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Archive for August 2009

Sommer Gefühle

gerade bei ihr entdeckt und, ich dachte mir, nach langer Zeit nehme ich mal wieder ein Stöckchen auf 😉 Auch, weil es so schön kurz ist. Diese superlangen, 20 Fragen zu beantwortenden Stöckchen mag ich nämlich nicht sooo… aber dieses hier ist echt nett! Also, auf denn:

1. Wonach riecht der Sommer?
nach Sand 🙂

2. Wonach schmeckt der Sommer?
nach Meersalz 🙂

3. Welche Früchte verbindet ihr mit dem Sommer?
viele: Melonen, Trauben, Pfirsiche…

4. Welche Blumen sind „der Sommer“?
uy, gar nicht so einfach. Für mich sind das v. a. blütenlose Pflanzen mit dicken, fleischigen Blättern, die wenig Wasser brauchen und gut zwischen Felssteinen wachsen. Ich weiß nicht, wie sie heißen.

5. Welche Aktivitäten sind Eure „Sommeraktivitäten“?
– an den Strand gehen und im Meer baden
– die Ventilatoren aus der Abstellkammer holen
– einen Mittagsschlaf halten
– sehr lange aufbleiben
– auf Dorffeste gehen und zu unmöglicher Musik tanzen
– nach Deutschland in die Heimat fahren
– Familie und Freunde wiedersehen

6. Was mögt ihr mehr als den Sommer (jahreszeitentechnisch gesehen)?
ich schließe mich Risikomanagerin an: den Frühling

Wer mag, darf sich das „Quasi-Stöckchen“ kopieren und ausfüllen
hab ich gemacht und schließe mich der Aufforderung an. Bitte, bedient Euch! 🙂

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Für mich könnte es ja nicht schnell genug gehen, aber da JR ein Mensch ist, der Veränderungen gerne langsam angeht, ist der Kompromiss, dass ich jetzt nicht hetze 😉 Dennoch kann ich bereits vermelden, dass wir schon den ersten Tierheim-Besuch hinter uns haben. Dieser hat mich allerdings, das muss ich zugeben, schon wieder etwas gebremst. Wir sind einfach mal „auf gut Glück gucken, was für Tiere die hier in Römerstadt haben“, zum Tierheim hier in unserer Stadt gefahren. Meine Freundin die Mecklenburgerin, die zweifache Hundebesitzerin ist und ihren ersten Hund von hier hat (damals ein Welpe, den sie sozusagen an der Tür vom Tierheim abgefangen hat, denn er wurde an dem gleichen Tag dort hingebracht, da hat sie ihn, äh sie, gleich wieder mitgenommen 😉 ), hat uns begleitet und uns gleich vorgewarnt über die Zustände dort. Dass ein Tierheim kein besonders angenehmer Ort ist hatten wir uns schon gedacht, schließlich befasse ich mich schon seit vielen Monaten mit dem allen. Dennoch war es für das erste Mal in einem Tierheim wirklich arg! Die Zustände hier sind schlimmer als katastrophal! Die armen Tiere wohnen zu 10t (!) jeweils in einem Zwinger, ein Zwinger neben dem anderen, alle im desolaten Zustand (lieblos, schmutzig, Urin überall, dominante Tiere zusammen mit absoluten Angst-Hunden)… es war grausam. Wir liefen durch die Zwingerstraße und so gut wie alle Hunde begannen, als wir eintraten, uns vehement anzubellen, so im Sinne von „Hol mich hier raus! Ich will hier raus!“ oder auch „Nimm mich, nimm mich, ich bin der schönste/tollste/stärkste/dominanteste…“ Im ersten Augenblick schnürte es mir die Kehle zu, und das bestimmt nicht wegen des üblen Urin-Gestanks :‘-( sondern weil mir die Tiere so wahnsinnig Leid getan haben. Ich fasste mich aber ganz ganz schnell wieder, weil mein Kopf mir sagte, dass es nichts bringe, hier mit Sentimentalität durchzugehen – es würde mich nur fertig machen und mich außerdem zu einem Fehlgriff verleiten, sondern lieber einen kühlen Kopf zu behalten. Ziemlich schnell wurde JR und mir klar, dass wir aus diesem Tierheim keinen Hund wollen. Aus verschiedenen Gründen, der wichtigste aber, da wir davon ausgehen, dass ausnahmslos alle Hunde hier einen psychischen Knacks weghaben, mit dem wir als totale Neulinge und Hunde-unerfahrene Menschen nicht werden umgehen können. Einen Wunschkandidaten hätte es auch eh nicht gegeben, es gar zwar einen pudelähnlichen, recht kleinen Hund, von dem uns die Mitarbeiterin aber gesagt hat, dass er extrem hyperaktiv ist. Von den anderen Hunden hätte mir einer sehr gut gefallen, er war ruhig, bellte nicht, wunderschön (tolles, scheinbar noch sehr gepflegtes Fell), blieb, als ich mich direkt dem Zwingerzaun näherte, direkt vor mir, ohne zu erschrecken, aber auch ohne mich anzubellen, ließ sich gleichzeitig von den anderen, bellenden und schubsenden Hunden („nimm mich! nimm mich! und nicht den da!“) nicht beirren und streckte mir unter dem Zaun seine beiden Pfoten zu. Problem: Leider war er zu groß! 😦

Wir waren am Freitag da und hatten eigentlich vor, am Wochenende noch mind. ein weiteres Tierheim zu besuchen, aber nach diesem ersten Besuch hatten wir erstmal nervlich genug. Dafür haben wir uns dann wegen Erstausstattung umgeschaut. Wir waren im örtlichen Carrefour, der ziemlich viel hat, am Samstag dann aber auch bei Jardiland, meinem Lieblings-Gartencenter, der auch eine riesige Abteilung für Haustier-Zubehör hat (außerdem verkaufen sie auch Fische und Kleinnager). Gekauft haben wir noch nichts, wir wollten uns einen ersten Eindruck über Preise verschaffen, vor allem was Transportboxen angeht (Kekselchen, falls Du hier mitliest, wir haben eine ganz ähnliche wie Eure gesehen, ich melde mich noch bei Dir!).

Und gestern habe ich dann wieder eine Kandidatin im Netz gefunden, diesmal ein Weibchen, bzw. es sind zwei: Mama und Tochter. Die Kleine (es ist die zweifarbige auf dem Bild) ist 1 Jahr alt. Ich bin entzückt! Außerdem „leben“ die zwei nicht in einem Tierheim, sondern in einem Hundehotel, das auch verlassene Tiere aufnimmt und vermittelt. Ich gehe davon aus, dass das Leben der Tiere dort in keinster Weise mit dem der armen Tiere in Römerstadts Tierheim vergleichbar ist. Da wir nicht genau wissen, wo dieses Hundehotel liegt, weil keine Adresse angegeben ist, nur Telefonnummern (wir haben eine Vermutung, das wäre so ca. 1 Autostunde von uns entfernt), werden wir da heute Nachmittag wohl mal anrufen! Ich bin gespannt!

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17

Noch 17 Monate und 3 Wochen 🙂

Kurzer Zwischenstand:

– viiiiel weniger Hitzewallungen. So wenig, dass ich Ende Juli gedacht habe, sie sind komplett weg. Sind sie aber doch nicht (hatte in Deutschland wieder angefangen, mehr Kaffee als die Tasse zum Frühstück und öfter mal ein Gläschen Wein zu trinken – das musste ich mit erneutem Auftauchen von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen, wenn auch nicht so starken, bezahlen)

– ich wiege -leider- immer noch 77 kg. Das wird ja ja hoffentlich bessern, spätestens wenn unser Projekt umgesetzt wird 😉

– meine Stimmung ist viiiiiiiel besser!!! Das hab ich sowas von gemerkt. Seidem die Zoladex weg ist, bin ich aktiver, lustiger, offener, gehe wieder mehr auf die Menschen zu… ich hoffe, dass das so bleibt! Ade Depriphasen 😛 he he he

– ich habe vermehrt und zwar ziemlich massiv Haarausfall. Naja, damit kann man leben. Muss halt öfter saugen und wischen… bei uns schaut der Fußboden aus…

– ich habe vermehrt, und wenn dann auch massiv, Krämpfe. Fußkrämpfe hatte ich schon immer mal hin und wieder, seit meiner Teenagerzeit. Als ich mit der Pille begann (ja, auch mein damaliger Gyn sah den Zusammenhang), sind dann auch Wadenkrämpfe dazugekommen, die dann nach der Umstellung zu einer anderen Pille viel besser wurden, nur noch selten vorkamen. Mit Beginn der Zoladex habe ich fast nie Krämpfe gehabt! Und seitdem sie weg ist: immer mehr! Und zwar nicht nur im Fuß oder in der Wade, sondern speziell ganz ätzende, am Schienbein und auch einmal am Knochen seitlich oberhalb des Knöchels (hat 20 Minuten angehalten und sauweh getan!). Meistens treten sie in der Nacht auf, der oberhalb des Knöchels war aber tagsüber, als ich gemütlich auf dem Sofa saß. Mittlerweile glaub ich nicht, dass das eventuell und „nur“ Magnesiummangel ist/sein könnte. Nach Gespräch mit meinem Bruder und seiner Freundin (Fachpfleger) könnte das durchaus auch mittelschwere Durchblutungsstörungen sein, die vom Tamoxifen herrühren, denn ich verspüre auch sehr oft und sehr viel Kribbeln in den Füßen und Beinen, habe oft „eingeschlafene“ Körperteile. Ich sag’s ja, ich hab alle Wehwehchen, die auch alte Damen haben… 😦 Beim nächsten Arztbesuch werde ich diesbezüglich noch mal mehr nachhaken, und auch das wird, sobald unser Projekt vollzogen ist und ich mit mehr bewegen werde, hoffentlich abklingen.

– Gynäkologisch keine Veränderungen. Keine Mens, keine Anzeichen für Zyklen. Ich gehe davon aus – wie schon öfter mal berichtet – dass es das dann war. Vielleicht ist das auch wirklich besser so.

– Schlaf: mit Ausnahme der spanischen Hitze, die mich hin und wieder schlecht schlafen lässt (was schon immer so war, auch vor der Brustkrebsdiagnose und vor Therapiebeginn), kann ich eigentlich schon wieder recht gut schlafen. Auch das Einschlafen macht keine Schwierigkeiten.

– Abtasten der Brust. Fällt mir immer noch extrem schwer. Außerdem tut es vermehrt weh, es gibt immer noch diese Druckstellen, feste Umarmungen auf dieser Seite schmerzen. Das nervt, auch und gerade bei zärtlicher Zweisamkeit. (Letzteres wird übrigens langsam aber stetig besser – ich bin sehr optimistisch dass das spätestens bis Ende des Jahres komplett „so wie früher“ wird. Außer das mit der Brust halt. Meine Gyn und der Onko sagten ja, wie ihr wisst, dass das die übriggebliebenen Wirkungen von der OP/Vernarbungen und Verletzungen /Vernarbungen durch die Strahlentherapie sind. Ich werde also für immer und ewig damit leben müssen… ?!)

– Von den „schweren“ Nebenwirkungen des Tamoxifen, also Osteoporose, Zysten, Gebärmutter- und Eierstockkrebs, Thrombosen… merke ich nichts, was auch nicht verwundert, weil das schleichende Dinge sind. Beschwerden hab ich jedenfalls nicht. Und ich werde sowieso enmaschig kontrolliert. Demnächst steht wieder der vaginale Ultraschall an. Uhah!!! 🙄 Das wird was werden…

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Hallo Ihr Lieben,

wir sind seit gestern wieder im Lande 🙂 Im Moment komme ich noch nicht zum Blog-Lesen, vielleicht kann ich heute Abend damit beginnen. Ich muss einkaufen, putzen… 😉 …und unser „Projekt“ anleiern. Interessanterweise habe ich heute einen süßen Kandidaten gefunden, der evtl. super passen würde (Wunschrasse!). Eigentlich ein Männlein, aber das wäre nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium. Ein richtiges Problem ist allerdings, dass er 2,5 Autostunden von uns entfernt weilt. Da ist nichts mit „mehrmals mal dort hinfahren und schauen, ob er zu uns passt“… Hmmm wir werden in uns gehen und vorher erst mal in der näheren Umgebung suchen und die nächsten Schritte bez. Vorbereitungen usw. gehen. Mal sehen – ich halte Euch auf den Laufenden!

Bis bald, liebe Grüße von Eurer

Masca

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Heimat…

…wir kommen 🙂

Wie jedes Jahr, wird dieser Blog im August vermutlich etwas still werden, da ich wenig Gelegenheiten haben werde, ins Internet zu kommen (was ja, zur Abwechslung, auch mal nicht schlecht ist 😉 ). Gegen Ende des Monats sind wir wieder da, dann sicher mit viel Geschichten und Bildern.

Bis dann, einen schönen Sommer wünsche ich Euch!

Eure Masca

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von links nach rechts: Aprikose+Pfirsich (hinten), Pflaume (vorn), Kirsche, Nísperos+Pfirsich, Kirsch-Gelee. Das meiste hab ich übrigens verschenkt, dies hier ist nur noch der Vorrat, den ich für mich aufhebe 😉

marmelade1

Und heute Morgen ist noch dazu gekommen: Birne+Waldfrucht

marmelade2

Es waren noch so viele Birnen aus Schwiegermutters Garten da, und da wir morgen ja schon wieder verreisen… 😉

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Wir haben gerade mit unserem Vermieter gesprochen 🙂

Er hat nichts dagegen *freu*

Wenn wir aus Deutschland zurück kommen, wird es konkret!

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5 Tage Galicien

So Ihr Lieben, jetzt habe ich endlich FERIEN und Zeit, mich wieder etwas meinem (und Euren!) Blog(s) zu widmen, bevor es Mitte kommender Woche schon wieder los geht mit dem Reisen, diesmal in die Heimat nach Deutschland. 😀

Mittwoch letzter Woche sind JR, meine Mutter, meine Tante und ich, mit dem Billigflieger nach Santiago de Compostela geflogen. Der Flug ging um 6:30 in der Frühe los, ein Glück aber, dass der Flughafen nur 15km entfernt liegt. Dennoch mussten wir im 4 Uhr aufstehen *gähn*. Alles in allem war die Reise ok, den wilden Ansturm auf die Sitzplätze, die ja bei Billigfliegern nicht zugewiesen werden, haben wir überlebt und auch der Regen, der uns in Santiago empfing, war kein größeres Übel, auch wenn uns Sonnenstrahlen natürlich besser gefallen hätten. Da wir schon so früh ankamen , waren unsere Hotelzimmer natürlich noch nicht „fertig“, denn das Hotel war voll ausgebucht – schließlich kamen wir mitten in der Festwoche des „Apostelfestes“ an. Also mussten wir die Zeit bis mindestens 12 Uhr totschlagen und gingen erst mal in Ruhe frühstücken, um danach, mit Regenschirmen bewaffnet, eine erste, kleine Tour durch die Innenstadt zu machen. Wir gingen auch in die Kathedrale und ich bemühte mich, die Damen mit kleinen Geschichtchen munter zu halten, da vor allem meine Tante die Müdigkeit total überfiel, was verständlich war. Eigentlich war der Plan, bis zum Mittagessen durchzuhalten und danach ins Hotelzimmer einzuziehen, um dann auch gleich ein Mittagsschläfchen zu machen, allerdings hielt das meine Tante (die bald 75 Jahre alt wird) nicht mehr durch, also trabten wir schon um 12 Uhr zurück ins Hotel, bezogen unsere Zimmer und legten uns hin (ich konnte tatsächlich auch 20 Minuten schlafen). Gegen 14 Uhr gingen wir dann in ein nahegelegenes Restaurant Mittagessen, danach die Damen wieder zurück ins Hotel und JR und ich ließen uns wieder durch die Altstadt treiben… bis wir um 17 Uhr in meinem Lieblingscafé Airas Nunes mit meinen Freunden verabredet waren. Ch und A2 hatten wir ja letztes Jahr erst („erst“! 🙄 ) gesehen, ebenso E und P. Aber das Wiedersehen mit M, die inzwischen auch verheiratet ist und ein kleines Töchterlein hat, und deren Mama (eine waschechte „Gallega“, wie aus dem Bilderbuch 😆 he he he), war das allertollste. M. hatte ich seit Ende meines Studienaufenthalts in Santiago 1997 nicht mehr gesehen – sie hatte sie überhaupt nicht verändert! Leider hatten wir nicht wirklich die Ruhe und Zeit, uns detailliert zu unterhalten (und somit hab ich ihr auch nichts von meiner Brustkrebs-OP von vor 3,5 Jahren erzählen können. Aber das Wiedersehen mit den Freunden ging einfach nicht anders, es war die einzige Möglichkeit, so viele Freunde wie möglich zu treffen.

Um 19 Uhr mussten Ch, A2, E und P schon in der Kathedrale sein, da zu Ehren des Apostelfestes jeden Abend der  Chor (MEIN ehemaliger Chor! 😉 ) sang. Während die Damen müde schon wieder Richtung Hotel gingen, durften JR und ich unsere Freunde auf die Orgelempore der Kathedrale begleiten, dem Gesang beiwohnen und -natürlich das Schönste- viele viele alte, liebe Bekannte wiedersehen. Es war schon eine tolle Zeit damals, 1996/97, und es ist unglaublich, mit wieviel Herzlichkeit sich alle „alten“ an mich erinnerten, mich begrüßten, in die Arme schlossen… JR erzählte mir Tage später, zurück in Römerstadt, dass ich in Galicien so richtig aufgehe. Dass ich zu einem anderen Menschen werde. Ich glaube es ihm. Ich bin da wirklich sehr glücklich. Ich habe Freunde da, die mich, obwohl ich sie jahrelang nicht sehe, und auch sonst keinen Kontakt habe, immer noch gern haben, und man trifft sich nach so vielen Jahren wieder, als wäre überhaupt keine Zeit verstrichen… *seufz* Leider hatten unsere Freunde nach dem Gottesdienst noch eine Chorprobe, und JR und ich waren inzwischen auch schon sowas von fertig, dass wir die nicht mehr abwarteten (um mit ihnen danach zu Abend essen zu gehen), sondern auch ab ins Hotel gingen und ohne Abendbrot ins Bett fielen.

Am Donnerstag hatten wir einen Ausflug nach Vigo geplant. Meine Tante wollte eine entfernte Cousine besuchen, die sie aufgrund der geographischen Entfernung nur sehr selten sehen kann. Der Plan war, gar nicht mal so früh loszufahren (gegen 11 Uhr), aber dennoch so, dass JR und ich Zeit hatten, die Damen bei der Cousine „abzuliefern“ (gegen 12 Uhr), diese kurz zu begrüßen und dann zum Hafen abzudampfen, um in die Fähre Richtung Nationalpark „Islas Cíes“ zu nehmen (die um 13 Uhr fuhr). Tja. Aus Gründen, die ich hier nicht weiter ausführen will (ich sage nur eine der beiden Damen!) kamen wir ganz, ganz knapp in Vigo an, hatten keine Zeit die Cousine zu begrüßen, fuhren gleich zum Hafen, parkten, waren um 12.55 Uhr an der Anlegestelle – die Fähre noch angelegt, vor unseren Augen – und die Tussi vom Verkaufshäuschen wollte uns keine Tickets mehr verkaufen!!!! Mann war ich sowas von sauer… Vigo ist nämlich keine besonders reizvolle Stadt. Eine richtige Hafenstadt, Arbeiterstadt, hässliche Sozialbauten, viel Industrie, und leider Gottes diesen Sommer auch noch mit hunderten von Baustellen übersäht. Außer dem Meerblick (der wirklich sehr schön ist) und 2-3 Straßen in der Altstadt hat Vigo echt gar nichts zu bieten. So, und bis 15:30h fuhr keine Fähre mehr. Die um 15.30h hätte aber absolut nicht gelohnt (30-45h Überfahrt, und wir hätten die Fähre zurück um 17 Uhr nehmen müssen – also absolut keine Zeit, um die Insel zu besichtigen – und dafür dann rund 20 EUR pro Person. Das hätte sich nicht ausgezahlt). Ich musste erstmal meinem Ärger Dampf machen, denn ich hatte mich schon soooo sehr auf die Inseln gefreut (war 2000 mit meiner Schwester schon da und wollte sie JR zeigen). Jetzt hieß es also: kleinen Spaziergang durch Vigos Altstadt und dann Zeit totschlagen bis der Besuch der Damen bei der Cousine zu Ende war. Tja. Die Besichtigung inklusive berühmter „Piedra“-Austern-Verkäufer hat allerhöchstens eine Stunde gedauert. Dann wollten wir ein schönes Plätzchen zum Essen finden – aber nichts hat uns zugesagt. Die „Piedra“ war übersäht von Touristen, es war wirklich schrecklich. Etwas abseits von der Altstadt haben uns Kellner, die an der Tür ihrer Restaurants auf Kunden lauerten, mit ihren Speisekarten belagert und uns alle paar Meter versucht davon zu überzeugen, in IHR Restaurant zu gehen. So ein Verhalten kannte ich von Galicien bisher überhaupt nicht (kannte das nur von den Kanaren), und JR und ich können das auf den Tod nicht ausstehen. Wir gehen dann bewusst auch NIE in solche Restaurants. Ende vom Lied: Wir landeten im Burger King vom Einkaufszentrum direkt am Hafen. JA! Im ollen Burger King… 🙄  👿 Eines hatte es zum Guten, am Nebentisch saß Carlos Núñez, der weltberühmte Gaita-Spieler (= galicische Form des Dudelsacks). Ich hatte mich inzwischen wieder abreagiert, nach dem Essen schlenderten JR und ich durch die Läden des Einkaufszentrums und ich ergatterte bei Mango doch glatt für knapp 6 EUR ein Jäckchen in der Farbe Flieder. Immerhin war der Blick vom Einkaufszentrum traumhaft, über den Hafen, die Schiffe und Fähren… Immerhin. Gegen 18 Uhr holten wir die Damen dann wieder ab und fuhren zurück Richtung Santiago. Da ich meinem Ärger bereits Luft gemacht hatte, unterließ ich es, der an unserem verpatzten Ausflug Schuldigen eine Standpaule zu halten. Sei’s drum.

Am Abend in Santiago verabredeten wir uns nochmals mit Ch und A2 und gingen noch mit ihnen Abendessen, und es war echt sehr nett, auch wenn A2 leider für ca. 10 Minuten etwas die Kontrolle verlor und über Ch’s Ex-Freund, A1, herzog, was ich nicht so toll fand, denn er wusste ganz genau dass JR und ich auch sehr (!) eng mit A1 befreundet sind (und wir ihn ein paar Tage später auch treffen wollten). Das war aber auch das einzige, und A2 beruhigte sich dann auch wieder (nachdem ich ihm klipp und klar gesagt hatte, dass ich von den ollen Kamellen, die schon über 8 Jahre alt sind, nichts wissen will und dass ich es nicht gut finde, dass er mich durch sein Gemotze implizit zu zwingen versucht, Stellung für einen der beiden zu beziehen – was ich tunlichst vermeiden wollte und auch vermeiden konnte).

Am Freitag Vormittag lichtete sich endlich (!) der Himmel in Santiago und die Sonne schien herrlich. Die Damen nutzten den Vormittag, um noch mal in die Altstadt zu gehen und die beginnenden Festlichkeiten des Apostelfestes zu erleben, die auf den Straßen und Plätzen rund um die Kathedrale stattfanden. Nach dem Mittagessen checkten wir im Hotel aus und fuhren schon in Richtung Norden durch die absolute galicische Provinz zum kleinen Hafen-Städchen Cabana de Bergantiños, wo wir uns mit der Großfamilie trafen um am Samstag dann die Hochzeit meiner Großcousine I. zu feiern. I. und ihr jetzt-schon-Mann S. hatten für alle Gäste ein gaaaanz ganz tolles Appartemen-Komplex reserviert, welches nicht mal 1 Jahr alt ist. Ich sag Euch, ich hab noch nie so was Tolles gesehen, und dann auch noch so preiswert! Appartment für 6 Personen, wobei „kleines Reihenhaus“ der Beschreibung eher entsprechen würde, mit 3 Doppel-Schlafzimmern, jedes mit eigenem Bad (!), ein sehr großes Wohnzimmer mit riesiger Fensterfront direkt zum Meer und Strandpromenade, auf der Eingangsseite ein riesiger gemeinschaftlicher Garten mit viel Rasen, wo die Kinder bequem und auch unbeaufsichtigt spielen konnten, eine volleingerichtete Küche, W-Lan… und das für 130 EUR/Tag in der Hochsaison! Ich kann’s echt nur weiterempfehlen. JR und ich wussten SOFORT, wir kommen wieder. Irgendwann. Vielleicht mit meiner Schwester AM, ihrem Freund dem zerstreuten Professor und dessen 2 Kinder? Das wär doch mal ne Idee, einen gemeinsamen Urlaub…
Das Wiedersehen mit der Familie war klasse, meine Onkels und Tanten, meine Cousins, deren Kinder (meine Großcousins), die inzwischen alle auch schon erwachsen sind und einige von ihnen selbst Kinder haben… es war sehr spaßig.

Am Samstag schließlich war die Hochzeit. I und S haben standesamtlich gefeiert, und da der Ort Cabanas wirklich nur sehr, sehr klein ist, wurde die Trauung in der örtlichen Kultur-Allzweckhalle (auf der Bühne) vom Bürgermeister in persona zelebriert, während alle anderem im „Publikum“ saßen… he he he. War mal ganz was anderes und sehr witzig. Mein Cousin, I’s Papa, hat eine sehr bewegende Rede gehalten. Das FEst selbst dann wurde im wohl einzigen etwas größeren Restaurant in Cabanas gefeiert. Tja, ich denke das war ein riesen Fehler. Ich frage mich noch heute, ob I. und S. das Essen da vorher mal probiert haben, aber ich kann nur sagen, es war grauenvoll. Und das in Galizien, wo man wirklich (!) so spottbillig und gut (!) essen kann (den Beweis gab’s dann am Tag drauf). Jedenfalls, also als erstes gab’s ein Riesenchaos mit den Sitzplätzen. Das Lokal hat die Tische von der Sitzplatzanzahl anders hingestellt, als geplant, der Sitzplatzplan (es gab keine Tischkärtchen) hat dann überhaupt nicht gestimmt. Mein Onkel, I.’s Opa, war dann auch ziemlich sauer (ich kann das irgendwo verstehen), weil I und S die Omas und Opas am am weitesten möglichen Platz vom Brautpaar entfernt platziert haben, während die Kindergäste direkt vor dem Brauttisch saßen. Ich war 8am Anfang) auch ein bisschen sauer, weil man uns nicht zu den jüngeren gesetzt hat, sondern zu S’s Familienangehörige, die wir gar nicht kannten, und die einfach auch viel älter als wir waren (hinterher war es aber – für mich – doch ganz nett, JRs Tischpartner hingegen war stumm wie ein Fisch). Nun ja, nach der Nachspeise konnten wir ja dann auch Plätze wechseln. Zum Essen: erste Vorspeise war galizischer Tintenfisch. Der war noch recht lecker. Dann gab’s große gegrillte Gambas. Nun ja, ich erwischte mindestens 2, die halb-roh waren 🙄 Dann, dritte Vorspeise, überbackene Jakobsmuscheln. Das ist eine galizische Leibspeise. Es gab 2 pro Person, ich hab die 2te aber stehengelassen. Es schmeckte dermaßen nach Knorr-Fix-Tütchen, das war echt furchtbar, und gratiniert ist auch was anderes. Dann die erste Hauptspeise: in Mehl gebackener Seehecht. Seehecht gab’s wenig und Mini-Portionen, dafür sehr viel Paniermehl, unter dem man die Gräten eher schlecht als recht herausfand. Zum Seehecht gab’s übrigens lieblos gekochte Kartoffeln. 😛 Dann das zweite Hauptgericht: eine Art Schweinebraten. Eine daumendicke Scheibe, staubtrocken, fast ohne Soße, wieder mit Kartoffeln. Mit etwas mehr Soße hätte es vielleicht sogar geschmeckt. Ich hab die Hälfte stehen gelassen. Als Nachtisch gab’s gleich direkt die Hochzeitstorte, die aus zwei verschiedenen typisch spanischen, extrem süßen und Crème-haltigen Torten bestand, die auch nicht sooo toll waren. So, und um alles Negative dieser Hochzeit abzuschließen und bevor ich zu den (vielen!) positiven Punkten komme, nur noch sagen, dass mit dem Lokal ausgemacht war, dass bis 3 Uhr gefeiert werden darf. Nun ja, um kurz nach 1 Uhr sah sich I. gezwungen das Mikro zu nehmen und den Gästen zu verkünden: „Das Restaurant hat uns gebeten, die Musik auszustellen, weil die Gäste des angrenzenden Hotels sich beschwert haben.Wir dürfen weiter feiern, aber ohne Musik“. Na klasse! Damit war die Feier natürlich beendet.

Das wichtigste aber ist, dass I. und S. ihren Spaß hatten. I. hat den ganzen Tag über beide Ohren gestrahlt. Ich kenne sie ja seit ihrer Geburt, ich habe jahrelang jeden Sommer in Spanien mit meinen Großcousins verbracht. Als Kind und auch als Teenager war sie sowas von ungezogen, unsympathisch, negativ und frech, das war echt furchtbar. Seit ich sie aber mit S. zusammen kenne, und ganz besonders an diesem Tag, ist sie sowas von verwandelt. Herzlich, fröhlich, positiv, familiär und offen. Mit so einem schönen Lachen, das ihr hübsches Gesicht noch dreimal mehr strahlen lässt. Wirklich toll! Ihr Brautkleid war – hätte sie nichts gesagt, hätte man es nicht gemerkt – ein weißes Abendkleid vom El Corte Inglés, schulterfrei, ein bisschen im Empire-Stil, und komplett plissée. Es stand ihr wunderbar! Dazu hatte sie sich einen sehr schönen Schleier gekauft, welcher unterhalb ihrer Hochsteckfrisur angebracht worden war. Das Fest (nach dem Essen) wurde dann sehr witzig. Es gab allerlei Spielchen, ganz nach deutscher Tradition (I. ist 1/4 Spanierin und 3/4 Deutsche, allerdings hat sie ihr Leben lang in Spanien gelebt; und S. ist Sohn spanischer Gastarbeiter in Deutschland, er hat bis zum Studium nur in Deutschland gelebt, und sein Deutsch ist auch lustigerweise viel besser als das von I. – eine perfekte Kombi sind die zwei also). I.’s Opa mütterlicherseits hat für das Fest als Überraschung eine Tuna engagiert. Tunas sind spanische Studentenverbindungen (nicht schlagend, sowas gibt’s zum Glück in Spanien nicht), die ihre Freizeit damit verbringen, in besonderer Kleidung mit Gitarren und anderen Saiteninstrumenten auf den Straßen, in Bars, Restaurants und eben auch auf Feiern die Damen zu besingen. Sie bekommen dafür entweder einen Obulus oder man kann sie, wie eben zur Hochzeit, richtig „engagieren“. Hier in Römerstadt gibt es leider keine besonders engagierte Tuna, sonst hätte ich das für unsere eigene Hochzeit vor 3,5 Jahren auch sehr schön gefunden. Nun ja, als die Tuna kam, heizten sie die Stimmung schön an. Es war sehr witzig! Und schließlich gab es dann noch Musik vom Band, das empfand ich aber nicht als schlimm. Gegen 1 Uhr 30 fuhren JR und ich, nachdem wir ja quasi „rausgeschmissen“ wurden, mit allen anderen wieder zu den Apartments, und wir feierten zu zehnt ein bisschen weiter bei Rotwein und Musik vom mp3-Player im Appartment einer weiteren Großcousine, bis wir gegen 4 Uhr totmüde ins Bett fielen. Alles in allem war es dennoch eine sehr schöne Hochzeit!

Am Sonntag trennten sich ein bisschen die Wege der einzelnen Leute in der Familie. Während meine Großcousins, teilweise mit ihren kleinen Kindern, an den Strand gingen (wo ich auch sehr gern hingegangen wäre, aber wir mussten um 12 unser Apartment räumen und am Nachmittag nach Santiago zurückfahren), sind JR, die Damen und ich mit meinen Onkels und Cousins an der Küstenpromenade von den Apartments bis zum Dorfzentrum spazieren gegangen, wo wir in einer kleinen Futzel-Bar zu 14t (!!!) eingefallen sind. Im Schatten von schönen Maulbeerbäumen, auf der dazugehörigen Terrasse, bewirtete uns dieses kleine Lokal mit exzellenten (!!!) und riesigen (!!!) Meeresfrüchte- und andere Tapas. Kostenpunkt: 115 EURO – für vierzehn Personen, die wirklich satt wurden! (teilweise hatten Leute 2 Getränke und die meisten noch Kaffee hinterher – das Lokal lud auch noch zur Nachspeise und Schnaps ein). Ich glaube, die Leute dort sind es absolut nicht gewöhnt, Touristen zu haben, das haben wir auch auf dem Spaziergang zurück zu den Apartments gemerkt, als wir auf einer Bank zwei alten galizischen Damen begegneten, die unsere große Gruppe kommen sah und uns freudig begrüßten – wo wir denn herkämen, ob es uns bei ihnen gefiele… herrlich! Wir Touris waren sowas wie Marsmenschen für sie, so ein Gefühl hatte ich… Sowas von sympathisch! Von mir aus darf das da so bleiben 🙂

Am Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück nach Santiago. Wir bezogen wieder das gleiche Hotel, und zum Abendessen trafen wir unsere lieben Freunde A1 und seine Frau S, die wir seit unserer Hochzeit (!!) nicht mehr gesehen hatten. Die beiden leben eigentlich aus Andalusien, kommen ursprünglich aus Zentralspanien, und A1 kenne ich von meiner Studienzeit in Santiago de Compostela (er studierte da und sang auch in „meinem“ Chor). Es war ganz ganz toll und wir versprachen uns, dass nicht wieder 3 Jahre vergehen dürften, bis wir uns wiedersehen. JR und ich sind dran, sie in Andalusien zu besuchen. Mal sehen, wann das klappt!

Am Montag in der Früh gegen 8 ging dann unser Flieger zurück. Wie es am Montag weiterging, hab ich ja schon hier erzählt 😉

So, und wer es bis hierher durchgehalten hat, wird jetzt mit Fotos belohnt. Ich weise darauf hin, dass Ihr für diesen (und alle anderen!) Eintrag hier im Blog eine Bewertung abgeben könnt, wenn Ihr auf „Kommentare“ klickt. Viel Spaß beim Gucken!

KLICK und die Bilder werden größer bzw. die Galerie öffnet sich.

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Geschützt: noch ein Blog?

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… muss sein 😆

Gestern haben wir den Geburtstag von der Frankfurterin nachgefeiert – und zwar amb Strand. 😉 Jeder hat was zu Essen mitbegracht, und so haben wir gepicknickt – mit Bier, Wein, Sekt und Gesang – denn JR hat seine Gitarre mitgebracht. Wir hatten schon eeeeewig nicht mehr so einen Tag und so einen Heidenspaß. Gegen 22 Uhr sind die Frankfurterin und ich zu Comedian-Harmonists Liedern auf dem Sand rumgehüpft, wobei ich mir selbst mit dem rechten Fuß auf dem linken (den mit den Knochenbrüchen letztes Jahr) gesprungen bin… *rofl* (keine Angst, es ist nichts weiter passiert hi hi), und am Ende sind die Frankfurterin, die Mecklenburgerin und ich doch noch ins Meer rein. Da die Wellen nicht gerade klein waren, und der Himmel nicht immer klar (Mond erhellte ab und zu, dann wieder nicht), war es ein sehr, sehr lustiges Vergnügen hi hi hi… Sowas hab ich seit meiner Teenagerzeit nicht mehr gemacht! 😉

Und wenn man so einen Spaß hat, läuft auch vieles andere wieder besser, zum Beispiel das Thema L.i.b.i.d.o…. 😉

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