Achter Artikel aus dem Deutschen Ärzteblatt zum Skandal um die Brust-Implantate , veröffentlicht am 10. Januar 2012:
Straßburg – Sie hatten das europaweite CE-Qualitätssiegel, doch die Produkte waren nicht nur minderwertig, sondern sogar gesundheitsgefährdend. Hunderttausende Brustimplatate mit möglicherweise giftigem oder sogar krebserregendem Billig-Silikon hatte der französische Hersteller PIP weltweit verkauft. Die betroffenen Frauen sollen sich die Einlagen vorsichtshalber wieder herausoperieren lassen. In dem Skandal rückt nun die Frage nach den Kontrollen von Medizinprodukten in den Vordergrund.
Angesichts des Skandals will die EU-Kommission strengere Qualitätskontrollen durchsetzen. Dazu plant sie eine Anpassung der Richtlinie über Medizinprodukte aus dem Jahre 1993. Ein Ziel sind strengere Auflagen für die die EU-weit rund 70 Prüfstellen, die – wie der deutsche TÜV – die Qualität von Medizinprodukten überwachen.
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