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Archive for Februar 2010

Auch für mich ist heute so ein Tag, an dem ich eigentlich gar nichts recht machen kann oder will… Ich hole mal aus: Seit Freitag habe ich in unregelmäßigen Abständen Schwindelanfälle. Ich geh mit Timmy spazieren, bin schon über eine Stunde unterwegs, ohne Probleme, da überkommt mich plötzlich so ein Schwindel. Kein Problem – setz ich mich auf die nächste Bank. Nach ca. 15 Minuten geht’s wieder (Timmy sitzt geduldig neben mir auf dem Bürgersteig) und ich geh nach Hause. Am Nachmittag zu Hause wieder. JR geht mit Timmy Gassi. Dann ist der Schwindel wieder weg – wir packen es und gehen abends ins Kino (nach ewig langer Zeit wieder mal). Samstag: schlafe total schlecht und stehe mit brummendem Kopf auf. Vermutlich, weil wir wegen des Kinos auch so spät ins Bett gekommen sind. Nach dem Frühstück geht’s wieder. Bei meiner Schwiema zum Mittagessen – wieder Schwindel. Dann wieder weg. Am Nachmittag machen wir unseren Großeinkauf. Wie könnte es anders sein, mitten im Einkaufs-Center dreht sich wieder der Boden. Ich hake mich in JRs Arm ein und wir machen auf langsam. Es geht nach ein paar Minuten wieder, ich bleib beim Wagen stehen, JR sucht die Sachen und räumt sie in den Einkaufswagen. Abends bleiben wir daheim, mir geht’s ganz gut, bin aber nicht topfit.  Heute Nacht hab ich total schlecht geschlafen, der Sturm hat mich ständig aufgeweckt und ich hab bei starkem Wind hier immer Angst – fragt mich nicht warum – dass irgendwas passiert (z. B. ein Baum knickt um und erschlägt jemanden bei uns im Hof, oder Blumentopf fliegt vom Balkon, oder Satellitenantenne hält nicht an der Befestigung und fliegt vom Fenster, oder oder oder…). Ich kann am Ende zwar ausschlafen und die verpassten Stunden Schlaf nachholen – schlafe bis 10:30 Uhr – aber stehe mit Kopfschmerzen auf. Heute Nachmittag um 16h bin ich eigentlich bei der Britin eingeladen – einmal im Monat am Sonntag lädt sie ihre Freundinnen zum Nähen ein – wie Ihr wisst, hasse ich nähen, aber diesmal hatte ich fest vorgenommen, auch etwas zum Nähen mitzunehmen, Sachen, an denen Knöpfe fehlen, oder kleine Löcher stopfen usw. – und ich sehe es schon kommen, dass ich wieder mal absagen muss. 🙄

Doof.

Ich frage mich, woher das kommt. Mit dem Schwindel hat es ja massiv angefangen, als meine Mens nach fast 4 Jahren zurück gekommen ist. Also zwischen den Tagen. Als wir über Weihnachten/Silvester in Deutschland waren, war es an einigen Tagen total heftig. Ist es also die hormonelle Umstellung? Oder das Wetter? (am Freitag war es schlagartig frühlingshaft warm, in der Sonne sogar frühsommerlich, gestern gingen die Temperaturen wieder runter und Regen, heute Nacht der angekündigte schwere Sturm über Spanien – bei uns nicht so heftig wie im Norden, keine Angst!) Oder doch das Tamoxifen? Oder von allem ein bisschen und eine Mischung davon?

Beim Lesen in Katerwolfs Blog hab ich mich gerade selbst gefragt, welche Nebenwirkungen ich vom Tamoxifen habe. Ehrlich gesagt kann ich es nicht beantworten. Ich habe mit Tamoxifen und Zoladex gleichzeitig angefangen, mit wenigen Tagen Unterschied. Ich habe beide Medikamente parallel 3 Jahre lang genommen und nach Absetzen der Zoladex im Januar 2009 (3-Monatsspritze, also mit Depot eigentliches Absetzen Ende März 2009) war die Wirkung davon ja auch nicht schlagartig weg, sondern langsam und sukzessive. Und kamen die Nebenwirkungen vom Zoladex oder vom Tamoxifen? Oder von beiden? Oder einige von beiden, andere nur von einem Medikament? Wenn man die Beipackzettel studiert, kann man ja sehen, dass sie ungefähr die gleichen Nebenwirkungen haben. Wann die Wirkung von 3 Jahren Zoladex komplett zu Ende war, kann ich natürlich nicht sagen, aber die Tatsache, dass im Dez. 2009 die Mens zurück kam, lässt darauf schließen, dass die Wirkung mind. einen Monat davor zu Ende war, spätestens also im November müssten die Eierstöcke wohl ihre Aktivität wieder aufgenommen haben. Jetzt stehe ich vor der Frage: Sind alle Symptome, die ich jetzt spüre, auf die körperliche und hormonelle Umstellung zurückzuführen, oder sind das jetzt alleinige Nebenwirkungen des Tamoxifen?

Ich hab noch mehr Wehwehchen. Seit ein paar Monaten tut mir meine rechte Schulter weh. Ich hab es auf meine schlechte Haltung geschoben, wenn ich mit dem Labtop auf dem Schoß auf dem Wohnzimmersofa sitze und blogge 😉 Schlimmstenfalls will Timmy dann auch noch auf dem Schoß, dann könnt Ihr Euch vorstellen, wie meine Arme und Hände über seinen Kopf und Körper hinweg versuchen, etwas zu tippen 😉
Weitere Kinkerlitzchen sind, dass meine rechte Brust (die operierte) sensibel auf jede Berührung oder Druck reagiert. Es tut weh, sticht, schmerzt, selten brennt es auch um die Br*stw*rz* herum. Hormonelle Umstellung? Vernarbung kann es ja nicht mehr sein nach 4 Jahren… Und schließlich hab ich auch noch innerhalb kürzester Zeit unterhalb eines Zehennagels einen dunkelbraunen, unförmigen Fleck entwickelt (ein Leberfleck?). Der ist in ca. 2 Monaten total gewachsen, aber wie gesagt unterhalb des Nagels. Doof. Muss ich mir Sorgen machen? Leberflecke entwicklen sich ja unter hormonellem Einfluss, wie ich in den Jahren gelernt habe. Also relativ „normal“? Als letztes, und das hat aber sicherlich nix mit Tamoxifen etc. zu tun, nervt aber trotzdem, hab ich seit Dezember ein immer wiederkehrendes Gerstenkorn im rechten Auge. Es ist nicht groß und „stört“ deswegen auch nicht sehr, nur manchmal juckts und es schaut halt doof aus. Da es nicht weiter schlimm war und es auch immer wieder besser (und dann wieder schlehcter) wurde, war ich nie beim Arzt deswegen. Langsam aber sicher sollte ich mal meinen H… hoch bekommen und doch zum Arzt gehen. Spätestens jetzt MUSS ich sowieso zu Frau Dr. Feenglanz, denn mein Dauerrezept für Tamoxifen ist Anfang Februar abgelaufen (war mir gar nicht aufgefallen, und neulich in meiner Apotheke, wo sie mich ja schon „kennen“, haben sie mir das Tam. dennoch verkauft – auf Selbstkosten – weil ich zu Hause fast nix mehr hatte, und wenn ich das neue Rezept nachreiche, kriege ich mein Geld zurück). Also kann ich ihr auch gleich alles sagen/zeigen: Rezept, Gerstenkorn, Fleck im Zehennagel, Schulterschmerzen, Schwindel…

Ach ja, mein Gewicht: ich halte es und wiege weiterhin 74 Komma irgendwas, nachdem ich ja schon fast 78kg gewogen habe (vor meiner OP und cor Therapiebeginn wog ich 65kg). Das ist gut so. Es darf aber noch weniger werden. Top wären  70kg. Weniger muss es nicht sein, mit 70/71 kg wäre ich sehr zufrieden. 🙂 Dann wäre dieser „Kugelbauch“ auch endlich endgültig weg und ich kann wieder engere Sachen anziehen ohne dass irgendwelche Leute glauben, ich sei schwanger… 😉

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Am Freitag beim Deutschen Ärzteblatt erschienen:

Köln – Das Mammographie-Screening-Programm hat sich nach Einschätzung der Kooperationsgemeinschaft Mammographie bewährt. „In Deutschland ist in kürzester Zeit das größte bevölkerungsweite Mammographie-Screening-Programm in Europa erfolgreich eingeführt worden“, erklärte Wolfgang Aubke, Beiratsvorsitzender der Kooperationsgemeinschaft während des Deutschen Krebskongresses in Berlin. Die veröffentlichten Ergebnisse aus dem Screening-Programm seien dafür ein eindeutiger Beleg.Seit seiner Einführung vor fünf Jahren habe sich das Screening-Programm trotz Widerstände und anfänglichen Schwierigkeiten bewährt. Dank des Programms würden heute kleine invasive Tumoren wesentlich häufiger aufgespürt als früher, so Aubke.

Umfragen zeigten zudem, dass Frauen das Programm gut annähmen. 90 Prozent aller Screening-Teilnehmerinnen würden bei der nächsten Einladung wieder am Screening-Programm teilnehmen. „Kritiker, die dies bewusst ignorieren, handeln unverantwortlich und verunsichern die Frauen“, warnte Aubke. © hil/aerzteblatt.de

Quelle

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Beim Deutschen Ärzteblatt ist folgender Artikel erschienen:

Philadelphia – Das Extrakt der Bitter-Melone hemmt das Zellwachstum bei Brustkrebs und könnte sogar präventiv wirken. Diese Erkenntnisse gewannen Forscher um Ratna Ray von der Universität Saint Louis. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Cancer Research (10.1158/0008-5472.CAN-09-3438).

Bisherige Forschungsergebnisse zeigen, dass Momordica charantia, auch bekannt als Bittermelone oder Bittergurke, hypoglykämische und cholesterinsenkende Eigenschaften hat. Aufgrund dieser Effekte werde das Extrakt als ein Heilmittel für Diabetes Mellitus in Ländern wie Indien, China und Mittelamerika verwendet, so die Forscher.

Sie untersuchten aktuell menschliche Brustkrebs-Zellen und primäre epitheliale Milchdrüsenzellen in vitro und fanden so heraus, dass das Bittermelonen-Extrakt stark die Proliferation, also das Zellwachstum und die Teilung der Zellen verminderte und so den Tod von Brustkrebs-Zellen veranlasste.

„Unsere Ergebnisse weisen darauf hin, dass das Bittermelonen-Extrakt mehrere Signaltransduktionspfade beeinflusst, die den Brustkrebs-Zelltod einleiten“, sagte Ray. Dieses Extrakt könnte nach Auffassung der Forscher als eine diätetische Ergänzung zur Therapie des Brustkrebses verwendet werden.

Zusätzliche Studien seien aber erforderlich, um die molekularen Angriffspunkte des Bittermelonen-Extrakts in Krebs-Zellen zu verstehen, hieß es aus der Arbeitsgruppe. © rme/aerzteblatt.de

Quelle

Die Frage ist nun: Was ist eine Bittermelone? Erklärung.

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Hallo,

in den letzten Tagen habe ich laut Statistik unheimlich viele Besuche über den Krebs-Kompass erhalten, wo mein Blog in einem Forum verlinkt wurde. Ich möchte neue LeserInnen herzlich begrüßen und darauf hinweisen, dass meine Krebsdiagnose schon 4 Jahre zurück liegt, aber noch nicht die Antihormon-Therapie beendet habe. Wen meine Alltags-Geschichtchen hier im Blog nicht so interessieren und wer gezielt meine Brustkrebs-Geschichte nachlesen möchte, sollte im Archiv gezielt die Einträge von 2006 und 2007 lesen, sowie die vom Januar 2009, wo ich noch einmal die Geschehnisse der ersten Tage vom Januar 2006 Revue passieren lasse.

Eine zweite Möglichkeit ist die Kategorie „Keine Chance dem Krebs“ anzuklicken, wo ich alle Brustkrebs-relevanten Einträge sortiere, also der Verlauf, die Arztbesuche, Erfahrungen, Infos aus der Presse und dem Internet bez. Brustkrebs usw. Allerdings werden hier diese Einträge so sortiert, dass der aktuellste zuerst steht. Man muss sich also durch mehrere Seiten zurückklicken, um an den Anfang des Verlaufs zu gelangen.

Schließlich gibt es oben rechts, und weiter unten in der Menüleiste noch einmal, ein „Suche“-Feld, für diejenigen, die gezielt nach etwas ganz Bestimmten suchen.

Als letztes *winkmitdemzaunpfahl* 😉 : Es gibt hier ein Gästebuch, in dem schon seit sehr langer Zeit niemand mehr etwas hinein geschrieben hat. Ich bin sehr neugierig zu wissen, wer hier mitliest, und würde mich sehr über einen kleinen Kommentar freuen!

Herzliche Grüße aus Spanien

Masca

Edit:
PS: ich vergaß: Unter der Kategorie „Krebs-News“ weise ich in unregelmäßigen Abständen auf Artikel in Fachpublikationen (meist Das Deutsche Ärzteblatt) hin, die mit dem Thema Brustbrebs zu tun haben. Und in den Zusatzseiten „Arztbesuche“ habe ich eine komplette Auflistung aller medizinischen Maßnahmen seit meiner Brustkrebs-Diagnose (unvollständig ist nur das Jahr 2009, da habe ich geschludert 🙄 ).

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Frühjahrsputz

Nein, (noch)  nicht in der Wohnung. Aber immerhin hier im Blog.

Wem’s noch nicht aufgefallen ist: ich habe rechts endlich mal meine Blogroll und Linkliste überarbeitet. Erstens waren einige Sachen überaltet, zweitens sind viele neue Sachen dazu gekommen, drittens fand ich, dass die vielen, vielen Bilder alles ziemlich unübersichtlich gemacht haben. Also hab ich aktualisiert, ausgemistet, und alle Bilder, die auf Blogs und Internetseiten verwiesen, gelöscht und wieder zu einer „normalen“ Liste gemacht. Außerdem neu unterteilt, in Spanisch/Deutsch und in Themen. Weg ist außerdem der Zoladex-Ticker. 13 einhalb Monate nach der letzten Zoladex-Spritze muss der jetzt wirklich nicht mehr hier stehen, Zoladex ist für mich endlich, endlich Schnee von gestern, ich hab diese doofe Spritze endlich wirklich vergessen…

Vielleicht ändere ich irgendwann mal noch mehr – ein neuer Header, oder sogar ein neues Theme… mal sehen. Aber momentan bleibt’s noch so. Ich bin froh, dass diese vielen Bilder rechts beim Lesen nicht mehr irritieren – mich hatten sie letztens immer abgelenkt…

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… habe ich zwei Blogs von Leidensgenossinen Mitkämpferinnen gegen den Brustkrebs, hoffentlich auch bald in meiner Blogroll, wenn ich es endlich mal schaffe, diese zu aktualisieren (und ich möchte noch ein paar Neuerungen in meinem Blog machen… das ist aber ein anderes Thema).

Einige von Euch werden vielleicht schon ein paar Kommentare hier bei mir von Katerwolf gelesen haben, die vor sehr kurzer Zeit ihre Diagnose erhalten hat und ihren Blog Linker Mops nennt – ich finde, dieser Name des Blogs sagt schon alles über ihren Humor und ihre Stärke aus 😆 . Katerwolf, ich freue mich, Dich „getroffen“ zu haben und wünsche Dir für all das, was jetzt vor Dir liegt, weiterhin diese Kraft, die du ausstrahlst.

Desweiteren habe ich heute rein zufällig bei Jana in ihrem Projekt Blogparade Blümchenmakros einen Kommentar von Maria gelesen, in dem stand, dass sie in Brasilien lebt. Das hat mich neugierig gemacht, wollte  die Blumenbilder sehen… und wie groß war meine Überraschung, auf eine „Kampfgenossin“ gestoßen zu sein, die 2008 die Diagnose Brustkrebs erhalten hat und in ihrem Blog Kampf dem Saul! über ihre Erfahrungen und ihr Leben in Brasilien berichtet. Maria sprüht nur so vor Lebensbejahung, Optimismus und positiven Gedanken – toll, Maria, dass auch Du über Deinen Brustkrebs so offen und ehrlich blogst. Ich bin mir sicher, dass Deine Erfahrungen eine riesengroße Hilfe für andere Betroffene ist und weiterhin sein wird. Ich habe noch einiges nachzulesen bei Dir, darauf freue ich mich schon.

Liebe Grüße an Euch beide aus Spanien:
Masca

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Na super,…

… und demnächst wird man einen Hund auch nicht mehr mit in ein Café nehmen dürfen. Und im Garten auch nicht halten, er könnte ja zum Nachbarsgarten rüberspringen, dessen Besitzer allergisch ist. Ach ja, am besten einfach nur zu Hause eingesperrt lassen. Und Freigängerkatzen sollten auch verboten werden! x-( Was kann dann noch kommen? Ach ja, quengelnde Kinder. Weinende Babys. Hören Sie, ich habe einen Tinnitus, die Babyschreie tun mir gar nicht gut! Babys bitte in der Flugzeugkabine verbieten! Achtung, jetzt werde ich sarkastisch… 😛

Allergie: Haustiere in Flugkabine als Risiko

Toronto – Die Bereitschaft vieler Fluggesellschaften, Haustiere in den Passagierkabinen zu transportieren, stößt bei Asthmaexperten auf Kritik. Das kanadische Ärzteblatt (CMAJ 2010. doi: 10.1503/cmaj.010100) fordert ein Verbot.

Air Canada hatte im letzten Sommer den Passagieren erlaubt, kleine Haustiere in der Passagierkabine mitzuführen. Auch Katzen und Hunde (bis 10 kg Gewicht) sind an Bord erlaubt. Ähnliche Regelungen haben auch andere Fluggesellschaften, beispielsweise die Lufthansa.

Einer von zehn Menschen habe aber eine Allergie auf Tiere, werfen Matthew Standrook, ein Asthmaexperte der Universität Toronto, und Paul Hébert, Chefredakteur des CMAJ ein. Viele Allergiker zeigten Beschwerden, wenn sie unter Umständen mehrere Stunden einen engen Raum mit Tieren teilen müssten. Auch wenn schwere allergische Komplikationen selten seien, könnten sie doch gefährlich sein, zumal wenn sie sich in großer Höhe fern von einer medizinischen Notfallversorgung ereignen.

Jemand mit erhöhtem Blutdruck bitte auch nicht mitfliegen lassen, er könnte ja einen Herzinfarkt erleiden und hätte dann im Flugzeug auch keine Notfallversorgung.

Die Autoren räumen ein, dass die Luft in den Kabinen häufiger ausgetauscht und dabei besser gefiltert würde als in den meisten Büros. Das Risiko einer Exposition mit Aeroallergenen werde aber nicht eliminiert.

Schließlich seien Tuberkuloseübertragungen in Flugzeugen dokumentiert. Und nicht zufällig hätten einige Fluggesellschaften Erdnüsse aus ihrem Bordangebot genommen, um Mitreisende nicht durch Aeroallergene zu gefährden.

Also entschuldigung, aber dieser Vergleich hinkt doch. Wenn ich allergisch auf Erdnüsse reagiere, dann weiß ich das doch und es liegt allein in meiner Verantwortung, sie nicht zu essen! Deswegen muss man noch lange nicht den anderen Mitreisenden Erdnüsse vorenthalten… 🙄

Es sei keine Lösung, Passagiere mit Allergien auf Plätze in räumlicher Entfernung zu den Tieren zu platzieren, finden Standrook und Hébert. Sie zitieren eine Studie, nach der Katzenallergene in klinisch relevanten Konzentrationen auf den Polstern aller Sitze nach Inlandsflügen und bei 16 Prozent der internationalen Destinationen gefunden wurden.

Die Hervorhebung habe ich gemacht: das zeigt dann doch, dass der betreffende Katzenhalter das Tier aus seiner Transporttasche herausgenommen hat! Bei Lufthansa, SpanAir und Co. ist das verboten(!), das Tier muss in seiner Tasche bleiben und die Tasche auf dem Fußboden des Flugzeugs – und daran kann man sich nun bei Flügen von bis zu 2,5 Stunden wirklich halten! Selber Schuld, wenn die Stewardessen da ein Auge zugedrückt oder es einfach nicht genug kontrolliert haben.

Die Canadian Transportation Agency habe kürzlich bestimmt, dass Erdnussallergien eine Behinderung an Bord von Flugzeugen darstellen und deshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen für die Passagiere erforderlich seien. Nach Beschwerden von Reisenden prüfe die kanadische Luftfahrtbehörde, ob nicht auch Menschen mit Tierallergien unter die gleiche Kategorie fallen.

Gerade in großen Ländern wie Kanada seien Flugreisen ein notwendiger Bestandteil des Lebens, schreiben Standrook und Hébert. Es sei deshalb nicht gerechtfertigt, die Gesundheit von Passagieren mit Tierallergien den Vorlieben von Haustierbesitzern unterzuordnen, zumal Tiere auch sicher im Frachtraum transportiert werden könnten. © rme/aerzteblatt.de

Aha, das Mitnehmen meines Hundes in der Kabine  ist eine VORLIEBE von mir? Ja, wie egoistisch von mir! Ich kann es ja keine 10 Minuten ohne meinem Fifi aushalten! Schon mal daran gedacht, dass es hier nicht um die Tierhalter, sondern um DAS TIER selbst geht, dem man den Stress des Transports in einer kalten harten Box im Gepäckraum ersparen will?

Na, das sind ja klasse Aussichten für die Zukunft der Tierliebe! Ich hoffe nur, dass das nicht auf Europa überschwappt. (Spanien ist diesbezüglich schon schlimm genug!)

Quelle

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