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Archive for September 2006

Ende August sind wir dann wieder zurück nach T, und ich konnte die mir in Aussicht gestellten Arbeiten beginnen. Es sind dreierlei Dinge, also drei Stellen, eine mit unbefristeten Teilzeitvertrag, eine mit auf 9 Monate befristeten Teilzeitvertrag und eine dritte auf Honorar-Basis. Somit wurde ich nach 5 Jahren Auswanderung vollends in meinem neuen Heimatland „eingebürgert“ – willkommen in der realen Arbeitswelt dieses Landes! Aber ich konnte zufrieden sein, etwas zu haben. Natürlich nicht nur wegen des Finanziellen. Vor allem, weil ich plötzlich beschäftigt war, Verantwortung hatte. Das war enorm wichtig.

Ein halbes Jahr war nun seit dem Ende der Strahlentherapie vergangen und es standen mehrere Kontrolltermine bei meinen Ärzten an: Mammographien, Ultraschall, auch vaginal (evtl. Nebenwirkungen des Tamoxiphen). Mir wurde gesagt, dass alles bestens sei. Allerdings war ich sehr enttäuscht darüber, wie ich im Krankenhaus in R behandelt wurde. Zunächst scholt mich eine MTA, die die Mammographien erstellte, dass ich mich anstellen würde, dass ich nicht zum Gelingen der Aufnahmen beitragen würde, und überhaupt… Danach hatte mich eine Radiologin im Krankenhaus in R wie ein Stück Vieh behandelt – von wegen Ultraschall. Sie kam rein, ohne zu grüßen, schaute nicht in meine Akte, wollte nicht hören was ich ihr zu sagen hatte, und war nach 5 Minuten wieder weg, ohne Abschied und ohne mir zu sagen, ob alles in Ordnung sei. Hier in T schickte mich daraufhin meine (supertolle) Gynäkologin, der ich meine Unzufriedenheit über die Betreuung in der Onkologie in R anvertraut hatte, noch einmal zur Beschallung. Siehe da – es ging auch anders, wenn man will kann man zuhören und sich Zeit nehmen: und meine ursprüngliche „Hypochondrie“ erwies sich als berechtigt (ich hatte darauf hingewiesen, dass meine Brust an der operierten Stelle, beim Draufdrücken oder bei Umarmungen weh tat): Der zweite Radiologe hatte einen Schatten gesehen und wollte auf Nummer sicher gehen: Im November wurde aufgrund dieses gesichteten Schattens eine Biopsie vom Gewebe aus der rechten Brust vorgenommen. Ich versuchte aber, mich davon nicht noch mehr runterziehen zu lassen, was mir aber nur zu Beginn gelang.

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