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Archive for September 2010

Nägel mit Köpfen

Finanzamt. Nr. ziehen und Formular kaufen (1 EUR) : 5 Minuten

Finanzamt. Formular ausfüllen und warten: 30 Minuten

Finanzamt. Formular abgeben, Dokumente vorlegen, Unklarheiten klären. Dabei feststellen, dass man in einer Kleinstadt mit Hund doch Hinz und Kunz kennen lernt, was in diesem Fall ein Vorteil war: auf der anderen Seite des Tisches stand zufällig ein mir gut bekannter Hundehalter. 10 Minuten

Finanzamt -> Sozialversicherung: 15 Minuten Fußweg.

Sozialversicherung. Nr. ziehen und warten: 10 Minuten.

Sozialversicherung. Formular bekommen, ausfüllen, Dokumente vorlegen, Unklarheiten klären: 15 Minuten.

…und schwups – bin ich selbstständige Deutschlehrerin geworden. Ab Montag geht’s los mit dem Firmenunterricht. Dieses Wochenende suche ich mir gezielt potentielle Neukunden (Firmen, Institutionen, Schulen) und ab nächster Woche geht’s los mit offensiver Werbung für meine Dienstleistung.

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Entscheidungen

1. Ich habe heute morgen die Stelle abgelehnt. Gestern Abend hatte ich noch lang mit JR darüber gesprochen. Ich hatte permanent versucht, nur die positiven Seiten zu sehen, gleichzeitig aber merkte ich, welches Gefühl von „überfallen worden“ ich durch das Telefonat entwickelt hatte, und JR schaffte es, mir ein bisschen die Augen zu öffnen, nämlich, dass die negativen Seiten durchaus SEHR negativ sind. Nach genauer Durchrechnung der Kosten und des Gewinns, den ich machen würde (fast gar keiner), und der vertraglichen Konditionen, in Anbetracht des weiten Anfahrtsweges und der unmöglichen Unterrichtszeiten (bis 22 Uhr und samstags vormittags) und eine Nacht die ich darüber geschlafen habe, kann ich heute mit klarem Kopf sagen, dass das, was mir angeboten wurde, eine Frechheit war: 800  € brutto für 20 Unterrichtseinheiten à 60 Minuten, schon allein auf die Idee zu kommen, so zu rechnen, also dass 20 Unterrichtsstunden angeblich eine halbe Stelle seien (ich möchte gerne wissen, wie viele Stunden deren Lehrer mit Vollzeitstelle unterrichten? 40?), und dann zu so einem Hungerlohn – nein. Wäre die Akademie in unserer Nähe irgendwo gewesen, wäre ich bereit gewesen, einen besseren Vertrag auszuhandeln und es darauf ankommen zu lassen. Hier aber hat mich die Summe aller negativ-Punkte am Ende abgeschreckt.

2. Morgen mach ich mich selbstständig. JR hat mir versprochen, mich zum Finanzamt und danach zum Sozialamt zu begleiten, wo ich mich überall anmelden muss. Ich habe dem Firmenunterricht endgültig zugesagt, auch wenn er am Ende nicht mehr ganz so toll aussah wie anfänglich versprochen (plötzlich Unterrichtsbeginn am 20.9. und nicht „Anfang September“; plötzlich: „bin im Oktober 2 Wochen im Urlaub“ = anstelle von 2 ganzen Monaten, zwei halbe Monate Unterricht). Egal. Es ist ein Einstieg. JR meint, ich solle es als Investition sehen, ich könne mich jetzt richtig als Freelance Teacher bei allen möglichen Firmen bewerben, möglicherweise würden Gasteinsätze an EOI und ähnlichen Institutionen einfacher werden usw. Wenn ich mich nicht selbstständig mache, verdien ich bei der Firma auch nichts, weil ich dann da nicht arbeiten kann. Wenn ich mich aber selbstständig mache, verdien ich immerhin bei dieser einen Firma in einem halben Monat ca. 100-200 EUR Netto. Und ich muss nicht 100km irgendwo hinfahren (= weniger Stress).

PS: aus dem Intensivschüler ist nichts geworden. Es werden am Ende doch nur 2 Kindergruppen (statt 3). Meine Studenten-Abendgruppe hat sich wieder um 1 Person verkleinert, so dass ich nicht weiß, ob die verbliebenen 3 den nun höheren Preis pro Person aufbringen wollen. Aus zwei weiteren Einzelanfragen ist auch nix geworden (haben sich nie wieder gemeldet, auch nicht auf Nachfrage). Derzeit hab ich also: 2 Kindergruppen à 60 Minuten pro Woche, einen Konversationsschüler 120 Minuten pro Woche, zwei Firmenschülerinnen theoretisch 4×120 Minuten pro Woche (wobei es wegen Urlaub, Feiertage, Generalstreik am 29.9., Firmen-Meetings etc. praktisch viel weniger als das sein wird) und meine Freundin 60 Minuten pro Woche zum Freundschaftspreis. Fraglich dazu die Gruppe 90 Minuten pro Woche.

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WAAAAAAAA

Die haben mich tatsächlich angerufen, die von der Akademie!!!!

Mein Lebenslauf habe ihnen sehr gut gefallen *imkreishüpf*

Wir haben so ein kleines telefonisches Vorstellungsgespräch gehabt, jetzt muss ich mir überlegen, ob es mich noch interessiert! Eingeladen wurde ich auch, allerdings am Dienstag Vormittag, da muss ich mich mit JR kurzschließen, wie wir das mit dem Auto machen…

Pluspunkte:
– Ich hab ihm wohl gefallen 🙂
– es ist zunächst ein befristeter Vertrag für das Schuljahr (Oktober-Juni) auf Probe. Danach, bei Gefallen, kann verlängert werden und evtl. übernommen werden.
– Die Akademie macht bei mir – jedenfalls nach der HP zu urteilen – einen SEHR guten Eindruck
– Ich hab das Gefühl, dass die sehr dringend jemanden brauchen, und bin grad am überlegen, ob ich mich trauen darf, ein bisschen zu spekulieren und ein besseres Gehalt herauszuschinden
– Der Unterricht wäre nachmittags und abends und samstags vormittags und ließe sich damit gut mit selbstständigem Firmenunterricht am Vormittag in Römerstadt kombinieren.

Negativpunkte:
– 20-Stunden-Vertrag, er nannte es 50% Vertrag, heißt bei denen tatsächlich (fast) 20 UNTERRICHTSstunden. Er meinte: „hmm ja so um die 18 U-Stunden plus halt Anwesenheiten bei Versammlungen usw.“ Das ist absoluter Hammer, 20 Unterrichtsstunden/Woche sind im eigentlichen Sinne fast Vollzeit Arbeit. An anderen Institutionen ist ein halber Vertrag höchstens 12 Unterrichtsstunden/Woche. Der Rest gilt für Vorbereitung, Nachbereitung, Anwesenheit, Sprechstunden, Lehrerversammlungen, Korrekturen usw.
– Es gibt 800 EUR Brutto. Für einen 50% Vertrag ist es ok, aber eigentlich nur, wenn es NICHT 20 Unterrichtsstunden/Woche sind… Ich muss mir das gut überlegen
–  Der Abendunterricht geht bis 22 Uhr. Das heißt nicht, dass ich jeden Tag bis 22 Uhr da sein werde (und dann frühestens um 23 Uhr zu Hause…), aber 2 Abende pro Woche seien es wohl schon.
– Ich muss 100km Autobahn fahren und vom Gehalt dann die Fahrtkosten und  Mautgebühren aus eigener Tasche zahlen… Ich muss mal ausrechnen, wie viel das im Monat ist.
– Wenn ich das annehme, muss ich allen Kindern, denen ich schon teilweise seit Juli Unterricht am Nachmittag zugesagt habe, absagen. Und vermutlich auch meiner Gruppe (die tut weniger weh, die kennen mich gut und wissen, in welcher brenzligen Lage ich bin, die würden das sicher verstehen, …aber die Mamas?… sollte mich eigentlich sch* egal sein, aber ich kann nicht anders, es würde für mich bedeuten, dass ich die kurzfristig sitzen lasse und das ist nicht die feine Art… (noch ist nichts bezahlt…)

Waaaaaaaaaa was mach ich bloßßßß….

*freuwieeinhonigkuchenpferd*

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… ach da tut sich auch viel und am Ende doch wieder nichts…

Ich bin hin- und her gerissen wegen der Selbstständigkeit. Irgendwie ist es nichts, oder nichts was ich will, aber doch besser als gar nichts. Eigentlich sollte ich mich heute-morgen entscheiden. (Anmeldung bei der spanischen Sozialversicherung und beim Finanzamt geht in 1 Tag). Aber das, was momentan rauskäme, wäre fast für Null EURO  bis maximal 300 EUR Netto zu arbeiten. Zumindest was sich für den Rest-Monat September und für Oktober momentan abzeichnet. ich weiß nicht, ich weiß nicht…

dann bin ich gestern über ein Online-Jobportal, bei dem ich seit Anfang des Jahres angemeldet bin, über eine schöne Offerte gestolpert. So wie es aussieht, eine Halbtags-Festanstellung als deutsche Lehrkraft in einer Akademie, die über die Webseite super ausschaut und sogar zertifizierte EU-Prüfungen abnimmt (was nicht jede Akademie oder Sprachinstitut vorweisen kann, das will also was heißen). Anders als bei anderen Offerten, in die ich mich eingeschrieben habe, hat diese Akademie meinen Antrag sofort, also von gestern auf heute, vom Status „erhalten“ zum Status „in Bearbeitung“ gewechselt. Das ist auch positiv (ich hab immer noch ca. 10 Anträge, die seit 6 Monaten „erhalten“ sind und weitere 3-4, die seit Monaten „in Bearbeitung“ sind… 🙄 ). Ich glaube, die Stelle würde mir gefallen. Allerdings ist diese Akademie sehr weit von meinem Wohnort entfernt, mindestens 100 km einfache Autostrecke, im Einzugsbereich der Großstadt. Ich bräuchte auf jeden Fall das Auto und JR müsste zusehen, wie er zu seinen Einsatzorten kommt (falls das heute klappt! Letztes Jahr wurde er in Geiselstadt eingesetzt, der eine Ort war mit Bus super zu erreichen, der andere allerdings total ab vom Schuss, keine Buslinie etc… mal sehen!). Oder ich müsste mal gucken, wie die Zugverbindung ist (vermutlich schlecht, da zuerst 1h 10 Min – 1h 30 Min in die Großstadt, dann umsteigen in die S-Bahn und bis zu eine weitere Stunde bis zum Einsatzort). Egal. Mal sehen was passiert. Mittlerweile kann ich mich auf gar nix mehr so richtig freuen… Am allerbesten wäre ja, die melden sich noch vor Montag, dann würde mir die Entscheidung ob Selbstständigkeit ja oder nein leichter gemacht…. hmmmm…..

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Es geht ums Ganze, und heute bitte ich Euch mehr denn je um Eure Daumen.

JR hat heute (gleich, ab 10 Uhr) die Eignungsprüfungen für eine unbefristete fast-Vollzeit-Stelle an der Uni. Es handelt sich nicht um eine sogenannte „oposición“ (=Staatsprüfung zur Verbeamtung), die Richtlinien sind aber ähnlich und die Vertragsbedingungen, wenn er es schafft, ebenfalls (Unkündbarkeit und ein paar andere).

Wenn das heute klappt, steht nur noch ein Bewerbungsgespräch an, welches aber eher eine reine Formsache ist. Ebenso hoffen wir, dass Prüfungen, Korrekturen, Bewerbunsgespräch, Auswertung und Stellenvergabe bis zum Freitag (!!!) über die Bühne läuft, denn Stellenantritt wäre Montag, 20. September 🙄 Ja, sagt es ruhig: die Personalabteilung der Uni hat das ganze Prozedere tatsächlich ziemlich verschludert und jetzt läuft alles auf den letzten Drücker. Wenn es ganz schlimm geht, müssen die im letzten akademischen Jahr interims diese Stellen vertretenden Arbeitnehmer (darunter auch JR) den Unterricht am 20. beginnen ohne zu wissen, ob  sie wenige Tage danach überhaupt „fest“ übernommen werden… 🙄

Allerdings sieht es für uns dieses Mal wirklich ziemlich gut aus – dennoch sind wir, wegen der vielen, vielen negativen Erfahrungen der letzten Jahre, ziemlich nervös und ja, ich persönlich habe dennoch total Angst, dass irgendwas schief läuft… Denn: Es sind gleich 3 fast-Vollzeit-Stellen und eine Halbtags-Stelle ausgeschrieben. Im letzten akademischen Jahr gab es nur 2 Vollzeit und eine Halbtag (letztere vertrat JR interims). Dazu kommt, dass die eine, die eine der Vollzeit vertreten hatte, aus persönlichen Gründen keine Vollzeit mehr will, sondern die Halbtagsstelle. Bedeutet: Wenn von den „internen“ Kandidaten auf die Stellen alle genommen werden, bleibt immer noch eine Vollzeit-Stelle übrig, die mit einem externen (also noch Uni-fremden) Kandidaten besetzt werden muss. Und da üblicherweise gerne zuerst die genommen werden, die sowieso schon irgendwie drin sind… …hoffen wir, dass JR auch drin bleibt und nicht nur das, wir hoffen, dass er die fast-Vollzeit bekommt. Damit könnte er seine bisher zweite Halbtags-Stelle ganz aufgeben und würde dennoch ab 20. September einen etwas höheren Netto-Verdienst monatlich bekommen, als vorher mit den zwei Halbtags-Stellen, mit denen er abgespeist wurde…

Au Mann, ich bin sowas von hibbelig! Hoffentlich geht alles gut!!!! 😦

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Ein leider viel zu oft verschwiegenes Thema: An Brustkrebs erkrankte Männer. Endlich einmal ein Artikel dazu, immerhin!

Erschienen am 27. August im Deutschen Ärzteblatt:

Magdeburg – Die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) will ein bundesweites Netzwerk für Männer mit Brustkrebs aufbauen. Das teilte die Selbsthilfeorganisation heute im Rahmen ihrer Bundestagung mit. Die Deutschen Krebshilfe unterstützt die Initiative.

„Zurzeit gibt es keine Selbsthilfeorganisation, die sich dieser Patientengruppe annimmt“, erläuterte FSH-Bundesvorsitzende Brigitte Overbeck-Schulte. Dabei befänden sich gerade Männer nach der Diagnose Brustkrebs häufig in einer psychologisch äußerst schwierigen Situation.

Die Tatsache, dass sie von einer typischen Frauenkrankheit betroffen seien, die zudem die Gefahr einer genetischen Veranlagung in sich berge und somit eventuell auch Familienangehörige beträfe, bedeute eine enorme zusätzliche psychische Belastung. „Hier sind die Angebote der Selbsthilfe – psychosoziale Unterstützung und der Erfahrungsaustausch mit gleich Betroffenen – sehr wichtig“, so Overbeck-Schulte.

(…)

Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.

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Am 27. August erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Berlin – Das bundesweiteMammographie-Screening-Programm zur Früherkennung von Brustkrebs garantiert den Teilnehmerinnen eine Betreuung auf sehr hohem Niveau. Das zeigt der erste Qualitätsbericht, den die Kooperationsgemeinschaft Mammographie heute in Berlin vorgestellt hat. Der Bericht bündelt die Auswertungen der verschiedenen Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Mammographie-Screening-Programm aus den Jahren 2005 bis 2007.

(…)

Den kompletten Artikel kann man hier nachlesen.

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