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Archive for Februar 2009

Bei Dulós wieder-entdeckt, habe ich folgendes Lied. Eigentlich bin ich kein besonderer Fan von Bebe, ich mag ihre Stimme nicht sonderlich, und die Lieder drehen immer um das gleiche Thema. Dennoch muss man ihr Engagement, ihren Einsatz, und ihre Selbstlosigkeit anerkennen, und ich schätze, dass sie bei all ihrem Erfolg hier in Spanien immer noch das andalusische Mädel von nebenan geblieben ist, frech, bodenständig, menschlich.

Das Lied Ella (übersetzt: Sie) zielt eigentlich auf Frauen, die von ihren Partnern (oder anderen Männern der Familie) unterdrückt werden, seelisch oder/und körperlich misshandelt werden – ein sehr brisantes Thema hier in Spanien, schon seit Jahren, mit einer unglaublichen Medienpräsenz, sei es nun in den Nachrichten, in denen von Totschlägen oder versuchtem Totschlag an Frauen berichtet wird, sei es durch offizielle Werbung, die zum Kampf gegen die Misshandlungen im familiären Umfeld aufruft (Werbungen, die von der Regierung, oder den Fernsehsendern, oder Nichtregierungsorganisationen produziert werden), sei es in Gesprächsrunden, sei es weil der Schutz der Frauen über neue Gesetze, schnelle Gerichtsverfahren, Ansprechpartner, Anlaufstellen usw. ständig verbessert wird usw. Immer, wenn dann im Radio ein neues Lied vorgestellt wird, das sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt, neige ich dazu zu glauben, dass sich hier mal wieder irgendein Möchtegernkünstler auf den Zug aufspringen will, weil er weiß, dass dieses Thema im Moment „in“ ist. Bei Bebe hab ich das am Anfang auch gedacht (dieses ist nicht das erste Lied, das sie zu diesem Thema selbst komponiert hat). Mittlerweile glaube ich es ihr aber – ihr ehrliches Engagement. Und dass sie es ohne Eigennutz tut. Letztendlich habe ich, wie oben geschrieben, über Dulós erstmals das Video zum Lied gesehen, und ich muss sagen, das Video gefällt mir sehr gut (fast noch besser als das Lied 😉 )! Sehr einfach, sehr treffend!

Schließlich habe ich mich noch gefragt, ob man den Text nicht auch auf das Thema Brustkrebs oder generell den Kampf gegen Krankheiten „übertragen“ kann. Natürlich kann man es!

(die Übersetzung ist wieder von mir, und für die, die Spanisch können: der Text ist „richtig“ Andalusisch transkribiert 😉 )

Ella sa cansao                     Sie ist es müde,
de tirar la toalla                   das Handtuch zu schmeißen
se va quitando                    trennt sich langsam
poco a poco telarañas       von den Spinnweben
no ha dormido esta noche               
hat heut Nacht nicht geschlafen,

pero no esta cansada         ist aber nicht müde
no mira ningún espejo       schaut in keinen Spiegel,
pero se siente to’ guapa     fühlt sich aber komplett hübsch.

Hoy ella sa puesto color    Heute hat sie sich
en las pestañas                    die Wimpern getuscht
hoy le gusta su sonrisa,      heute mag sie ihr Lächeln,
no se siente una extraña   fühlt sich nicht fremd
hoy sueña lo que quiere    heute träumt sie, was sie will,
sin preocuparse por nada ohne sich um etwas zu sorgen
hoy es una mujé                                 heute ist sie eine Frau,
que se da cuenta de su alma die ihre Seele erkennt

Hoy vas a descubrir           Heute wirst du entdecken
que el mundo es solo para ti dass die Welt nur dir gehört
que nadie puede hacerte daño, dass niemand dir weh tun kann
nadie puede hacerte daño                niemand dir weh tun kann
Hoy vas a comprender      heute wirst du verstehen
que el miedo se puede romper dass Angst gebrochen werden kann
con un solo portazo.          mit einem einzigen Türknall.
Hoy vas a hacer reir           Heute wirst du zum Lachen bringen
porque tus ojos se han cansado  weil deine Augen es müde sind
de ser llanto, de ser llanto… Trauer zu sein, Trauer zu sein…
Hoy vas a conseguir          Heute wirst du es schaffen
reírte hasta de ti                  sogar über dich selbst zu lachen
y ver que lo has logrado    und das zu sehen, was du erreicht hast…

Hoy vas a ser la mujé        Heute wirst du die Frau sein,
que te dé la gana de ser     auf die du Bock hast, zu sein
Hoy te vas a querer            heute wirst du dich lieben
como nadie ta sabio queré               wie niemand dich bisher lieben konnte
Hoy vas a mirar pa’lante  Heute wirst du nach vorne schauen
que pa atrás ya te dolio bastante denn zurück hat schon zu weh getan
una mujé valiente, una mujé eine mutige Frau, eine lächelnde
sonriente, mira como pasa Frau, schau wie sie daher kommt…

Hoy nació la mujé perfecta Heute ist die perfekte Frau geboren
que esperaban                     auf die man gewartet hat
ha roto sin pudores             sie bricht ohne Scham
 las reglas marcadas           die vorgegebenen Regeln.
Hoy a calzado tacone       Heute trägt sie Absätze
para hacer sonar sus pasos damit man ihre Schritte hört
Hoy sabe que su vida        Heute weiß sie, dass ihr Leben
nunca mas será un fracaso              nie mehr ein Misserfolg sein wird.

Hoy vas a descubrir           Heute wirst du entdecken
que el mundo es solo para ti dass die Welt nur dir gehört
que nadie puede hacerte daño, dass niemand dir weh tun kann
nadie puede hacerte daño                niemand dir weh tun kann
Hoy vas conquistar el cielo Heute wirst du den Himmel erobern
sin mirar lo alto                   ohne zu schauen, wie hoch er
que queda del suelo           über dem Boden liegt
Hoy vas a ser feliz              Heute wirst du glücklich sein
aunque el invierno sea frio auch wenn der Winter kalt ist
y sea largo, y sea largo…  oder lang ist, oder lang ist…
Hoy vas a conseguir          heute wirst du es schaffen
reir tanto de ti                      sehr über dich selbst zu lachen
y ver que lo has logrado… und zu sehen, was du erreicht hast…

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Vom einen zum nächsten

Immer noch nicht genug?

Letzten Sonntag hatte ich, nach dem Faschings-Besuch, so starke Migräne, wie seit meiner Pubertät nicht mehr. Inklusive Kotzeritis. Ganz, ganz übel.

Ab Montag hat sich dann die Erkältung, die sich bereits seit Samstag Vormittag mit Halsschmerzen ankündigte, zu einer leichten Grippe ausgedehnt: Stimme komplett weg, Reizhusten, Fieber. Zwei Tage (Montag und Dienstag) übel, Mittwoch dann fieberfrei aber mit komplett verstopfter Nase, Reizhusten und total schlappem Körper (der vormittägliche „Besuch“ im Krankenhaus war ja auch nicht unbedingt gesundheitsförderlich 🙄 ). Der Donnerstag dann ähnlich wie Mittwoch, mit minimaler Besserung – immerhin konnte ich am Nachmittag backen, das hat Spaß gemacht. Gestern, Freitag, dann endlich Besserung: hurra, ich werde vermutlich doch am Samstag auf E.’d Geburtstagsparty gehen können! Freude, Geschäftigkeit, ich putze Fenster und endlich !!!! den Balkon.

Pustekuchen:

Ab Freitagnachmittag, erste Anzeichen. Am Abend dann ärger: eine Blasenentzündung kündigt sich an. Mama ist ja den Tag über da, ich verheimliche vor ihr die Symptome. Habe keine Lust auf Mama-Ratschläge und Mama-Betüdelung (à la: Lass das, ich mach das für dich! Beweg dich nicht so viel! Sitz nicht so viel vor dem PC! Lies doch mal was! Tu dieses und jenes! Lass dieses und jenes! usw.). Am Abend, als sie weg ist, kann ich mir dann endlich die ersehnte Wärmeflasche machen – und der Blick in die Hausapotheke bringt Ernüchterung: Sch…, mein Nieren-Blasen-Tee ist abgelaufen, schon im Dezember… 😡

Hilft alles nix. Die Blasenentzündung ist zwar noch nicht soooo weit vorgeschritten, das hatte ich schon mal viel schlimmer (mit Blut und so). Aber soweit will ich es gar nicht erst kommen lassen. Ins Krankenhaus zur Notfallpraxis kriegt mich dieses Wochenende aber niemand! Ehrlich nicht! Also hab ich jetzt JR zur Apotheke geschickt:  mal sehen was die für einen Rat haben, und Blasentee besorgen, hoffentlich auch Cranberry-Kapseln und/oder Cranberrysaft. Falls es letzteres da nicht gibt, hat er vielleicht im Carrefour Glück – die haben dort alle möglichen Säfte. Währenddessen hock ich mit Wärmeflasche, zwischen den Beinen eingeklemmt, und eingelüllt in eine Decke, auf der Couch und stöbere im Internet, weil ich meine Blasenentzündungsgeplagte und leidvoll -erfahrene Schwester AM leider nicht erreichen konnte: die hätte bestimmt noch den ultimativen Tipp, wie ich richtig vorbeugen kann und um ein Antibiotikum rumkomme, bzw. sie sagt mir, ich solle doch lieber gleich zum AB greifen… ich versuch’s nachher nochmal bei ihr.

Die Geburtstagsparty heute Abend in Geiselstadt werde ich absagen müssen – ich mag/kann/darf nicht noch eine Woche in der Arbeit fehlen… Schade! 😦

Liebe Grüße von einer Jammerliesel

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Obwohl es mir gestern noch nicht wirklich besser ging (Nase zu, 50% der zeit durch den Mund geatmet, Körper müde, Kopf brummte), musste ich am Nachmittag nach fast 4 Tagen krankheitsbedingtem Herumlümmeln etwas „tun“, und so kam ich auf ein Rezept, das ich schon vor einem jahr mal bekommen habe 😉 und zum ersten Mal esse ich hier in Spanien, seit ich hier lebe, das:

brezen

Die Form ist noch nicht perfekt, beim nächsten Mal wird’s sicher besser 😉 Außen sehr kross, innen schön weich – genau, wie ich es liebe 😛 Ab sofort wird es hier häufiger Brezen geben… hmmmmmmm mjam!

Außerdem hab ich versucht (!) Roggenbrötchen zu machen. Ich habe von meinem letzten Deutschlandbesuch fertig abgepackten Sauerteig hier, den wollte ich schon seit langem mal hernehmen, hatte aber Schwierigkeiten, (reines) Roggenmehl aufzutreiben. Vor ca. 10 Tagen hatte ich dann endlich Glück. Das Roggenmehl war allerdings eine Mischung aus Roggenmehl und Roggenschrot. Vielleicht lag es daran? 😕 Jedenfalls sind die Brötchen NIX geworden, deswegen zeige ich sie hier auch mal lieber nicht 😉

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… habe ich heute im Krankenhaus von Römerstadt hinterlassen. Ich bin soooooowas von sauer! 👿
👿
👿

8:20h Ankunft im Krankenhaus, Arztzimmer Dermatologie, externe Sprechstunde
Großer Zettel:
„Achtung! Neue Regelung: Gehen Sie VOR Ihrem Arztbesuch am Schalter vorbei und bestätigen Sie Ihre Ankunft.“

8:25h
JR und ich treffen zufällig die netteste Schwester überhaupt, die es gibt, die Schwester aus der Gynäkologie. Sie sagt: „Ja, das ist neu, aber kommt mit mir mit, ich mach das ganz schnell für Euch, dann müsst Ihr nicht noch mal Schlange stehen und zu spät kommen.“ Und mogelt uns bei 2 Leuten vorbei 😉 Das einzige Nette, was heute Vormittag passiert ist! 😦

8:33h
Fast pünktlich sitzen wir vor dem Sprechzimmer der Dermatologin. Bin nervös, weil mir hier in Spanien zum ersten Mal ein Leberfleck entfernt werden soll

8:45h
Ich werde endlich aufgerufen und wir werden ins Sprechzimmer gebeten. Problem: Meine Krankenakte liegt nicht vor. Wie???? 😕 Ja, wie kann das sein, sagt Dr. S., sie wundert sich, ist stinksauer, raunzt ihre Schwestern an. JR schaut mich schief an. Sie raunzt weiter: „Schwester Soundso, rufen Sie beim Archiv an. Haben Sie das nicht schon längst gemacht! Mensch, hier ist ja wieder alles komplett im Eimer! So ein Chaos! Wir hätten schon längst weiterarbeiten können.“ Gewusel, Gewurschtel. Rumtelefoniererei. Die schlechte Laune von Dr. S. ist mehr als evident, aber klar, es ist nicht ihr Fehler. Meiner aber auch nicht. Ich weise darauf hin, dass ich um 11h noch einen weiteren Termin hier habe, aber bei einem Hämatologen. Sage, dass es ja sein könnte, dass DA meine Krankenakte liegt. Angeblich wird auch dort angerufen, aber die Akte ist unauffindbar.

8:55h
Wir werden noch einmal in den Wartesaal geschickt, damit andere Patienten vorgezogen werden können. Vielleicht taucht ja die Akte in der Zwischenzeit auf. Wir sitzen draußen, und während 3 Omas lauthals über ihre Nachbarn tratschen, gehen bei mir die Nerven durch. Ich sehe schon, wie 3 Jahre Krebskrankengeschichte irgendwo bis zum Sanktnimmerleinstag verschwinden. JR gibt mir ENDLICH auch mal Recht, ja, die Dr. S. hat aber einen ganz schön harten Charakter, wie die ihre Mitarbeiter angeraunzt hat, und das vor uns… es wundert ihn jetzt nicht mehr, dass ich nicht gerne zu ihr gegangen bin, dass ich mich bei ihr bis jetzt nicht so 100% aufgehoben gefühlt habe. Nun ja.

9:30h
Wir werden wieder in das Sprechzimmer gebeten. Die Akte ist noch nicht da. Man schlägt mir vor, den Termin für heute zu canceln, einen Termin für nächste Woche zu nehmen und dann im HG des Krankenhauses eine Beschwerde abzugeben. Ich erwähne, „mal sehen, ob ich es schaffe, das noch vor dem 11h-Termin in der Hämatologie zu regeln.“ Dr. S. darauf sofort: „Ach ja, Schwester S. was hat denn Häma gesagt? Ist da jetzt die Akte oder nicht?“ Die Schwester: „Also die Häma hab ich bis jetzt nicht erreichen können…“ Dr. S. rast: „Waaaaaas!!!!! Rufen Sie SOFORT da nochmal an!“ Schwester ruft da an, kommt nach 20 Sekunden, kleinlaut: „es geht keiner ran…“ Dr. S.:“Dann machen wir er so wie besprochen: Termin nächste Woche, und Sie reichen eine Beschwerde ein.“

9:35h
Schlange stehen im EG des Gebäudes für externe Sprechstunden, für die Terminvergabe nächste Woche. Insgeheim bin ich froh, NICHT heute den Leberfleck wegoperiert bekommen zu haben, da ich Grippe habe, am Sonntag Kotzeritis und danach zwei Tage Fieber und starken Reizhusten hinter mir (heute zwar keins mehr, aber trotzdem!), Nase zu, Kopf zu usw. Nach fast 30 Min warten erhalte ich endlich den Termin für kommenden Mittwoch.

10:05h
Wir beschließen, sofort in das Gebäude der Hämatologie zu gehen, und erst später zur Beschwerde. Schlange stehen, wie heute Morgen, zum „Anmelden“, dass ich da bin.

10:15h
Wir sitzen im Wartesaal und hoffen, früher als 11 Uhr dranzukommen. Es tut und regt sich aber gar nichts in diesem Sprechzimmer.

11:00h
Wir klopfen an die Tür, eine Schwester kommt raus. „Haben Sie sich vorne angemeldet?“ – „Ja klar, schon vor 45 Minuten.“ – „Jaja, wir sagen Ihnen Bescheid“. Tür zu.

11:10h
Wir werden ins Sprechzimmer gerufen. Guten Tag, guten Tag. Warum sind Sie hier? Wer hat Sie geschickt? Was wollen Sie hier? Ich schaute wie ein Ölgötze, denn… auf dem Tisch im Hintergrund lag
ERSTENS meine Krankenakte!!!!
und ZWEITENS wenn diese Ärztin die Akte hatte, wieso wusste sie nicht, welcher Arzt mich zu ihr überwiesen hat und warum ich komme? Da gab’s doch einen internen Überweisungsschein mit angaben und so…
Ich war SPRACHLOS! Ich erzählte ihr also meine komplette Kranken- und Lebensgeschichte, ich meine, dass sie eine Anamnese macht ist ja schon klar, aber dass ich ihr sagen musste, dass Dr. Flowerpower nach Anweisung von Dr. Cruzifix mich zu ihr wegen meiner immer mehr sinkenden Leuko-Anzahl schickt, hätte sie wissen können/sollen. Wie wir fast fertig sind, hält ihr die Schwester plötzlich den Überweisungszettel vor die Nase – da war er ja doch! 😡
In der Zwischenzeit wurde die Ärztin immer netter, untersuchte mich genau, nahm mir ein bisschen Blut vom Finger, beruhigte mich, meinte, dass ich vermutlich gar nichts habe sondern dass die tiefen Leukos familiär bedingt sind. Dann gab’s noch eine Überweisung für ein großes Blutbild, Analyse.

11:45h
Nach etwa 15 Min. Schlange stehen im Hauptgebäude vor dem Kundenbüro, sind wir endlich dran und können die Beschwerde vortragen. Ich bin gaaaanz ruhig. Der Mann auf der anderen Tischseite scheint sehr offen und empfänglich für die Sorgen der KH-Patienten. Am Ende kommt aber heraus: Er dreht jedes Wort im Mund herum, säuselt Zeugs, hört nur, das was er hören will, weiß dabei lächerlich süffisant zu lächeln, glaubt uns kein Wort und deutet zwischen den Zeilen am Ende auch noch an, dass WIR selber Schuld seien, wenn das KH einen Termin absagt, uns informieren will uns aber nicht erreichen kann – WOVON REDET DER EIGENTLICH??? Was für ein abgesagter Termin? Am Ende ist mir der Kragen geplatzt! Ich entgegne: „Wissen Sie was, Sie können mir glauben oder auch nicht, das ist mir ziemlich egal. Ich möchte jetzt eine schriftliche, aktenkundige Beschwerde hierlassen!“ Daraufhin sagt er: „aaaach, Sie hatten ja doch einen Termin heut Morgen…“ AAAAAAARGHHHHHHH!!!!!  Gesagt getan, er holt einen Zettel, ich fülle ihn aus, JR hilft mir bei der richtigen spanischen Formulierung. Der zettel wird abgestempelt, erhält eine Aktennummer, ich erhalte eine Kopie. Ohne ein Danke verabschieden wir uns von diesem s***blöden Typen. Im Ausgang meint schließlich JR: „gut, und jetzt wird sich dann wieder zeigen, wie gut in diesem Land das Papier schweigen kann…“ Ja, da hat er Recht. Aber ich habe wenigstens eine Beschwerde dagelassen, und es ging mir besser dabei. Außerdem fühlte ich mich besser, weil ich wusste, dass meine Akte nicht wirklich verloren war.

12:15h
Wir sind in meinem Ärztezentrum und vereinbaren den Termin zur Blutabnahme für das große Blutbild. Termin: nächste Woche Donnerstag.
Den nächsten Termin bei der Hämatologin hab ich in einem Monat, einen Tag nach meinem Gynäkologentermin.

 

So ein SCH*** Vormittag…

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Wahre Worte

Bei Jana habe ich gerade einen Kommentar von Dany gelesen, der genau das widerspiegelt, was mir immer durch den Kopf schwirrt, ich aber nie vermochte, in Worte zu fassen. Besonders in Bezug auf S. und ihre Geschichte „drüben“ habe ich von Anfang an sowas in der Richtung gedacht, aber nicht gewusst wie ich es sagen sollte – und wollte dann nicht bei 5434954870945 anders lautenden Kommentaren gegen den Strom schwimmen – vielleicht wären meine Worte bei S. und ihrer Mama und ihrem Mann auch in den falschen Hals gekommen, und das wollte ich nicht. Aber ich muss Dich, liebe Dany, jetzt einfach mal zitieren, denn ich finde, es ist etwas, das alle, die irgendwann einmal mit krebskranken Menschen zu tun haben, wissen sollten:

Dir zu sagen “hach, da ist schon alles okay” oder Floskeln wie “du bist stark, das wird schon” hörst Du sicher viele. Ich bin immer sehr vorsichtig mit solchen Aussagen, da sie den “Patienten” (sorry, fand kein anderes Wort) nur unter Druck setzen. Vorallem mit dem zweiten Satz wird es recht arg wenn dann mal irgendwann was nicht gut sein sollte (huch, bin ich jetzt nicht stark, bin ich ein Versager?) Schlussendlich können die ehemals krebskranken Menschen nichts (oder fast nichts) dazu tun, damit der Krebs (wie ich das Wort hasse!!) fern bleibt. Klar kann man gesund leben, sich psychisch stärken u.s.w., aber eine Garantie gibt es dann doch nicht. Darum ist es in meinen Augen auch nicht fair zu sagen “du bist stark”.

Danke, Dany, dass du das angesprochen hast. Es lag mir schon sehr lange auf dem Magen.

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Hallo Ihr Lieben, ich brauch mal dringend (!) einen Rat:

Ich hatte mir für Fasching doch „falsche“ Tattoos überall auf dem Körper hingeklebt, also Oberarme, Unterarme, und einen in den Ausschnitt 😉 Mein Problem ist jetzt, dass ich die nicht wieder abkriege. Auf der Tattoo-Verpackung stand, dass man sie mit Babyöl wegkriegt – aber nichts da, bei mir klappt es nicht.  Beim Duschen sowieso schon nicht. Und jetzt??? 😕

Mein akutes Problem ist, dass ich morgen zwei Arzttermine habe, einer davon ist ausgerechnet der Hautarzttermin (endlich!!!!). Das wäre mir echt extrem peinlich, da mit ca. 10 verschiedenen Popel-Kinder-Tattoos anzukommen (Drachen, Skorpione, Rosen und Schnörkel). Ob der Leberfleck morgen wegoperiert werden kann, weiß ich zwar (unabhängig davon) nicht, weil ich seit gestern Fieber habe und ich nicht sicher bin, ob man bei Fieber eine (Lokal-)Anästhesie bekommen darf (weiß das zufällig jemand?). Aber unabhängig davon, wie gesagt, möchte ich den Termin trotz Fieber wenigstens wahrnehmen, und dafür die doofen Tattoos weghaben…

Der zweite Arzttermin ist übrigens beim Hämatologen, wegen meiner tiefen Leukozyten.

Danke für jeglichen Tipps im Voraus!

Eure Tattoo-Amy-Masca

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Kochstöckchen

Mrs. Attitude hat mich mit einem Kochstöckchen beworfen. Warum mir WP die Verllinkung nicht angezeigt hat, weiß ich nicht 😕 Von einem Extrem (alle möglichen Blogs anzeigen, obwohl ich gar nicht verlinkt bin) zum anderen (die Blogs, wo ich verlinkt bin, gar nicht anzeigen), na, dann kann man nur hoffen, dass die Technik sich demnächst in der Mitte trifft und es wieder richtig funktioniert 😉

Eigentlich koch ich ja nicht so gern (und nicht gut, aber es reicht, damit es schmeckt und wir nicht verhungern müssen 😉 ), deswegen warne ich gleich im Voraus vor meinen Antworten. 😉

Ich koche …

weil ich es muss und weil ich sehr gern esse 😉

Wie alt ist die Küche?

So alt wie die Mietwohnung, in der wir wohnen. Das bedeutet: ziemlich alt 😉 Ich schätze so 20 Jahre oder mehr.

Ich kann nicht kochen ohne …

Salz, und meist rote Paprika. Bei mir ist (fast) überall rote Paprika dabei. 😛

Ich mag es nicht, in der Küche zu stehen …

wenn ich von vorneherein weiß, dass das Gericht in die Hose geht. Wenn ich im Stress bin und ich weiß, dass der Stress dem Gericht dadurch nur geschädigt wird und ich Dinge, die ich vermasselt habe, nicht mehr retten kann… dann bin ich frustriert! 😉

Besonders gelungen ist mir …

hmmm… ich glaube die Gemüselasagne. Vor Jahren hab ich auch mal total leckere Krautwickerl (bzw. Kohlrouladen für die Norddeutschen 😉 ) hingekriegt. Leider nie wiederholt, denn JR mag kein Kohl (siehe unten).

Voll daneben ging …

viele Sachen… ich muss mal überlegen und JR fragen… bestimmt irgendwelche Fleischsachen, die zu stark durch waren, oder Fisch, der auseinandergefallen ist, oder solche Sachen… 😉 Einmal, das war noch in Deutschland, ist eine Paella total in die Hose gegangen. Es hatte an Flüssigkeit gefehlt und ich hatte einfach klares Wasser nachgeschüttet beim Kochen. Großer Fehler! Die Paella war sowas von fad, aber echt… 😕

Das neueste Gerät …

Ein Fleischhammer – gilt das?

Ich verzichte beim kochen…

Auf Rezepte. Ganz im Gegenteil als beim Backen. Ich koche meist „spontan“ was oder lasse mich durch Rezepte eigentlich nur „anregen“. Deswegen geht auch so oft was in die Hose, vermute ich 😆

Bei uns sucht man vergebens im Kühlschrank…

Kohl, zu meinem Leidwesen. JR mag keine Kohlsorten, also kein Kohl, kein Blumenkohl, kein Rosenkohl, kein Brokkoli (oder eher selten, er isst es nur, wenn er muss). Und Artischocken. Die mag ich selbst nicht (und ess sie nur, wenn ich muss – zu JR’s Leidwesen ;-)).

Besonders gerne koche ich …

ich zitiere Mrs. Attitude: selbstgemachte Pizza – ich nämlich auch. Mit Bierteig 😉
Und: Empanadas = spanische Teigtaschen, wahlweise gefüllt mit Thunfisch oder mit Hackfleisch. Auch mit Bierteig 😉

Kochen werde ich nie …

Wieder wie bei Mrs. Attitude: Innereien. Ausnahme: wenn ich mal ein supertolles Leberfilet bekommen würde, von dem ich weiß, dass das Tier nicht mit Hormonen vollgestopft wurde. Aber das ist heutzutage ja fast unmöglich. So ein Filet habe ich zuletzt gesehen und gegessen anno 1996 in Galizien, auf’m Bauernhof der Eltern meiner WG-Mitbewohnerin. Auf die hab ich mich verlassen… und es war seeeehr lecker! 😛

Das nächste was ich ausprobieren werde ist …

hmmm keine Ahnung. Ich entscheide meist spontan, was ich kochen will. Deswegen hab ich auch immer tausend Sachen auf Vorrat. Beim Backen überlege ich schon eher im Vorfeld, was ich backen will. Als nächstes möchte ich gern wieder mal eine Käsesahnetorte machen, mit Obst drinnen. Ist zwar nicht neu, habe ich aber seit Jahren nicht mehr gemacht. Außerdem möchte ich gern mal den leckeren Apfel-Walnuss-Kuchen von JR’s Patentante ausprobieren.

Zutaten die immer vorrätig sind …

Reis, Pasta, Dosengemüse, passierte Tomaten, Gewürze, Milch, Wasser, Jogurth

Ich werfe mal das Stöckchen weiter an:

Sommerschwester
SabineWW
Die Bielefelder
Katzensocke
und
Kerschtin

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