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Archive for November 2006

Die Histologie der Biopsie ergab, dass keine Krebszellen vorhanden waren, der Histologe jedoch empfahl eine weitergehende Untersuchung, da das entnommene Gewebe nicht genug war, um eine 100% definitive Aussage geben zu können. Meine Gynäkologin in T, die ja im Krankenhaus arbeitet und nur Brustkrebspatientinnen behandelt (und auch operiert), wollte mich daraufhin in ein Krankenhaus in B überweisen, damit man mir dort eine Kernspin macht (im Krankenhaus in T gibt es keine Mamma-Kernspin). In B sagte man mir allerdings, dass man so früh, also erst 8 Monate nach Beendigung der Strahlentherapie keine Kernspin machen wolle, da die Aufnahme verfälscht sein könne. Die Gyn hielt das für übertrieben, fügte sich aber der Aussage aus B. und veranlasste, dass mir nach den Weihnachtsfeiertagen eine neue Mammographie und Biopsie gemacht werde.

In der Zwischenzeit hatte ich mir im Dezember auf eine ganz blöde Weise – beim Niesen – einen fatalen Hexenschuss zugezogen, der mich mehrere Tage komplett ans Bett klammerte und von dem ich mich nur langsam erholte. Zu Weihnachten ging es mir zum Glück wieder so gut, dass wir nach M zu meiner Familie reisen konnten, um mit ihr die Feiertage zu verbringen.

Im Januar 2007 stand der Umzug meiner Mutter in unsere Stadt T an. Nach über 35 Jahren in M hatte sie den Schritt gewagt, ihre Wohnung und ihre liebgewonnene Wahlheimat zu verlassen und in ihr Geburtsland zurckzukehren. Wir hatten ihr eine tolle, geräumige Wohnung gefunden, die in 10 Minuten zu Fuß von uns erreichbar ist. Obwohl ich beim Umzug nicht schleppte noch schwere Dinge hob, erlitt ich blöderweise – eventuell schon wieder wegen einer Erkältung, ich hatte einen Hustenanfall – eine Zerrung in der Rippe direkt an der Stelle, an der meine Brust operiert worden war. Da ich sowieso in diesen Tagen ständig Arztbesuche hatte – die geplante Mammographie im Krankenhaus in T klappte hervorragend, zum ersten Mal in meinem Leben war sie „nur“ unangenehm und tat nicht so schrecklich weh, wie die früheren 3-4 Male; die zweite Biopsie ergab genau das gleiche Ergebnis wie die erste; ich hatte nach langer Wartezeit endlich einen Termin bei einem Physiotherapeuten für den Hexenschuss – nutzte ich einen Besuch bei meiner Gynäkologin und berichtete ihr von der komischen (zufälligen?) Häufung von Knochenproblemen. Um mich zu beruhigen und um auf Nr. sicher zu gehen, machte man ein Knochenzyntigramm. Das Ergebnis war total positiv: also ich hatte nichts! Das war mein erstes Aufatmen.

In der Zwischenzeit hatte sich meine liebe Gyn auch mit meinem (doofen) Onkologen in R kurzgeschlossen, und da das Jahr nach Beendigung der Strahlentherapie fast rum war, durfte ich nun eine Mamma-Kernspin machen. Dazu musste ich nach R fahren, wieder mal, aber ich hatte diesmal Glück, die MTAs und Helfer waren diesmal netter. Bei der Kernspin kam heraus, dass der Schatten in meiner Brust, der beim draufdrücken weh tut, KEIN erneuter Krebs ist. Das war das zweite, sehr sehr große Aufatmen. Mittlerweile konnte ich auch mit täglichen Sitzungen bei der Physiotherapie meinen Rücken erneut stärken, und auch die Rippengeschichte wurde immer besser.

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