltweit 5 bis 10 Millionen Implantatträgerinnen stuft die FDA das Erkrankungsrisiko derzeit als sehr gering ein. Ein Verbot von Brustimplantaten steht nicht zur Diskussion, zumal die Behandlungsergebnisse beim kutanen ALCL als gut eingestuft werden. © rme/aerzteblatt.de

 

Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.

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Am vergangenen Mittwoch, 26. Januar erschien folgender Artikel im Deutschen Ärzteblatt:

Seattle – Frauen, die während der Menopause unter klimakterischen Beschwerden leiden, erkranken einer Studie in Cancer Biomarkers, Epidemiology and Prevention (2011; doi: 10.1158/1055-9965.EPI-10-0998) zufolge nur halb so häufig an einem postmenopausalen Mammakarzinom.

Hitzewallungen und Nachtschweiß sind die Folge schwankender Östrogenspiegel in den Wechseljahren. Da Östrogene zu den Risikofaktoren des Mammakarzinoms zählen, vermutete Christopher Li vom Fred Hutchinson Cancer Research Center eine mögliche protektive Wirkung.

Seine Fall-Kontrollstudie an 1.437 postmenopausalen Frauen, von denen 988 an einem Mammakarzinom erkrankt sind und 449 nicht, zeigt in der Tat eine derartige Assoziation: Menopausale Symptome waren mit einem um 50 Prozent verminderten Risiko auf ein invasives duktales Mammakarzinom (Odds Ratio: 0,5; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,3-0,7) verbunden.

Auch die Rate der invasiven lobulären Mammakarzinome war halbiert (Odds Ratio: 0,5; 0,3-0,8). Für das seltenere invasive duktulolobuläre Mammakarzinom wurde nur eine nicht signifikante Minderung des Risikos gefunden (Odd Ratio: 0,7; 0,4-1,2). Für eine Kausalität spricht der Befund, dass die Häufigkeit aller drei Krebsformen mit der Intensität der Hitzewallungen abnahm, also eine Dosis-Wirkungs-Beziehung besteht.

Der Befund mag ein gewisser Trost für jene Frauen sein, die besonders stark unter ihren Wechseljahresbeschwerden leiden. Eine Garantie, dass sie nicht am Brustkrebs erkranken, lässt sich aus der Ergebnissen sicherlich nicht ablesen. Sie sind deshalb auch kein Grund, auf Vorsorgeuntersuchungen zu verzichten. © rme/aerzteblatt.de

Quelle

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Schon letzte Woche Mittwoch hatte ich einen Termin zur gynäkologischen Nachsorge, nämlich den jährlichen Termin zum vaginalen Ultraschall, dem ich seit diesem Erlebnis jedes Mal mit ungutem Gefühl entgegensehe. So auch dieses Jahr, obwohl die letztjährige Untersuchung ja gar nicht mehr unangenehm gewesen war (ich dachte, ich hätte das berichtet, finde aber keinen passenden Artikel dazu 😕 ).

Ich behalte diesen Tag als „Tag der saure-Gurken-Gesichter“ in Erinnerung. Mir sind im Krankenhaus vor der Untersuchung mind. 3 Menschen begegnet (die Schwester bei der Aufnahme und zwei Damen, die mit mir in der Wartehalle waren), die Mienen gezogen haben, als hätten sie saure Gurken zum Frühstück gehabt 🙄 Dementsprechend war auch deren Laune bzw. Verhalten. Die Schwester war staubtrocken, um nicht zu sagen, unhöflich. Und eine der Damen in der Wartehalle hatte ich angesprochen, weil sich das Warten so hinzog. Ich sprach sie auf Spanisch an, und sie antwortete mir auf Katalanisch, was an und für sich kein Problem für mich ist, aber… das Gesicht dazu hättet Ihr sehen sollen… 🙄 Dann stellte sich heraus, dass diese Dame ihre betagte Mutter begleitete, die auf einer Bank saß (die Wartehalle war sowas von voll, dass wir im Stehen! warten mussten). Die Mutter war reizend, aber wie die Tochter diese gleich zwei mal anfuhr (ich fragte mich überhaupt warum, die Mutter sagte „piep“ und die Tochter fuhr sie vor allen Leuten an 👿 )… unmöglich sag ich nur… *kopfschüttel*

Dementsprechend war ich dann schon mal „gewappnet“:
– die Umstände der Untersuchung von vor zwei Jahren in der Erinnerung
– eine Wartezeit von über einer Stunde! (ich musste eine von zwei Unterrichtsstunden kurzfristig absagen und hab dadurch natürlich Geld verloren 👿 )
– die sauren Gurken

Na, das konnte heiter werden.

War es dann tatsächlich, aber im positiven Sinne 😀
Ähnlich wie vor 2 Jahren, und nicht wie letztes Jahr, wo ich nur ein Arzt und eine Schwester  im Untersuchungszimmer hatte, waren dieses Jahr wieder eine ganze „Gruppe“ um mich herum. Allerdings diesmal „nur“ 4 Personen, anstelle von 5: Eine sehr!!! nette Ärztin, eine sehr!!! nette Schwester, eine -vermutlich- junge AiP und ein junger Student. Schon als ich reinkam überraschte mich eine ruhige, entspannte Atmosphäre. Man hatte (anders als vor 2 Jahren), das Licht von vorneherein gedämmt, mich nett begrüßt, sofort gezeigt, dass man meine Krankenakte genauestens gelesen hatte, bevor ich reinkam (das muss ich leider sagen, das ist mir schon öfter passiert, dass dem nicht so war und ich erstmal 5 Jahre Krankengeschichte nacherzählen musste).

Die Untersuchung selbst nahm die AiP vor. Vielleicht war es deswegen so wenig schmerzhaft? Sie war suuuper vorsichtig, die Ärztin stand aber natürlich direkt neben/hinter ihr und überprüfte alles ganz genau. Der Student stand seitlich (!!!) neben dem Ultraschall-Bildschirm und hatte somit eher direkten Blick auf den Monitor als direkten Blick auf meine ****, was natürlich angenehmer war als vor 2 Jahren. Die Ärztin erklärte ihren Studis alles ganz genau, und mir auch, was sie jetzt gerade sahen. Ich hatte wenige Tage zuvor einen Eisprung gehabt, das wusste ich auch wegen der Schmerzen, ich hatte ihn links (hatte ich auch vermutet), und meine Sorge, dass ich trotz allem immer noch unsicher bin bei diesen Schmerzen, denn es könne doch am Ende doch noch eine Zyste oder was anderes, hervorgerufen von den Nebenwirkungen des Tamoxifen sein, diese Sorge nahm sie ernst, räumte sie aber gleichzeitig komplett aus: keine Zyste, auch nichts anderes auffälliges, und ein Bilderbuch-Eisprung – juhuuuuu 😀 Dass mein Zyklus unregelmäßig ist sei normal, nach so vielen Jahren AHT muss der Körper sich neu einstellen. Naja, ich hatte im Herbst bis Weihnachten für wenige Monate lang einen spitzen Zyklus, ich dachte schon: endlich! Endlich ist er pünktlich und es normalisiert sich. Im Januar war er dann aber doch wieder anders – zu kurz. Vermutlich, weil ich Ende Dezember aufgehört habe, das Tamoxifen zu nehmen und sich alles schon wieder neu einstellen muss. Schließlich habe ich fast 5 Jahre dieses Medikament genommen.

Mit einem sehr freundlichen Lächeln, einen Bericht für Frau Dr. FlowerPower (die ich nächste Woche sehen werde), einem Händedruck (selten bei spanischen Ärzten der gesetzlichen Krankenversicherung 🙄 ) und einem ehrlich gemeinten Wunsch für viel Glück, wurde ich dann verabschiedet. Jaaaa!!!! So darf es weitergehen! 😀

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Am 18. Januar erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Heidelberg – Etwa 30 Prozent aller postmenopausalen Mammakarzinome sind einer Fall-Kontroll-Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Cancer Epidemiology (2010, doi: 10.1016/j.canep.2010.11.003) zufolge auf mangelnde körperliche Aktivität und die Hormonersatztherapie zurückzuführen und mithin vermeidbar.

Die Berechnungen beruhen auf den Ergebnissen der Mammakarzinom-Risikofaktoren-Erhebung (MARIE). Mitarbeiter des DKFZ und des Universitätsklinikums Hamburg hatten in den Jahren 2002 bis 2005 3.074 Patientinnen aus den Regionen Rhein-Neckar-Karlsruhe und Hamburg nach ihren Lebensgewohnheiten befragt und die Antworten mit denen von jeweils zwei gesunden Frauen gleichen Alters verglichen.

Frühere Auswertungen hatten bereits ergeben, dass neben Alkoholkonsum und Übergewicht vor allem die Hormonersatztherapie und eine mangelnde körperliche Aktivität die wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren sind.

Der DKFZ-Epidemiologe Benjamin Barnes und Mitarbeiter haben jetzt das bevölkerungsbezogene attributable Risiko (PAR) berechnet. Es beschreibt den Anteil der Erkrankungen, die den einzelnen Risikofaktoren zuzuordnen und (bei modifizierbaren Risikofaktoren) vermeidbar wären.

Barnes führt allein 19,4 Prozent der postmenopausalen Mammakarzinome auf die – inzwischen weitgehend verlassene – Hormonersatztherapie und 12,8 Prozent auf den Mangel an körperlicher Aktivität zurück. Beide Faktoren zusammengenommen seien für 29,8 Prozent der Krebsfälle verantwortlich.

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Am Montag, also gestern, erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Genf – Die frühere Behandlung eines Mammakarzinoms mit Anti-Östrogenen scheint sich im Fall einer späteren Lungenkrebserkrankung günstig auf die Prognose auszuwirken. Dies zeigt die Analyse eines Krebsregisters in Cancer (2011; doi: 10.1002/cncr.25638).

Anlass für die Studie von Elisabetta Rapiti vom Genfer Krebsregister war ein Ergebnis der Women’s Health Initiative. Dort war aufgefallen, dass Frauen, die eine Hormonersatztherapie mit Östrogenen durchgeführt hatten, häufiger an Lungenkrebs erkrankten (Lancet 2009; 374: 1243-51). Im Umkehrschluss könnte dies bedeuten, dass die Therapie mit Anti-Östrogenen einen hemmenden Einfluss auf die Entwicklung von Bronchialkarzinomen hat.

Rapiti hat deshalb die Daten von 6.655 Frauen ausgewertet, die in den Jahren 1980 bis 2003 an Brustkrebs erkrankt waren. Etwa die Hälfte war mit Anti-Östrogenen behandelt worden, die zur Standardbehandlung von postmenopausalen Mammakarzinomen gehören.

40 Frauen erkrankten später an Lungenkrebs. Die frühere Behandlung mit einem Anti-Östrogen, damals in den Regel Tamoxifen, war mit einer um 37 Prozent verminderten standardisierten Inzidenzrate assoziiert, die allerdings das Signifikanzniveau verfehlte.

Für die Lungenkrebssterblichkeit errechnet Rapiti indes eine Signifikante Reduktion um 87 Prozent (95-Prozent-Konfidenzintervall 0,02-0,47). Dieses Ergebnis ist sicherlich beachtlich und da auch viele Lungentumore Hormonrezeptoren exprimieren, ließe sich eine protektiv Wirkung auch erklären.

Die Beweiskraft einer retrospektiven Datenbankanalyse ist jedoch gering, so dass die Studie nur als Grundlage für weitere Studien geeignet sein dürfte. © rme/aerzteblatt.de

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Ebenfalls heute im Deutschen Ärzteblatt erschienen:

Nashville – Brustkrebspatientinnen, die im ersten Jahr nach der Diagnose eine starke soziale Unterstützung erfahren, sterben seltener und haben seltener ein Rezidiv als Betroffene ohne soziales Netzwerk.

Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Meira Epplein von der Vanderbilt University School of Medicine. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Journal of Clinical Oncology (doi: 10.1200/JCO.2010.30.6951).

Die Wissenschaftler beobachteten Patientinnen der Shanghai Breast Cancer Survivor Study. Von 2002 bis 2004 nahmen 2.230 Brustkrebsüberlebende an einem Lebensqualitäts-Survey, sechs und 36 Monate nach ihrer Brustkrebsdiagnose, teil.

Die Frauen beantworteten Fragen zu physischen Problemen wie Schlaf, Ernährung und Schmerzen und zu psychologischen Aspekten wie sozialer Unterstützung. Die Wissenschaftler werteten ihre Antworten im Anschluss aus und erfassten außerdem die Zahl der Studienteilnehmerinnen, die gestorben waren oder ein Brustkrebsrezidiv erlitten.

Die Forscher entdeckten, dass soziales Wohlbefinden mit einem verminderten Sterberisiko und einem reduzierten Risiko für ein Krebsrezidiv einhergingen. Im Vergleich zu Frauen mit geringem sozialen Wohlbefinden hatten Frauen mit sozialer Unterstützung ein um 48 Prozent reduziertes Risiko für ein Brustkrebsrezidiv und ein 38 Prozent niedrigeres Risiko, im Studienzeitraum zu versterben.

Dabei korrelierte die emotionale Unterstützung am stärksten mit einem Rezidiv. „Wir fanden heraus, dass das soziale Wohlbehagen im ersten Jahr nach der Krebsdiagnose ein wichtiger prognostischer Faktor für Brustkrebs-Rezidive oder den Tod ist“, sagte Epplein.

Während ein starkes soziales Unterstützungsnetz die Rate der Krebsrezidive und die Mortalität im ersten Jahr nach der Diagnose beeinflusste, ließ sich nach drei Jahren aber kein statistischer Zusammenhang mehr erkennen. © hil/aerzteblatt.de

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Heute erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Boston – Zu den zahlreichen Krebsarten, die durch die Karzinogene des Tabakrauchs ausgelöst werden, gehört auch das Mamma­karzinom, auch wenn die Hazard Ratios in einer Auswertung der Nurses‘ Health Study in den Archives of Internal Medicine (2010; 171: 125-133) gering ausgefallen sind.

Von den mehr als 110.000 US-Kranken­schwestern, die seit 1976 an der prospektiven Beobachtungsstudie teilnehmen, sind bisher 8.772 an Brustkrebs erkrankt. Fei Xue von der Harvard Medical School in Boston und Mitarbeiter haben die Diagnose zu den Antworten in den Fragebögen in Beziehung gesetzt, die die Krankenschwestern ausgefüllt hatten.

Danach nimmt das Brustkrebsrisiko mit der Zahl der gerauchten Zigaretten zu. Pro 20-Packungsjahre ermittelt Xue einen Anstieg des Brustkrebsrisikos um 6 Prozent. Am deutlichsten war der Einfluss des Rauchverhaltens im Zeitraum zwischen der Menarche und der Geburt des ersten Kindes.

Hier steigt das Brustkrebsrisiko pro 20-Packungsjahren um 20 Prozent an. Nach der Menopause war das Brustkrebsrisiko der Raucherinnen dagegen tendenziell vermindert, was die Autoren auf „antiöstrogenartige“ Effekte zurückführen. Für Passivrauchen wurde kein Einfluss auf die Brustkrebsrate gefunden. ©

Quelle

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