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Archive for Juli 2010

Am Donnerstag Nachmittag habe ich von meiner ehemaligen Schülerin C. in der für sie gehaltenen Trauerfeier Abschied nehmen können. JR hat mich begleitet, damit ich nicht allein hingehen musste, und ich schätze es so sehr, dass er es getan hat, weiß ich doch, wie schlecht es ihm bei solchen Dingen geht, auch wenn er die Verstorbenen nicht gekannt hat.

Die Kirche war absolut überfüllt. Entgegen der Presseberichte (der Wunsch der Familie wurde respektiert und es war keine (!) Presse und keine Medienvertreter in der Kirche drin) denke ich, dass es mind. 400 Personen in der Kirche waren, und einige vor der Kirche, die nicht mehr hinein passten. JR und ich standen ganz hinten hinter den letzten Sitzreihen, was mir eigentlich auch gar nicht so unrecht war.

Ich habe noch nie auf einer Trauerfeier so viele Menschen weinen sehen. Es war noch viel mehr, als ich es so schon von anderen Beerdigungen kannte. Die Zeremonie war sehr traurig, „schön“ (wenn man in diesem Kontext von „schön“ sprechen kann), der Pfarrer hat sie sehr privat gehalten und zum Glück nicht dazu genutzt, um die vielen vielen jungen Leute, die sicherlich sonst in ihrem Leben nie in die Kirche gehen, zu „bekehren“. Das fand ich klasse. Man merkte, dass der Pfarrer C. und die Familie kannte bzw. sich intensiv mit ihnen beschäftigt hatte.

C.’s Freundinnen und ihre Cousine, für die C. wie eine Schwester war, haben sehr bewegende Worte gesprochen. Ich konnte mich fast bis zum Schluss recht tapfer halten. Als die Gemeinde dann aber aus der Kirche auszog. bzw. voran der Sarg, der Pfarrer und zwei weitere kirchliche Würdenträger, dann C.’s nächste Familie, und als der Sarg samt Pfarrer an der Kirchenpforte stand, ganz in unserer Nähe, nahm der Pfarrer noch einmal das Mikro in die Hand und sagte: „Flieg zu den Engeln, C. Die Engel erwarten dich mit offenen Armen!“ Da – da konnte auch ich nicht mehr halten und musste ziemlich heulen. 😦

Es war gut und für mich persönlich sehr wichtig, dort gewesen zu sein. Liebe C., es ist so unwirklich, so seltsam, so unsinnig und so ungerecht! Ich hoffe so sehr, dass Du jetzt an einem wunderschönen Ort bist, in dem Du frei und glücklich sein kannst und so lachen, wie Du es zu Lebzeiten getan hast. Ich – wie so viele andere Menschen aus Römerstadt und Umgebung, die Dich dank deiner zahlreichen Aktivitäten kannten – werde Dich nicht vergessen. Lebe wohl!

*****

Gestern, Freitag, bat ich JR spontan einen Ausflug zu machen. Nach meinem Unterricht, der um 12 Uhr endete, packten wir Timmy, meine Mutter und meine Tante, die derzeit zu Besuch sind, setzten uns ins Auto und fuhren zum großen Flussdelta, wo wir einen wunder, wunderschönen Tag verbrachten: leckere Paella zu Mittag, schöner Nachmittagsspaziergang mit unseren lieben Freunden F. und M. und deren Baby V., und am frühen Abend am wohl wunderschönsten Strand der spanischen Mittelmeerküste, trotz Hundeverbot MIT Timmy, der das Spielen im Sand unglaublich genoss – und wir mit ihm.

Diese kleine, spontane Auszeit war super und hat uns sehr gut getan, uns wieder zum Lachen gebracht und hilft mir gerade, wieder zur Normalität zurück zu finden (bisher erfolgreich 🙂 ).

Danke Schlafhut, für Deine liebe E-Mail! Ich habe mich sehr gefreut!

Danke Dany, auch Dir, für Deine Worte. Und danke auch noch einmal an dieser Stelle für das Päckchen mit den superschönen Katzen-Postkarten, die gerade richtig kamen und trösten konnten!

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Jetzt muss ich doch mal was Erfreuliches posten, wenn hier in meinem Blog schon so gähnende Leere herrscht und eher Negatives kommt, wenn ich überhaupt was schreibe. Heute habe ich etwas sehr Positives zu berichten.

Wir haben ja dieses Jahr u. a. aus Geldgründen erstmals in 9 Jahren auf den Heimaturlaub in Deutschland verzichtet. Naja, stimmt nicht ganz, denn über Weihnachten waren wir ja 2,5 Wochen in der Heimat. Unser jährliche 1wöchige Urlaub zu zweit, den JR und ich sonst zwischen Juni und Juli machen, wurde diese Jahr in die Karwoche gelegt, war eher kein Urlaub zu zweit (meine Familie) und war nicht das, was wir brauchten, im Gegenteil, mich persönlich hatte es mehr gestresst als dass ich mich erholt hätte (ich berichtete).

Jetzt stand zur Debatte: packen wir es noch, mit dem Auto für 4 Tage, oder so, ein verlängertes Wochenende irgendwo hinzufahren? Mehr als 4-5 Tage wollten/können wir nicht, so dachten wir. Im Moment habe ich gut Schüler (hätte ich doch die letzten 7 Monate so viel Unterricht pro Woche gehabt, momentan hab ich 13 Wochenstunden, ein Großteil endet aber Mitte August, die letzten 2 Augustwochen werde ich nur noch 6 Wochenstunden haben) und ich will nix absagen. Ab Mitte August aber wird der Unterricht nicht mehr täglich sein, so dass man gut ein Wochenende + zwei bis drei Tage was machen kann.

Problem eins: Eigentlich wollten wir zu zweit mit Hund mit dem Auto fahren. Für 4 Tage lohnt sich aber keine große Distanz. Deswegen fiel Kantabrien (unser Reiseziel vom letzten Jahr) eigentlich aus. Alternativen wären Baskenland (teuer), Katalonien (touristisch und teuer), Valencia (touristisch und teuer) oder aber Verzicht auf Küste / stattdessen Inland / Bergregionen gewesen.

Zweites Problem: Im Sommer, besonders im August, bekommt man so gut wie keine Ferienwohnung unter 7 Übernachtungen Mindestaufenthalt, eher 14 Tage. Dazu die Schwierigkeit, eine Unterkunft zu finden, die Hunde akzeptiert, und wir sind ja jetzt nun auch nicht mehr früh dran gewesen ;-). Und: Im August sind die Preise doppelt bis dreifach so teuer wie Ende Juni. Eine Woche in einem Ferienappartment in Kantabrien in Küstennähe unter 400 EUR wäre absolute Rarität, vom Baskenland und Katalonien fang ich erst gar nicht an. Dazu kommt, das fast alles schon belegt ist – es herrscht Krise und die Spanier urlauben dieses Jahr mehr im eigenen Land.

Resultat: Große organisatorische Schwierigkeiten und hoher finanzieller Aufwand, obwohl wir eigentlich mit dem eigenen Auto fahren und uns selbst versorgen wollten – auf der einen Seite. Auf der anderen Seite: eine immer dringender werdende Notwendigkeit, hier einmal für ein paar Tage abzuhauen und sich eine Auszeit zu nehmen. Entspannung, kein Familienstress, Ruhe, Klimawechsel. Besonders, weil die letzten Tage ja noch furchtbarer wurden, als ich mich eh schon gefühlt hatte (dank Ablenkung und relativ viel Unterricht hielt es sich in Grenzen, nicht auszudenken, wenn ich die letzten 4 Wochen hier nur säuerlich nichts tuend rumgesessen wäre).

Überraschung: Uns ereilte eine Einladung. Und zwar gleich zwei mal von den gleichen Personen, nämlich unseren Freunden A. und S., die eigentlich in Andalusien wohnen und die vor 5 Wochen Eltern geworden sind. Sie stießen uns 2 mal mit einer Einladung an, ließen nicht locker, und heute haben JR und ich Nägel mit Köpfen gemacht: Wir fliegen (!) für 6 Tage nach …. Galicien!!!!! 😀 Zwar wird’s nun nichts mit trauter Zweisamkeit, aber es wird sicher trotzdem schön. A. und S. sind alles andere als „einnehmend“, sicher werden wir viel zusammen machen (wir hängen auch mangels eigenem Auto vor Ort von ihnen ab), aber sicher werden sie uns auch unseren Freiraum geben. Außerdem sind sie sehr lustige, lebensbejahende Menschen, herzlich, lieb – das wird uns sehr gut tun! Auch Timmy wird Gesellschaft haben, denn A. und S. haben einen ganz lieben Golden Retriever namens Tango. Ach ja, wohin? In ein Örtchen an der Nordküste Galiciens, in der Nähe von La Coruña. A. und S. haben sich dort im Ortskern für 3 Wochen eine Ferienwohnung gemietet, und weil scheinbar die Preise so niedrig waren, haben sie gleich eine Wohnung mit 4 (!!!) Schlafzimmern genommen. So werden wir vermutlich auch nicht die einzigen Freunde sein, die zu Besuch kommen, aber das macht nichts, wir haben zum Teil einen gemeinsamen Freundeskreis, und so kann ich auch viele andere liebe Menschen wiedersehen.

Als finanzielle „Belastung“ haben wir dann eigentlich nur die Flugkosten, die sich dank Low-Cost-Airline und unverschämten Flugzeiten sehr in Grenzen halten und sehr deutlich unter den Preisen liegen, die für die Anmietung von Ferienwohnungen verlangt werden. Die Unterkunft vor Ort kriegen wir ja gratis, ein Auto müssen wir auch nicht mieten, weil ja A. und S. eines haben bzw. können wir ja auch den Zug nehmen. Und dann kommen nur noch Selbstverpflegungskosten dazu bzw. mal essen gehen, was in Galicien ja spottbillig ist (wenn man nicht gerade direkt in La Coruña essen geht sondern irgendwo in einem Dörfchen, kann man eine riesige Platte gegrillte Meeresfrüchte für 10 EUR pro Person bekommen).

Wir haben heute Abend gebucht, und JR und ich freuen uns sehr! Es ist ein Lichtblick, es wird Abwechslung. Meine Lieblings-Region, liebe Freunde, tolles Essen, Ruhe und positive Atmosphäre. Genau das, was wir brauchen! Hach, ich freu mich! Mitte August geht es los, wir fliegen an einem Donnerstag früh morgens um 6:30 Uhr hin (den Unterricht lege ich komplett auf Montag-Mittwoch) und an einem Dienstag spät abends um 21:30 Uhr zurück (den Unterricht lege ich komplett auf Mittwoch-Freitag), so dass wir 6 komplette Tage dort haben.

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Bestürzt

Gestern Abend habe ich erfahren, dass eine ehemalige Privatschülerin von mir, mit der ich letztes Jahr intensiv Deutsch gepaukt habe, unter tragischen Umständen ums Leben gekommen ist. Die Nachricht hat mich ziemlich bestürzt 😥 Mehr kann/möchte ich dazu nicht schreiben (bitte in den Kommentaren keine Mutmaßungen – ansonsten gern privat per Email oder PN). Ich kann es immer noch nicht glauben. Bin geschockt, sprachlos… 😦

In den letzten Wochen ging’s mir ja nicht soooo. Letztens ging’s mir wieder ganz gut, dank J.s Besuch aus der Heimat, das waren wirklich tolle 5 gemeinsame Tage, und dank der Tatsache, dass ich momentan 13 Wochenstunden Unterricht habe, was echt nicht schlecht ist, was mich beschäftigt, ablenkt und Spaß macht. Die gestrige Nachricht hat mich aber leider wieder etwas runtergezogen, auch wenn ich heute nicht mehr so weinen muss wie gestern, es geht mir so nah. 😦

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50.000 Besucher

… werde ich bald haben 😮 Das ist mir gerade aufgefallen. Maßgeblich für die Statistik sind die Angaben des WordPress-eigenen Zählers, der ja die Besuche seit Geburt des Blogs hier in WP zählt, und nicht der Microcounter, den ich etwas später installiert habe:

Das wäre ein Grund zu feiern…

Die Leserin, die nachweislich (Foto etc.) die 50.000 Besucherin meines Blogs ist, erhält von mit eine kleine Überraschung! Also, kommt mich fleißig besuchen und guckt auf die Statistik, und macht ein Bild von der 50.000!

Ich bin schon gespannt!

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Morgen…

… bekomme ich für 5 Tage Besuch aus der Heimat! 😀 Jucheeeee!!!

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In diesem spanischsprachigen Krebs-Blog habe ich in einem Artikel, in dem es um Krebs allgemein geht, dieses wirklich gute Bild mit Anleitung zum Brustabtasten gefunden, welches ich Euch zeigen möchte.

mit

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Am 25. Juni erschien im Deutschen Ärzteblatt folgender Artikel:

Hannover – Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) hat ihr Behandlungsspektrum bei Brustkrebs erweitert: Ab sofort bieten die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Klinik für Strahlentherapie und Spezielle Onkologie in einem Gemeinschaftsprojekt die intraoperative Strahlentherapie (IORT, Intraoperative Radiotherapie) an. Dabei erfolgt die Bestrahlung direkt nach der Tumorentfernung noch während der Operation.

„Im Vergleich zur herkömmlichen Bestrahlung kann die Rückfallrate durch eine IORT wesentlich verringert werden“, erläutert Tjoung-Won Park-Simon, Bereichsleiterin Gynäkologische Onkologie an der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

So werde Studien zufolge in den ersten fünf Jahren nach der Operation bei nur 1,7 Prozent der Patientinnen erneut ein Tumor entdeckt. Die Rückfallrate bei der konventionellen Methode liegt dagegen laut MHH bei drei bis fünf Prozent.

Die intraoperative Strahlentherapie an der Medizinischen Hochschule Hannover wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Claudia-von-Schilling-Stiftung unterstützt. © hil/aerzteblatt.de

Quelle

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